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Hospiz, Palliative Care und Demenz

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Bildungsprogramm

Unsere Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Pallativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen oder Menschen mit Demenz, und am Thema Interessierte.

Unsere aktuelle Programmbroschüre finden Sie hier zum Download:

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PDF-Datei: Programm Sommersemester 2020

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Di. 08.09.2020
9.00 Uhr
Lebensqualität durch Verbundenheit
Den person-zentrierten Ansatz verstehen und danach handeln
Di. 08.09.2020 (29311)
Seminar
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Seminar

Wohlbefinden und Lebensqualität sind keine zufälligen Ergebnisse, sondern das Ziel in der Pflege und Betreuung von an Demenz erkrankten Personen. Die Expertise für die Bedürfnisse stammt dabei von den Betroffenen selbst, die Expertise für das Formulieren, Planen und Umsetzen der Ziele von den Pflegepersonen.
Im "person-zentrierten" Ansatz von Tom Kitwood ist die gleichwertige Beziehung von Person zu Person der wesentlichste Aspekt für Wohlbefinden. Befriedigende Beziehungen, Wertschätzung, sich sinnvoll beschäftigen können, das Gefühl von Hoffnung und Vertrauen, sind einige wichtige Faktoren in seinem Zugang.

Als Instrument, um individuelle Bedürfnisse und Lebensqualität aus Sicht der Betroffenen heraus einzuschätzen, hat Tom Kitwood ein Beobachtungsverfahren (DCM, Dementia Care Mapping) entwickelt.
In diesem Seminar stehen das (vertiefende) Kennenlernen des person-zentriertes Ansatzes und ein erster Einblick in das Beobachtungsverfahren DCM im Mittelpunkt.

Als konkrete "Ernte" nehmen Sie viele Ideen mit, wie Sie Wohlbefinden und Person-Sein im (Pflege-)Alltag erhalten und fördern können. Dieser Tag wird Ihre Sicht auf die Pflege von Menschen mit einer Demenzerkrankung radikal verändern und Sie mit praktischen und an Ihrem Alltag orientierten Ideen bereichern!

Inhalte & Methoden:
- Die zentralen Aspekte des person-zentrierten Ansatzes nach Tom Kitwood
- Kennenlernen des Beobachtungsinstruments Dementia Care Mapping
- Wohlbefinden bei Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz erkennen, fördern und erhalten, z.B. durch "Bienchendienste"
- Vortrag, Einzel- und Gruppenarbeit zur Praxisreflektion

Referierende

Referierende:

Barbara Klee-Reiter, Langjährige Trainerin „Pflege und Betreuung von demenziell veränderten Menschen“; Dementia Care Mapping DCM Evaluator und Trainerin; Entwicklerin des demenz balance (r) Modells. Aus- und Fortbildungen Arbeitswissenschaft, Systemisches Coaching, Validation (N. Richards), Palliative Care u.v.m.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


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Fr. 11.09.2020
9.00 Uhr
Genug ist nie genug. Oder doch?
Therapiebegrenzungen bei chronischen Erkrankungen am Lebensende
Fr. 11.09.2020 (29231)
Seminar
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Seminar

Die vergangenen Jahrzehnte zeichnen sich im Bereich des Gesundheitswesens durch erhebliche Errungenschaften aus, auch bei Krankheitsbildern, die lange Zeit als unheilbar galten. Das gilt für das Gebiet der Tumortherapie ebenso wie für die Transplantationsmedizin oder Herz-Kreislauferkrankungen. Mit den zweifelsohne begrüßenswerten erweiterten Behandlungsoptionen stellen sich zunehmend neue Fragen, denn nicht immer bewirken diese Therapieformen, insbesondere in der letzten Lebenszeit, einen Zugewinn an Lebensqualität.
So entsteht, gerade im Zuge der Entwicklung von Palliative Care, nicht selten eine Polarisierung zwischen den Ärztinnen und Ärzten, die ihren Patienten und Patientinnen die "giftigen Therapien" scheinbar ungerührt verordnen und den im Palliativbereich Arbeitenden, welche den Vorwurf erheben, den Schwerkranken dadurch einen vermeintlich sanfteren Abschied zu erschweren oder gar zu verweigern.
Wir alle möchten leben. Möglichst lange. Schmerzfrei und aktiv. Das ist, auch absolut betrachtet, unmöglich und stellt vielleicht einen der Mythen dar, denen sich Palliative Care auch stellen muss.
Zudem hegen chronisch, lebensbedrohlich erkrankte Patientinnen und Patienten oft eine andere Wahrnehmung als Gesunde, die sich unter anderem durch ein hohes Maß an Ambivalenz auszeichnet. Verbunden mit dem gesellschaftlichen Anspruch nach Autonomie im Leben und Sterben entwickelt sich zwischen allen Beteiligten nicht selten eine ungesunde Barriere, welche die oftmals herausfordernde Kommunikation zwischen Sorgenden und Umsorgten am Lebensende zusätzlich erschwert.
Wie können wir uns als Palliative Care Tätige in diesem Spannungsfeld bewegen?
Wie lässt sich unsere Beobachtung schärfen für den individuellen Weg der Menschen in ihrer letzten Lebensphase?
Wie können wir auf dem Kontinuum zwischen leitliniengerechten Therapieformen und eigenen ethischen Ansprüchen Menschen in ihrer letzten Lebenszeit ganzheitlich begleiten?
Im Seminar werden neben der Vermittlung von inhaltlichen Fakten zum Thema Therapiebegrenzung konkrete Fallbeispiele aufgenommen, die uns miteinander ins Gespräch bringen und voneinander lernen lassen.

Zielgruppe

Zielgruppe:

Interprofessionell, insbesondere Ärzt*innen und Pflegepersonen

Leitung

Leitung:

Dr.in Friederike Boissevain MAS, Palliative Care, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie sowie Palliativmedizin, Oberärztin an einem Krankenhaus der Schwerpunktversorgung in Norddeutschland, Vorsitzende des Hospizvereins Dänischer Wohld - Menschen begleiten e.V. und Geschäftsführerin der Hospiz im Wohld gGmbH, die 2020 ein stationäres Hospiz für schwerkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene eröffnen wird (https://www.hospiz-im-wohld.de).

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausenverpflegung

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


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Sa. 12.09.2020
9.00 Uhr
Inseln der Entspannung im Demenzalltag
Von Verständnis, Abgrenzung und Kompromissen
Sa. 12.09.2020 (29239)
Seminar
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Seminar

Menschen mit Demenz zu begleiten, ist eine besondere Herausforderung: mit Höhen und Tiefen, Nähe und Fremde, Geben und Nehmen.

Die Balance zwischen diesen Polen ist nicht immer einfach. Natürlich will man den Menschen mit Demenz gerecht werden, aber dann merkt man, dass sie wie die Rosen nicht nur wunderschöne Blüten besitzen, sondern auch Dornen. Es ist eben nicht anders als in jeder anderen Beziehung.

Der Referent will zeigen, dass eine Begegnung von Mensch zu Mensch auf Augenhöhe möglich ist. Niemand ist dem anderen über- oder unterlegen, weil der eine sich auf seinen Verstand verlassen kann und der andere nicht.

Wenn also beide Partner gleichberechtigt sind, dann gilt das auch für die Bedürfnisse der beiden Partner. Wie handelt man Kompromisse aus, bei denen sich keiner ganz durchsetzen, aber auch keiner sich ganz zurücknehmen muss?

Ein Tag zum Nachdenken, Nachspüren und Finden von "Inseln der Entspannung".

Für An- und Zugehörige, Freiwillige, Pflegepersonen, Seelsorger*innen, Therapeut*innen …

Leitung

Leitung:

Erich Schützendorf, Dipl.-Päd.; Studium Pädagogik, Psychologie, Soziologie Lehrbeauftragter für Soziale Gerontologie; Autor zahlreicher Aufsätze und mehrerer Bücher zu den Themen Älterwerden, Beziehungsarbeit in der Altenpflege und Demenz, u.a.: Anderland; In Ruhe verrückt werden dürfen, Das Recht der Alten auf Eigensinn, Wer pflegt, muss sich pflegen, Das Alter als Nachspeise.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


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Mo. 14.09.2020
19.00 Uhr
In Ruhe alt werden können
Kritische Anmerkungen zur Normalität
Mo. 14.09.2020 (28462)
Vortrag
28462

Vortrag

"Jung bleiben beim Älterwerden" - so oder so ähnlich lauten die Titel von Ratgebern zum richtigen Altern. Selbstbestimmt, dynamisch, aktiv und fit sollen die Alten sein und möglichst problemlos für ihr Umfeld.

Der Autor Erich Schützendorf beschäftigt sich seit vielen Jahren
mit dem Älterwerden. Er spricht über die Veränderungen im Altersbild und darüber, ob Schattensein noch vorkommen dürfen.
Er, der selbst in die Jahre gekommen ist und einer Generation angehört, die sich auf ein langes Leben einstellen muss, fragt nach neuen, ungewöhnlichen Entwürfen für das dritte und das vierte Lebensalter. Er beleuchtet unsere Vorstellungen von "Normalität" und den Folgen, wenn Menschen sich nicht mehr in die vorgegebenen Muster und Routinen fügen können oder wollen.

Referierende

Referierende:

Dipl.-Päd. Erich Schützendorf, Studium Pädagogik, Psychologie, Soziologie; Autor zahlreicher Aufsätze und mehrerer Bücher zu den Themen Älterwerden, Beziehungsarbeit in der Altenpflege und Demenz.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


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Do. 17.09.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 17.09.2020 (29994)
Philosophischer Abend
29994

Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur "letzte" Fragen sind, sondern die "bleibenden" Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, an dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir diskutieren sie in einer Weise, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereiche und Lebensphasen stellen.

Wir wollen eine nicht-elitäre Form des Denkens und des Gesprächs pflegen - lebendiges Philosophieren gehört zurück in den gesellschaftlichen Alltag und setzt nichts voraus! Die erste Aufgabe und Grundbewegung philosophischen Denkens ist es, konkrete Beispiele aus der eigenen Lebenserfahrung mit den großen Themen und den Widersprüchen der Existenz und der Gesellschaft zu verknüpfen. - sowie sich von den Erfahrungen und Ansichten anderer anregen und irritieren zu lassen.
Das Philosophicum eröffnet einen kleinen, abendlichen Raum für größere Visionen, frei vom Reflex der schnellen Antworten. In Politik und Alltagsroutinen basteln wir allzu oft an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Aber das kann einfach nicht alles sein!

Themen: … werden jeweils 3 Wochen vorher bekannt gegeben und aus den vorangegangenen Philosophischen Abenden entwickelt. Vorschläge der Gäste sind herzlich willkommen!

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stv. Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal König Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

Freiwilliger Beitrag Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus

Weitere Termine

Weitere Termine:

8.10.2020, 19.11.2020, 3.12.2020, 14.1.2021