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Hospiz, Palliative Care und Demenz

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Bildungsprogramm

Unsere Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Pallativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen oder Menschen mit Demenz, und am Thema Interessierte.

Unsere aktuelle Programmbroschüre finden Sie hier zum Download:

PDF-Datei: Programm Sommersemester 2019

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Di. 03.12.2019
9.00 Uhr
Vom Umgang mit Scham in Pflege, Betreuung und Begleitung
Di. 03.12.2019 (27994)
Seminar
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Seminar

Scham ist eine vielschichtige Empfindung und sagt, etwas hat in einem intimen Rahmen zu geschehen. Weil sich Menschen in der Pflege, Betreuung und Begleitung anderer oft in deren Intimitätsbereich bewegen, begegnen sie der Scham häufig: Klient/innen schämen sich, weil sie auf fremde Hilfe angewiesen sind. Sie schämen sich für ihre körperliche Versehrtheit oder weil sie dem Ideal einer selbstbestimmten Persönlichkeit nicht mehr genügen.
Der Workshop beginnt mit einem Rückblick auf die zentralen Aussagen aus dem Vortrag Scham - der Mantel der Person, vertieft die hilfreich-schützenden wie auch die erschwerenden Auswirkungen von Scham, thematisiert die Haltungen und Werte, die in diesem Zusammenhang wichtig sind und gibt Impulse und Anleitung für einen schamvollen Umgang in der Begegnung mit sich und anderen. Praxis-Situationen der Teilnehmenden laden ein zur Diskussion und geben Gelegenheit zum Austausch und zur Reflexion der eigenen Erfahrungen in diesem Themenfeld.

Leitung

Leitung:

Dorothee Bürgi, PhD, Psychologiestudium an der Hochschule für Angewandte Psychologie Zürich, Promotion an der Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien, Nachdiplomstudien in ethischer Entscheidungsfindung und systemischerOrganisationsberatung, Erstausbildung als dipl. Pflegefachfrau Anästhesie, Seminar-, Coaching- und Lehrtätigkeit im Bereich Leadership, Coaching und Healthcare in e.U., Co-Autorin von "Existentielles Coaching", "Wenn das Leben pflügt", "Existential Leadership zum Erfolg", Mitherausgeberin Leidfaden - Fachmagazin für Krisen, Leid, Trauer, www.dorothee-buergi.ch

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 16.30 Uhr

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Fr. 06.12.2019
9.00 Uhr
An der Seite der Toten
Wiederholungstermin
Fr. 06.12.2019 (27834)
Seminar
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Seminar

Das Seminar "An der Seite der Toten" will zu einer intensiven Selbsterfahrung mit den Lebensthemen Tod und Trauer einladen.
Wie der Seminartitel bereits verrät, wird dabei ein einzigartiger Weg beschritten.
Dieser Weg führt unter anderem in die Auseinandersetzung mit dem toten Körper. Der "Blick" auf den Leichnam (das Symbol des "Körper gewordenen Todes") kann helfen, unsere individuellen Gefühlsräume in der Begegnung mit dem Tod zu erweitern und zu bereichern. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob wir uns jemals real einem Leichnam gegenübersehen.
Der reichhaltige Erfahrungsschatz des Seminarleiters zum Thema lädt zu einer emotionalen und vor allem lebendigen Reise ein.
Den Seminarteilnehmer/innen eröffnen sich dabei neue Wege und brauchbare Hilfestellungen für künftige Begegnungen mit dem Tod, sowie trauernden Menschen – ob in beruflicher Funktion, als helfender Beistand, Mitmensch oder selbst direkt Betroffene/r.
Hilfestellungen, die wir benötigen, um der Sprachlosigkeit und Ohnmacht, die der Tod erwecken kann, etwas entgegenzusetzen: gegenseitige Verbundenheit, heilsames Mitgefühl, Wertschätzung und (De-)Mut.
Seminarinhalte:
- Die totgeschwiegenen Toten
- Wem gehört der Leichnam?
- Das (un)heimliche Leben der Leiche
- Das Leichentabu: ein Berührungsverbot
- Das „Begreifen“ des Todes und seine Bedeutung für den Trauerverlauf
- Eine selbstbestimmte Abschiedskultur
- Authentische Begegnung mit trauernden Menschen
- Die Berufsseele: zwischen Abgrenzung und Betroffenheit
- Wertschätzung eigener Unsicherheiten und Bedürfnisse
- Vertrauen in die Intuition
- Die Bedeutung des Humors
Methoden:
- Theoretische Betrachtung
- Gruppenarbeit
- Selbstreflexion
- Diskussion

Leitung

Leitung:

Dr. Martin Prein, Thanatologe,Psychologe, ehem. Bestatter

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 18.00 Uhr

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Sa. 07.12.2019
9.00 Uhr
Gemeinsam Erinnerungen pflegen
Lebensgeschichtliche Arbeit im ehrenamtlichen Engagement
Sa. 07.12.2019 (27593)
Seminar
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Seminar

Die Pflege von Erinnerungen an Kindheit und Jugend ist eine Form der Begegnung, die das achtsame Verständnis für Bedürfnisse, Ressourcen und Verhaltensweisen alter und sterbender Menschen fördert. Sie stärkt die Identität der einzelnen Person und stiftet zugleich Gemeinschaft.
Die Fortbildung gibt Anregungen zu Prinzipien, Methoden und Zielen von lebensgeschichtlicher Arbeit - speziell für die Arbeit mit alten und sterbenden Menschen.
Gemeinsames Nachdenken über bisherige Erfahrungen und offene Fragen unterstützen dabei, Ideen für die Umsetzung in der eigenen Arbeit (weiter) zu entwickeln.

Inhalt
* Was wirkt beim lebensgeschichtlichen Erzählen und Zuhören?

* Welche sozial- und zeitgeschichtlichen Verhältnisse und gesellschaftlichen Entwicklungen haben die Lebensgeschichte geprägt - unsere eigene und diejenige der Menschen, für die wir uns engagieren?

* Methoden von Biografie- und Erinnerungsarbeit aus alltagsgeschichtlicher Perspektive

* Erinnerungspflege mit Menschen, die mit dementiellen Veränderungen leben

* Ethische Fragen und Abgrenzung zu therapeutischen Zugängen

Leitung

Leitung:

Mag. Dr. Elisabeth Wappelshammer, Historikerin und Philosophin im Themenfeld von Gerontologie, Palliative Care und Dementia Care. Sie befasst sich seit über 30 Jahren mit Biografie- und Erinnerungsarbeit - praktisch und theoretisch, als Autorin und Fortbildnerin.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr

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Fr. 13.12.2019
15.00 Uhr
Kriegskinder - eine vergessene Generation?
Fr. 13.12.2019 (27551)
Filmnachmittag
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Filmnachmittag

Die Generation, die nun alt und pflegebedürftig wird, wurde in unruhige Zeiten geboren.
Kindheit und Jugend waren geprägt von Kriegs- und Vertreibungserlebnissen, von der Besatzungszeit und dann dem Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Die Kinder wuchsen mit Begriffen der Eugenik auf, erlebten, dass "unwertes Leben" verschwand oder offen ausgemerzt wurde.
Auch wenn es große Unterschiede im Erleben gab, je nachdem wo die Kinder aufwuchsen, welche Traumatisierungen sie erlebten, oder ob ein aus Elend und Aufbauzeit "unbehütetes Aufwachsen" ihre Lebenseinstellungen und Überzeugungen formte - jetzt, im Alter, lässt die Verdrängungsleistung nach, lösen Schwäche und Krankheit vielleicht Retraumatisierungen aus, treten Ängste zutage, die mit als Würdeverlust erlebter Pflegebedürftigkeit einhergehen.
Plötzlich werden Geschehnisse erinnert, die lang vergessen, tief verborgen ruhten - die aber ausgedrückt werden müssen, deren Leiden anerkannt werden muss, um einen friedlichen Lebensabend zu ermöglichen.
An diesem Nachmittag möchten wir Menschen die Möglichkeit geben, "endlich drüber zu reden", möchten wir Angehörigen Türen zur Erinnerung ihrer Eltern und Großeltern öffnen, die vielleicht dazu beitragen, ein gegenseitiges Verständnis und dadurch ein Heilen einzuleiten, ein Heilen von Wunden, die vor vielen Jahren geschlagen wurden.
Nach einleitenden Worten wird der Film "Endlich darüber reden" gemeinsam angesehen und im Anschluss in geschütztem Rahmen Raum für Erinnerungen gegeben. Für die Nachfolgegeneration soll bewusst werden, welchen Einfluss dieses Kriegskindererleben auch auf sie hat, aber auch Impulse gegeben werden, wie wir die Kriegskinder unterstützen können, um Frieden zu finden.

Leitung

Leitung:

Hildegard Kössler MMSc, (palliative care, advanced nursing education), Vizepräsidentin der Österreichischen Palliativgesellschaft, Lehrbeauftragte für Palliativpflege an der FH Wr. Neustadt und Vinzentinum Wien, freie Vortragende

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 20,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

15.00 bis 18.00 Uhr

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Do. 16.01.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Do. 16.01.2020 (28397)
Philosophischer Abend
28397

Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur „letzte“ Fragen sind, sondern die „bleibenden“ Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, in dem wir aktuelle und grundsätzliche Fragen und Themen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir werden diese in einer Weise diskutieren, wie sie sich in allen Gesellschaftsbereichen und Lebensphasen stellen.
Deswegen – ganz nach dem Motto Epikurs, wonach weder die Jungen zögern noch die Alten aufhören sollen zu philosophieren – richtet sich das Philosophicum an alle „Geborenen und Sterblichen“, die geistige Nahrung, das Hören anderer Perspektiven und philosophisches Gespräch als wesentlichen Baustein für persönliches Glück und soziale Verantwortung sehen.
Das Philosophicum ist kein Ort der rhetorischen Selbstdarstellung oder der Problembearbeitung, sondern ein Begegnungsraum, der im Dienst des gemeinsamen Erkennens und für zwei Stunden konzentrierten Umgang mit einer wichtigen Frage steht.
Das Philosophicum wird monatlich angeboten. Es beginnt mit einem Impuls und öffnet den Raum für einen (leicht) strukturierten Austausch. Das Thema wird ca. drei Wochen vor dem jeweiligen Termin bekanntgegeben, ggf. wird ein Text ausgeteilt und dann bei Anmeldung zugeschickt. Deshalb ist eine Anmeldung erwünscht, aber nicht unbedingt notwendig.

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erbeten

Dauer

Dauer:

18.00 bis 20.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

20.2., 12.3., 16.4., 14.5., 17.6.