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Thematik

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Sorgekunst + Beziehungskunst + Lebenskunst

Die rechtliche Neuregelung des assistierten Suizids wirft Fragen für die Praxis in den Einrichtungen auf und bringt ein verändertes mentales Umfeld der Gesellschaft mit sich. Die Corona-Krise hat Errungenschaften der Sterbe- und Trauerbegleitung auf die Probe gestellt und teilweise eine neue „Einsamkeit der Sterbenden in unseren Tagen“ (N. Elias) verursacht.

Was darf uns nicht noch einmal passieren? Was ist aber auch an kreativer Sorge geglückt? (Wie) wird eine Regelfinanzierung für Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung umgesetzt? Wäre eine solche Umsetzung die „Voll-Endung“ von Hospiz als sozialer Bewegung? Was soll Hospiz-„Bewegung“ heute und morgen sein? Ist die Anstellung von pflegenden Angehörigen ein zukunftsweisendes Modell oder ein weiterer Schritt der Ausbeutung von Care-Arbeitenden? Werden wir es schaffen, die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte motivierend zu gestalten und mit echter Anerkennung (also auch finanziell) auszustatten – oder geraten die Pflegeberufe nun in erschöpfte Erosion?

In diesen und anderen Gegenwarts- und Zukunftsfragen will unser Bildungsprogramm die bleibende Mitte, Grundlagen und Grundhaltung, weitervermitteln und kultivieren. Beim Durchblättern fällt auf, woraus der rote Faden dafür unter anderem besteht. Nämlich aus:

  • Sorgekunst, die – interprofessionell – Fachwissen mit praktischer Erfahrung, Intuition und Haltung vereint;
  • Beziehungskunst, um andere in ihrer Andersheit zu verstehen, um verbale und nonverbale Kommunikation zu ermöglichen und Verbindung herzustellen;
  • Lebenskunst, die Endlichkeit und Verletzlichkeit nicht verdrängen muss, sondern behütet und in sozialer Verbundenheit daraus Reichtum für das Leben schöpft.

Diese Künste bauen auf und ermöglichen ein radikales Verständnis von Würde – ohne Wenn und Aber.

Lassen Sie uns gemeinsam als Personen, Organisationen und Gesellschaft dafür lernen! In diesem Sinne, laden wir Sie herzlich ein, Ihren Alltag mit und bei uns zu unterbrechen – und zu stärken!

Für das Team von Hospiz, Palliative Care und Demenz

Patrick Schuchter