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Hospiz, Palliative Care und Demenz

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Bildungsprogramm

Unsere Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Pallativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen oder Menschen mit Demenz, und am Thema Interessierte.

Unsere aktuelle Programmbroschüre finden Sie hier zum Download:

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PDF-Datei: Programm Sommersemester 2020

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PDF-Datei: Programm Wintersemester 2019/20

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Sa. 15.02.2020
9.00 Uhr
Begegnung - Berührung - Beziehung
Basale Stimulation in der Betreuung von Menschen in herausfordernden Lebenssituationen
Sa. 15.02.2020 (29688)
Seminar
29688

Seminar

Wer Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleitet, möchte ihnen nicht nur oberflächlich begegnen. Ehrenamtlich wie professionell Betreuende suchen in solchen Begegnungen die Chance zum Aufbau einer Beziehung. Üblicherweise nutzen wir dazu die Sprache.
Wie aber gelingt der Aufbau einer Beziehung dort, wo unsere alltägliche Kommunikation versagt? Wo durch eine fortschreitende Demenz oder andere Erkrankungen die Sprache als "Brücke" wegfällt?
Das Konzept der "Basalen Stimulation" bietet eine erprobte und sorgfältige Möglichkeit, über den Körper in Kontakt zu kommen. Berührungen helfen, Kontakt aufzunehmen und Begegnungen zu gestalten. Die betreute Person kann ihren Kontakt zum eigenen Körper, zur Umwelt und zur Betreuungsperson stärken.
Darüber hinaus kann es wichtig sein, die unmittelbare Umgebung bzw. das Umfeld so zu gestalten, dass Vertrauen und Sicherheit aufgebaut werden kann. Ebenso werden "Biografische Elemente" die für eine Begleitung notwendig sind, herangezogen und reflektiert.
Das Seminar bietet allen, die Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen intensiver begegnen und ihre Kontaktfähigkeit fördern wollen, einen einfachen Einstieg in die Methoden und Prinzipien der Basalen Stimulation.
Ganz besonders sollen ehrenamtliche Mitarbeiter/innen oder Nahestehende von Menschen mit fortschreitender Demenz ermuntert werden, dem Verlust der Sprache durch ein Mehr an Berührung entgegenzuhalten. So können auch Begleitungen von zunehmend sprachlosen Menschen anregend und beziehungsreich gelingen.

Leitung

Leitung:

Mag. Gabriele Erlach-Stickler, Lehrerin für Gesundheits- und Krankepflege; Studium der Pädagogik und Pflegewissenschaften; Praxisbegleiterin für Basale Stimulation in der Pflege (R), Dozentin für das Mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell für Menschen mit demenziellen Prozessen

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9:00 bis 18:00 Uhr


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Di. 18.02.2020
19.00 Uhr
Der Körper im Prozess des Sterbens
Di. 18.02.2020 (28170)
Vortrag
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Vortrag

Referierende

Referierende:

Rainer Simader, freiberuflicher Physiotherapeut, Tanz- und Ausdruckstherapeut, ehem. Senior Physiotherapist St. Christophers Hospice London, Dozent für Physiotherapie, Gründer der Fachgruppe Physiotherapie in der Palliative Care bei PhysioAustria und der Task Force Physiotherapy der EAPC, Herausgeber des Buches "Was wir noch tun können: Rehabilitation am Lebensende" (Elsevier).

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


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Mi. 19.02.2020
9.00 Uhr
Der Körper im Prozess des Sterbens
Vom Können und Zutrauen.
Mi. 19.02.2020 (28168)
Seminar
28168

Seminar

Krankheit und der Prozess hin zum Tod hinterlassen körperliche Spuren. Oft sind es gerade die körperlichen Veränderungen, die das Sterben so sichtbar machen. Im Zuge dieses Wandels erfährt der Körper eine zunehmend defizitorientierte Betrachtungsweise und diese führt dazu, dass Menschen zunehmend Vertrauen in sich selbst verlieren und diesen Körpern (und Menschen) auch immer weniger zugetraut wird.
Der Zustand des Körpers hat immer etwas mit der eigenen Identität zu tun und gerade in einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der es auch um die Perfektion des Körpers und das Funktionieren geht, ist es besonders wichtig, sorgsam mit diesen Identitätsveränderungen im Prozess des Sterbens umzugehen. Dies bedeutet zum einen, den Menschen auch behutsam im Prozess der körperlichen Veränderungen zu begleiten, anderseits erfordert es von professionellen Begleiter/innen auch einen Blick dahin zu werfen, welche körperlichen Potentiale ein sterbender Mensch hat. Denn: die Arbeit mit dem Körper ist immer auch eine Arbeit mit einer einzigartigen Ressource.
Ziele:
- Bewusste Auseinandersetzung mit körperlichen Bedürfnissen und körperlichen Ressourcen von Menschen mit lebenszeitbegrenzenden Erkrankungen
- Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zu Körper und Sterben
- Überlegungen, wie die Ressource "Körper" im palliativen Setting gefördert werden kann

Inhalte:
- Körper jenseits des Symptoms: Aktivität und Partizipation
- Wissenschaftliche Erkenntnisse, was ein Mensch mit einer lebenszeitbegrenzenden Erkrankung körperlich noch leisten kann
- Die Rolle von körperlicher Aktivität, Kraft und Ausdauer hinsichtlich Lebensqualität, Identität und Symptomen bei Menschen in einer palliativen Situation
- „körperliches Empowerment“
- Praxisbeispiele
- Körperliche Selbsterfahrung

Leitung

Leitung:

Rainer Simader, freiberuflicher Physiotherapeut, Tanz- und Ausdruckstherapeut, ehem. Senior Physiotherapist St. Christophers Hospice London, Dozent für Physiotherapie, Gründer der Fachgruppe Physiotherapie in der Palliative Care bei PhysioAustria und der Task Force Physiotherapy der EAPC, Herausgeber des Buches "Was wir noch tun können: Rehabilitation am Lebensende" (Elsevier).

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


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Do. 20.02.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 20.02.2020 (28398)
Philosophischer Abend
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Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur „letzte“ Fragen sind, sondern die „bleibenden“ Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, in dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir werden diese in einer Weise diskutieren, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereiche und Lebensphasen stellen.
Deswegen – ganz nach dem Motto Epikurs, wonach weder die Jungen zögern noch die Alten aufhören sollen zu philosophieren – richtet sich das Philosophicum an alle „Geborenen und Sterblichen“, die geistige Nahrung, das Hören anderer Perspektiven und philosophisches Gespräch als wesentlichen Baustein für persönliches Glück und soziale Verantwortung sehen.
Wir etablieren das neue Format in zwei Formen:
„Was ist …?“
Richtig „verkostet“ sind Begriffe nicht abstrakt – sondern Fenster in die Tiefe wesentlicher Phänomene und Brücken zu den Erfahrungen anderer Menschen und anderer Lebensbereiche. In der sokratischen Tradition werden oft floskelhaft über die Lippen gehende Begriffe untersucht und mit Erfahrungsbeispielen verlebendigt – um anders, neu, differenzierter zu sehen und als Voraussetzung für eine konzentrierte und gemeinschaftlichere Lebenspraxis.

„Wie wollen wir …?“
Gesellschaftliche Fragen rund um das Thema Pflege lehren uns beispielhaft und beispiellos: Politik und aktuelle Diskurse basteln zu viel an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Das gilt auch in anderen Gesellschaftsbereichen (Ökologie …). Aber das kann einfach nicht alles sein! Im „Wie wollen wir …?“-Format sollen Räume für größere Visionen freigelegt werden, frei vom Reflex der schnellen Antworten. Unsere eigene und die Zukunft unserer Kinder hat das verdient …

Für alle, die ein kritisch-kultiviertes Vorabendprogramm suchen.
20.2.: Wie wollen wir wohnen und zusammenleben?

Referierende

Referierende:

Sonja Schiff

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

"unfreiwillige Spende" (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack - Minimum 1 Cent) Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18.00 bis 20.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

12.3., 16.4., 14.5., 17.6.2020


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Sa. 22.02.2020
9.00 Uhr
Besser kommunizieren bei Demenz
Einführung in die Validation nach Naomi Feil
Sa. 22.02.2020 (29237)
Seminar
29237

Seminar

Validation nach Naomi Feil ist eine Methode, um mit alten mangelhaft orientierten und desorientierten Menschen zu kommunizieren und ihr Verhalten besser zu verstehen. Der Begriff Validation bedeutet übersetzt soviel wie "für gültig erklären", "wertschätzen". Validation basiert darauf, den verwirrten alten Menschen in seinen Gefühlen, Äußerungen und Handlungen ernst zu nehmen, nicht zu korrigieren, sondern ihn in seiner Realität zu begleiten. Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundhaltung der Validation, in ihre Theorie (Prinzipien, Phasen der Desorientierung etc.) und ihre Techniken.

Zielgruppe: Angehörige sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die nach verbesserten Möglichkeiten der Kommunikation mit alten, pflegebedürftigen und an Demenz erkrankten Menschen Ausschau halten.

Leitung

Leitung:

Sarka Lahner, DGKP, Dipl.VTI Masterin und Validationstrainerin nach Naomi Feil; Case Management und Expertin für Angehörigenbegleitung von Menschen mit Demenz; Demenz Balance-Modell

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 18.00 Uhr