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Hospiz, Palliative Care und Demenz

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Bildungsprogramm

Unsere Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Pallativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen oder Menschen mit Demenz, und am Thema Interessierte.

Unsere aktuelle Programmbroschüre finden Sie hier zum Download:

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PDF-Datei: Programm Wintersemester 2019/20

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Do. 16.04.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 16.04.2020 (28440)
Philosophischer Abend
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Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur „letzte“ Fragen sind, sondern die „bleibenden“ Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, in dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir werden diese in einer Weise diskutieren, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereichen und Lebensphasen stellen.
Deswegen – ganz nach dem Motto Epikurs, wonach weder die Jungen zögern noch die Alten aufhören sollen zu philosophieren – richtet sich das Philosophicum an alle „Geborenen und Sterblichen“, die geistige Nahrung, das Hören anderer Perspektiven und philosophisches Gespräch als wesentlichen Baustein für persönliches Glück und soziale Verantwortung sehen.
Wir etablieren das neue Format in zwei Formen:
„Was ist …?“
Richtig „verkostet“ sind Begriffe nicht abstrakt – sondern Fenster in die Tiefe wesentlicher Phänomene und Brücken zu den Erfahrungen anderer Menschen und anderer Lebensbereiche. In der sokratischen Tradition werden oft floskelhaft über die Lippen gehende Begriffe untersucht und mit Erfahrungsbeispielen verlebendigt – um anders, neu, differenzierter zu sehen und als Voraussetzung für eine konzentrierte und gemeinschaftlichere Lebenspraxis.

„Wie wollen wir …?“
Gesellschaftliche Fragen rund um das Thema Pflege lehren uns beispielhaft und beispiellos: Politik und aktuelle Diskurse basteln zu viel an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Das gilt auch in anderen Gesellschaftsbereichen (Ökologie …). Aber das kann einfach nicht alles sein! Im „Wie wollen wir …?“-Format sollen Räume für größere Visionen freigelegt werden, frei vom Reflex der schnellen Antworten. Unsere eigene und die Zukunft unserer Kinder hat das verdient …

Zeit: 18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus
Ort: Bibliothek des Kardinal König Hauses
Moderation: Patrick Schuchter („Was ist …?“), Petra Rösler / Patrick Schuchter („Wie wollen wir…?“)
Eintritt: „Unfreiwillige Spende“ (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack – Minimum 1 Cent)
Verpflegung: rein geistig.
Anmeldung: erwünscht (eventuell wird vor dem jeweiligen Termin ein Text zugeschickt).

Für alle, die ein kritisch-kultiviertes Vorabendprogramm suchen.
16.4. Wie wollen wir betreut und gepflegt werden?

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

"unfreiwillige Spende" (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack - Minimum 1 Cent) Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18.00 bis 20.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

14.5., 17.6.2020

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Di. 21.04.2020
9.00 Uhr
Wählen mit kognitiver Einschränkung
Rechtslage und praktische Umsetzung
Di. 21.04.2020 (29505)
Seminar
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Seminar

In Österreich haben Personen unabhängig von einer kognitiven Behinderung das Wahlrecht (anders als in vielen anderen EU-Staaten).
Sowohl in der Alten- und Behindertenarbeit bei politischen Wahlen als auch in Ordensgemeinschaften und Klöstern bei ordensinternen Wahlen taucht immer wieder die Frage auf, wie und mit welcher Unterstützung das Wahlrecht von Menschen wahrgenommen werden kann, wenn eine kognitive Einschränkung vorliegt.

Am Vormittag wollen wir behandeln:
- Grundsätze und Besonderheiten des Wahlrechts in Österreich- Das neue Instrument der Erwachsenenvertretung
- Praxisbericht "Selbstvertretung wählen"
- Praxisbericht "Klienten auf Wahlen vorbereiten"
- Praxisbericht Wählen im Orden
- Praxisbericht PROMENZ: Warum ich trotz Demenz ein politischer Mensch bin

Am Nachmittag vertiefen wir die Thematik in getrennten Workshops für Demenzbegleitung und für Ordensgemeinschaften.

Der Tag wird in Kooperation des Bereichs Hospiz, Palliative Care und Demenz und des Bereichs Ordensentwicklung durchgeführt.

Referierende

Referierende:

Albert Brandstätter, Generalsekretär Lebenshilfe Österreich
Stefan Kleiner BSc, DGKP, "Pflege bei Demenz" Fachberatung Pflege; HABIT - Haus der Barmherzigkeit Integrationsteam GmbH
Sr. Mag. Ruth Pucher MC
Dr. Christoph Konrath MSc (LSE), Jurist und Politikwissenschaftler in der Parlamentsdirektion; Mitglied: www.unsereverfassung.at
Mag. Clemens Fritsch, Notar und Erwachsenenvertreter

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr

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Mo. 27.04.2020
9.00 Uhr
Beziehung als Medikament?!
Beziehungsgestaltung als Pflegeaufgabe
Mo. 27.04.2020 (29245)
Seminar
29245

Seminar

Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick prägte den Satz "Man kann nicht nicht kommunizieren!". In Anlehnung an diesen Satz möchte ich formulieren: "Man kann nicht nicht in Beziehung zueinander treten."Es ist also in diesem Sinne keine Frage, ob wir mit an einer Demenz erkrankten Person in Beziehung treten sollten. Das tun wir in jedem Fall! Die Frage, die sich stellt, ist eher die Frage nach der Qualität der Beziehung. Und dieses Thema ist nicht theoretisch, sondern ausgesprochen praxisrelevant.

Beziehungsarbeit ist der Kern pflegerischer Tätigkeit im Bereich der Pflege von Menschen mit Demenz. Es gibt keine pflegerische Tätigkeit ohne Beziehung. Insofern ist die zu gestaltende Beziehung das Fundament jeglicher psychosozialer aber auch beispielsweise medizinisch/technischer Hilfestellung.

Diese Ansicht hat in den letzten 20 Jahren - vor allem seit den Schriften Tom Kitwoods und Naomi Feils - längst Einzug in eine innovative und kreative Praxis gefunden und ist zuletzt im "Demenzstandard" des Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (2019) zum Stand der Künste in der Pflege Demenzerkrankter erhoben worden.

Welchen Hintergrund hat diese Entwicklung? Welchen Einfluss und welche Verantwortung hat die Organisation auf die Kernelemente pflegerischen Handels? Wie konkretkann Beziehungsgestaltung in der Praxis aussehen und welche Probleme bringt eine solche Vorgehensweise mit sich? Und last but not least:Was in aller Welt bedeutet die Anwendung einer "Verstehenshypothese" oder der "verstehenden Diagnostik" als wesentliches Instrument der geforderten Beziehungsgestaltung für die Praxis? Diesen Fragen werden wir in diesem Seminar praxisbezogen - ohne die Theorie zu vergessen - nachgehen.

Der Internist und Demenzexperte Erich Grond schrieb vor vielen Jahren vom "Menschen als bestes Medikament". In diesem Seminar kümmern wir uns um die Zusammensetzung, die Darreichungsformen sowie um Wirkungen und Nebenwirkungen dieses Medikamentes.

Leitung

Leitung:

Detlef Rüsing, examinierter Altenpfleger, Pflegewissenschaftler und Publizist. Mitgründer "Dialogzentrum Leben im Alter" an der Hochschule Osnabrück

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr

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Do. 07.05.2020
9.00 Uhr
Selbstfürsorge in der Begleitung schwerkranker Menschen
Do. 07.05.2020 (27206)
Seminar
27206

Seminar

In der Versorgung und Begleitung schwerkranker Menschen stehen meist die Bedürfnisse von Patient*innen und Angehörigen im Mittelpunkt. Wer in diesem Bereich tätig ist – gleich ob ehrenamtlich, angestellt oder selbständig – erfährt häufig eine kontinuierlich hohe Belastung und wird zusätzlich nicht selten mit Extremsituationen konfrontiert.
Auf sich selbst zu achten und gleichsam für sich zu sorgen, ist notwendig, um täglich mit der Belastung umzugehen. Dennoch kommt die Selbstfürsorge für viele in diesem Bereich Tätige häufig zu kurz.
In der tibetischen Sprache steht das Wort für Mitgefühl „Tsewa“ sowohl für das Mitgefühl mit anderen als auch für das, das man sich selbst entgegenbringt. In Anlehnung daran möchten wir Ihnen in diesem Seminar Kraftquellen und -momente anbieten, die sich aus der Achtsamkeits- und Mitgefühlsmeditation ergeben können.
Hierzu werden theoretische Konzepte vorgestellt, die verdeutlichen, wie wir uns im Alltag mit Freundlichkeit und Wohlwollen begegnen können. Das Seminar beinhaltet außerdem einen hohen Praxisanteil, in dem Möglichkeiten für sich selbst zu sorgen, die sich aus dem Üben von Achtsamkeit und Mitgefühl ergeben, vorgestellt, geübt und selbst erarbeitet werden.

Leitung

Leitung:

Dipl.-Psych.in Sonja Hofmann, Psychologin, Teamleiterin und Qualitätsmanagementbeauftragte in der Palliativmedizin, freiberuflich als Dozentin, systemische Therapeutin, Coach und Supervisorin tätig

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 285,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

Do. 7.5. und Fr. 8.5. jeweils 9:00 bis 17:00 Uhr

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Do. 07.05.2020
9.30 Uhr
Interprofessioneller Palliativlehrgang 2020/21
Einführungstag
Do. 07.05.2020 (26683)
Lehrgang
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Lehrgang

Lernen an Unterschieden: "Inter-Kompetenzen" erwerben für die tägliche Kommunikation und Zusammenarbeit in der Betreuungund Behandlung von schwerkranken Menschen und in der Begleitungihrer Angehörigen. Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Versorgungsbereichen lernen miteinander und voneinander, wie Spannungsfelder in einer integrierten Palliativversorgung wahrgenommen und gestaltet werden können. Inwieweit lässt sich die Hospizidee in die Regelversorgung übersetzen?
Referierende mit aktuellem Praxisbezug aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens zeigen Möglichkeiten und Grenzen in der Palliativversorgung auf.
Zielgruppe: Ärzte und Ärztinnen, Pflegepersonen, Professionelle aus psychosozialen Berufen, Seelsorge und Therapie mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Versorgung und Begleitung von kranken Menschen und ihren Angehörigen.

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz
Manuela Straub, Diplomierte Pflegefachkraft (Mobiles Hospiz der Caritas der Erzdözese Wien, Schwerpunkt Tageshospiz), zert. Trainerin für Palliative Care (DGP), Coach & Supervisorin (ÖVS), Organisationsberatung, Sinnzentrierte Beratung nach Viktor E. Frankl
Dr. Stefan Dinges, Medizinethiker, Organisationsberater, praktischer Theologe (Dr. theol.), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Koordinator der Klinischen Ethikarbeit im St. Josef Krankenhaus, Wien
Mag. Dr. Theresa Sellner-Pogány, Ärztin für Allgemeinmedizin, Palliativmedizinerin, war langjährig ärztliche Leiterin des Mobilen Hospizes der Caritas Wien

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- Anmeldegebühr, Lehrgangsgebühr € 1.375,-/Semester, Lehrgangspauschale € 295,- nach UStBLV v. 28.8.2018 gem. § 6 UStG umsatzsteuerbefreit

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich, Spezialprospekt anfordern

Dauer

Dauer:

9.30 bis 16.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

16 Lehrgangstage verteilt auf fünf Blöcke von Oktober 2020 bis Juni 2021