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Kunst im Kardinal König Haus

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Das Kardinal König Haus bietet seit vielen Jahren Raum für Kunst. Das historische Ambiente bietet dabei oft einen spannenden Kontrast zu moderner Kunst und Installationen. Die immer wieder wechselnden Exponate, die aus der Sammlung der Jesuiten sowie einer Privatsammlung stammen, werden von P. Gustav Schörghofer SJ ausgwählt und verwaltet. Zusätzlich gibt es regelmäßig Sonderausstellungen.

Lesen Sie hier Allgemeines zur Kunst im Kardinal König Haus, im Gewächshaus und in der Kapelle sowie über die Sonderausstellungen. Immer wieder werfen wir einen genaueren Blick auf einzelne Kunstwerke und Installationen – aus künstlerischer, inhaltlicher oder sprititueller Perspektive.

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Die Kunstwerke

Die tätige Sorge um das Wohl anderer Menschen ist von Anfang an Ausdruck des christlichen Glaubens gewesen. Dem Sozialen im Sinn dieser tätigen Sorge sind viele Veranstaltungen und Kurse im Kardinal König Haus gewidmet. Im ganzen Haus verteilt finden sich auch Kunstwerke. Sie stammen zum Teil aus der Sammlung der Jesuiten, zum Teil aus einer Privatsammlung. 

Soziales und Kunst sind untrennbar miteinander verbunden. Kunst vermag die Welt zu verbessern. Doch während die tätige Sorge um andere eine Veränderung der Welt erstrebt und so zum Besseren führt, wird die Kunst die Welt nicht verändern. Sie vermag etwas anderes. Sie kann inmitten des Bestehenden die Sinne für die Wahrnehmung des Besseren öffnen. Im Kunstwerk wird zeichenhaft die Wirklichkeit des Möglichen dargestellt. Durch die Kraft der Poesie zeigt das Kunstwerk im Unscheinbaren das Wunderbare, im Kleinen das Mächtige, im Verachteten das Bezaubernde, im Aussichtslosen den Anbruch des Neuen.

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Die Weisheit des Glaubens ermöglicht es, mitten in der Welt eine bessere Welt zu erkennen und die Sehnsucht nach dieser Welt wach zu halten. Darin sind sich der Glaube und die Kunst verwandt. Beide eröffnen hier in dieser Welt Orte der Erfüllung.

Die tätige Hilfe will verändern, kommt aber mit allem Verändern nie an ein Ende. Sie braucht daher die Erfahrung von Erfüllung. Es muss Orte geben, an denen das Ankommen erfahren werden kann (das in Joh 12, 1-8 beschriebene Ereignis, die Salbung Jesu durch Maria in Betanien, ist so ein Ort). Wir brauchen die Kunst, damit sie uns den Blick, die Ohren, das Gespür offen hält für die Möglichkeit des Besseren, für die reale Gegenwart dieser Möglichkeit. Die Kirche hat das immer gewusst, bis in unsere Zeit. Heute muss sie es neu lernen.

Ohne die tätige Zuwendung zum Anderen gibt es keinen Glauben. Doch ohne die Erfahrung von Erfüllung erlahmt die tätige Zuwendung. Kunst, Soziales und Glauben sind aufeinander angewiesen. Alle drei bezeugen sie, dass es bereits in dieser Welt das Aufleuchten des Unerhörten gibt, die oft nur angedeutete Erfahrung einer Erfüllung, die letztlich über unsere begrenzte Existenz hinaus erhofft wird.

Gustav Schörghofer SJ

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...und 6 weitere Fotos.

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Das Gewächshaus

Das Gewächshaus liegt im Garten des Kardinal König Hauses. Es liegt hier schon seit 200 Jahren und schlägt sein großes Auge weit nach Süden auf. Zwei große Räume im Inneren erhalten ihr Licht durch die schräg gestellte Glaswand der Südseite. Bis etwa 1935 besaß es an der Nordseite einen Vorbau mit Säulen.

Lange lag das Haus im Schlaf. Es war eine Traktorgarage, ein Abstellplatz für Fahrräder, eine Rumpelkammer, willkommener Versammlungsort für Dinge, die im Moment nicht gebraucht wurden. Seit der Renovierung im Jahr 2015 ist es Gewächshaus im umfassenden Sinn – für Pflanzen, für Kultur, für Lernen und für ein Zusammensein der Menschen, wie es auch schon in der Barockzeit üblich war.

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Kunst im Gewächshaus

Im Gewächshaus ist seit Mai 2019 die Arbeit „Meditazione I.5-V.5“ (1999) von Paolo Gallerani aufgestellt.

Paolo Gallerani hat aus einem Bild von Vittore Carpaccio, der 1510 gemalten Beweinung Christi (Staatliche Museen, Berlin), den auf einem Steintisch liegenden Leichnam Christi mit einer Ansammlung von Gebein entnommen. Das von Carpaccio geschaffene Bild zeigt Tod und Trauer inmitten der Ruhe einer weiten Landschaft. Ihre stille Feierlichkeit und der dichte Wipfel des zum Teil verdorrten Baums zu Füßen Christi weisen auf etwas hin,  das erst im Durchgang durch Sterben und Tod zu erreichen ist. Das von Gallerani geformte Relief konfrontiert mit Tod und Zerstörung. Ein absolutes Ende.

Für Paolo Gallerani hat aber die Arbeit an diesem Punkt von Neuem begonnen. Von der in Ton geformten Skulptur wurden Negativformen in Gips abgenommen, ein äußerst kompliziertes Verfahren, in dessen Verlauf die ursprüngliche Tonskulptur nach und nach zerstört wurde.

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Aus den Negativformen wurden fünf Gipsabgüsse gewonnen. Von ihnen wiederum wurde jeweils ein Abguß in Bronze hergestellt. Durch diesen Prozeß wurden die Gebilde von Neuem verändert. Es bleiben an ihnen die Spuren der Entstehung sichtbar.  
Die fünf Arbeiten dieser Serie führen einen Vorgang der Zerstörung vor. Die erste Skulptur gibt die ursprüngliche Arbeit aus Ton wieder. Bei der zweiten ist ein Gutteil des Reliefgrunds weggebrochen. Bei der dritten fehlt der Leichnam Christi, das verstreute Gebein ist nicht mehr zu erkennen. Die vierte Skulptur hat nur mehr den schon sehr brüchig gewordenen Tisch bewahrt, doch ist nun hinter ihm eine Fläche, die frei ist von aller Darstellung, dazugekommen. Bei der fünften Skulptur fehlen ein paar Brocken der vierten, die Fläche hat einige Sprünge und unterhalb des Tisches liegt ein weißes Tuch.

Beim Betrachten der Skulpturen geht also etwas, das am Anfang da war, immer mehr verloren. Zugleich kommt schließlich etwas dazu. Verloren gehen die Zeugen des Todes, Leichnam und Gebein. Neu ist die Fläche, neu ist auch das weiße Tuch. Auch sie haben etwas vom Brüchigen des Übrigen. Sie sind nicht unversehrt. Auch sie bezeugen etwas. Es läßt sich jedoch nicht auf die gleiche Weise gegenständlich fassen wie Leichnam und Gebein. Sie könnten sensibel machen für eine neue Dimension der Wirklichkeit, die erst im Durchgang durch Sterben und Tod zu erreichen ist.

In einer Ecke der Rückseite der ersten Skulptur sind einige Worte geschrieben: Quoniam enim per hominem mors et per hominem resurrectio mortuorum 1 Kor 15,21: Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten.

Paolo Gallerani
1943 in Cento (Ferrara) geboren
1992 Professur für Bildhauerei an der Accademia di Belle Arti, Macerata
1993 an der Accademia Albertina, Turin
seit 1994 an der Accademia di Brera, Mailand
Paolo Gallerani lebt und arbeitet in Mailand.

Gustav Schörghofer SJ

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Die Kapelle

Als 1884 die gräfliche Familie Tige ihr „Schlößl‘“ in Lainz den Jesuiten übertrug, richten diese dort eine Hauskapelle ein. Sie dürfte sich, zwar mehrfach umgestaltet, schon immer an der heutigen Stelle im Haus befunden haben.

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Kunst in der Kapelle

Werner Feiersinger, der 2012 mit der Neugestaltung beauftragte Künstler, bezog diese Kontinuität in sein Konzept mit ein. Er stellte die ursprüngliche Raumschale wieder her und integrierte die bereits vorhandene Emailarbeit von Günter Kraus.

Die Kapelle hat eine zweifache Funktion zu erfüllen. Sie ist Kapelle der Jesuitenkommunität und des Kardinal König Hauses. Damit ist sie sowohl Ort gottesdienstlichen Feierns in verschiedensten Formen als auch Raum des Rückzugs und der Stille, der Meditation und des persönlichen Gebets.

Um den Altar, von Werner Feiersinger nach der Grundform des Nachens, als Tisch des Wortes und des Brotes gestaltet, versammelt sich die Gemeinde, um auf Gottes Wort zu hören und das Brot der Eucharistie zu empfangen. Die Kreissegmente der Tischform erinnern, wie auch die in quadratischer Grundordnung angeordneten Plätze der feiernden Gemeinde, daran, dass das Werk Christi, des Erlösers in dieser Weltzeit zur Vollendung kommen muss.

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Die Sammlung um den Tisch des Herrn, konstituiert keinen geschlossenen Kreis, sie ist vielmehr communitas ad dispersionem, Versammlung zur Sendung. Sich versammeln um ausgesandt zu werden, ist ihre Grundbewegung, hinausgesandt in den Alltag, um dort im Namen Jesu zu tun, was er getan hat. Mit der Ausrichtung des Raumes auf seine Stirnseite, in der der Tabernakel integriert ist, trägt die Gestaltung des Raumes seiner Funktion als Ort des persönlichen Gebetes, der Meditation und der Stille Rechnung.

Das Wandbild an der Stirnseite des Raumes, eine Emailarbeit von Günther Kraus, zeigt den Ausschnitt eines Kreuzes – im Vordergrund das Blutrot der Passion, im Hintergrund das Gelb-orange der Verklärung. Es ist das Fragment eines Fragments. Das Kreuz ist in sich selber schon Fragment eines Lebens, des Lebens Jesu, das auf seiner Höhe gewaltsam abgebrochen wurde. Und das wird durch den Ausschnitt noch einmal verschärft.

Damit kommt zum Ausdruck, dass die Erlösung noch nicht abgeschlossen ist. Die leeren Felder rundum sind deshalb wichtig, sie sind absichtlich freigelassen, sie sollen gefüllt werden. Da ist Raum für das noch Ausständige, für das zu Ergänzende, für den eigenen Anteil am Werk der Erlösung. Wie es der Hl. Paulus für sich verstanden hat: "Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich, was an den Leiden Christi noch fehlt" (Kol 1,24).

Die beiden Felder – das Feld des Tabernakels und das Feld, das den Tabernakel mit dem Kreuzausschnitt verbindet – sind von einem Kreissegment durchzogen. Der Kreis ist Symbol für die Vollendung.

An der der Fensterfront des Raumes gegenüberliegenden Wand hat Werner Feiersinger zwei ‚Erinnerungsorte‘ gestaltet, die inhaltlich mit dem Kreuzfragment von Günter Kraus in engster Beziehung stehen: ein Weihwasserbecken und einen Reliquienort, die Verschlussplatte der Wandnische, in der eine Reliquie des Märtyrers und Familienvaters Franz Jägerstätter aufbewahrt wird. Weihwasserbecken und Platte, beides aus Schwarzenseeer Marmor, evozieren beim Betrachter den Zusammenhang von Taufe und Martyrium. "Sollten wir Christen Christus nicht immer ähnlicher werden?", so fragt Franz Jägerstätter in einem seiner letzten Briefe. Auf Jesus Christus getauft, auf seinen Tod getauft, sollen wir als neue Menschen leben. Ihm gleichgeworden im Tod wird uns auch Anteil an seiner Auferstehung geschenkt (vgl. Röm 6,3-8). Das Martyrium eines Menschen ruft uns den Ernstfall der Kreuzesnachfolge in Erinnerung. 

Nachfolge Jesu, Gemeinschaft der Kirche heißt aber immer mit einem anderen, mit anderen unterwegs sein. Die "Spuren" in der Verschlussplatte erinnern daran.

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"Blicke werfen – Jahrestagung Kirchenpädagogik"

Jahrestagung Kirchenpädagogik 2017 in der Kapelle

Auf sinnliche Weise erschließt eine Gruppe von Tagungsteilnehmer*innen markante Kunstwerke der Kapelle. Christian Marte SJ gibt einige Informationen zum Raum und seiner Ausstattung.

Video "Blicke werfen – Jahrestagung Kirchenpädagogik" auf YouTube aufrufen
"Blicke werfen – Jahrestagung Kirchenpädagogik"

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Sonderausstellungen

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2019

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Emanuel Nitsch – "Erinnerung und Sehnsuchtsorte"

Im Garten des Kardinal König Hauses sind im Sommer 2019 Fotos von Emanuel Nitsch zu sehen, die Kunstwerke im Entstehen sind. Der Künstler berichtet über das Projekt:

Die hier über den Sommer aufgestellten Fotografien sind ein Teil meiner Diplomarbeit an der Akademie der Bildenden Künste Wien und befinden sich in Entwicklung.

Zu Beginn beschäftigten mich verschiedene Fragen rund um Themen der Erinnerung wie auch seinem Gegenspieler, dem Vergessen, sowie der Zeit in seinen Facetten Dauer und Moment: Wie nehmen wir mit unterschiedlichem Alter unsere Umwelt wahr; was ist das Besondere an kindlicher Wahrnehmung, was vergessen wir, was behalten wir in unserem Gedächtnis, transformiert sich Erinnerung im Laufe des Lebens, wie lässt sich Dauer abbilden?

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Dazu begab ich mich an von mir lange Zeit nicht mehr aufgesuchte (Urlaubs-)Orte, um mich auf die Suche nach Bildern der eigenen Kindheit zu begeben und herauszufinden, was Erinnerung auslöst, vllt. ähnlich, wie es Marcel Proust in „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ beschrieben hat.

Für die Diplomarbeit soll diese Suche wiederum in einen künstlerischen Prozess umgewandelt werden, der das persönliche Erinnern mit dem Erinnern der Fotografie verschränkt – aber auch das Vergessen und Verblassen beinhaltet. Dazu setze ich Fotografien Sonnenstrahlen aus, um Bildinhalte durch Verblassung und Farbverschiebung wieder vergehen und verzerren zu lassen. Teile der Bilder – die erinnerten Objekte symbolisierend – werden mit geschnittenen Schablonen abgedeckt, diese Stellen bleiben von der Veränderung durch die Sonne verschont. Umso weiter der Sommer fortgeschritten ist, entsteht ein Bild, bei dessen Anschauung man permanent zwischen Zeit in Form eines Zeitpunktes und Zeit in Form von Dauer pendelt. Materialität wird weitgehend aufgehoben, über bleibt ein Nachglühen, eingehüllt in einer zeit(punkt)losen Ruhe.

Unabhängig von der Diplomarbeit experimentiere ich mit dieser Verblassungs-Technik auch im Bereich der Malerei.

Emanuel Nitsch

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Susanne und Joachim Schmidt-Dominé – "Fast vergessen"

Unter dem Titel "Fast vergessen – Begegnungen in der Republik Moldau" präsentieren die beiden Fotokünstler Susanne & Joachim Schmidt-Domine in Moldau entstandenen Bilder.

2018 und 2019 haben sie Menschen in der Republik Moldau porträtiert, einem der ärmsten Länder Europas, vergessen von der Weltpolitik. Unaufdringlich, oft ohne Worte, gewinnen sie das Vertrauen der Menschen. Der Fotoapparat wird zu einem Mittel der Begegnung.

Nach einer Vernissage am 28. Mai 2019 ist die Ausstellung noch bis September 2019 im Kardinal König Haus zu sehen.

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Schüler*innen aus dem 13. Bezirk – "Zuflucht"

Hadi Mohammadi erzählt die Geschichte seiner Flucht aus Afghanistan, Nina Zuckerstätter berichtet über ihren ehrenamtlichen Einsatz als Helferin auf der griechischen Insel Lesbos. Gemeinsam gestalten sie Workshops, um Schüler*innen zur Auseinandersetzung mit den Themen Flucht und Flüchtlingshilfe einzuladen. Mit Schüler*innen der NMS 13 Veitingergasse und des GRG 13 Wenzgasse wurden mehrere Workshops durchgeführt.

Die Workshops beinhaltet die Möglichkeit zur kreativen Weiterarbeit: Die Fotografien von Nina Zuckerstätter werden zum Basteln von Collagen zur Verfügung gestellt. Diese Collagen werden im Frühjahr und Sommer 2019 im Kardinal König Haus ausgestellt. Sie zeichnen ein Bild des Verständnisses, der gegenseitigen Achtung und Humanität.

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2017–2018

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Nina Zuckerstätter – "Zuflucht"

Seit mehreren Jahren ist die griechische Insel Lesbos Schauplatz einer humanitären Krise. Immer noch flüchten Menschen auf dem Seeweg über die Türkei Richtung Griechenland und damit in die EU, von der sie sich eine Zukunft in Sicherheit versprechen. Dafür riskieren sie ihr Leben, und werden von Schleppern in Schlauchboote mit provisorischem Motorantrieb gesetzt. Nicht alle überleben die Überfahrt. All jene, die sicher auf der anderen Seite ankommen, verbringen häufig Monate oder sogar Jahre auf der Insel, bis über ihr weiteres Schicksal entschieden wird. Mehrere NGOs engagieren sich dafür, die lokale Bevölkerung mit dieser Situation nicht im Stich zu lassen, eine sichere Landung der Boote in Lesbos zu gewährleisten und menschenwürdige Bedingungen für Geflüchtete auf der Insel zu schaffen.

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Die griechische NGO Emergency Response Centre International (ERCI) ist eine von ihnen und unterstützt seit 2015 Menschen, die über das Meer nach Griechenland flüchten. ERCI ist an verschiedenen Standorten in Griechenland tätig und in Lesbos mit ihrem Search and Rescue Team vertreten. Die Arbeit von ERCI basiert auf der tatkräftigen Unterstützung durch freiwillige Helfer*innen aus der ganzen Welt und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erstversorgung Geflüchteter an der europäischen Außengrenze. Tätigkeitsbereiche der NGO umfassen sowohl die minutenschnelle Reaktion und Hilfe bei Bootlandungen – die eine ständige Trainingsarbeit verlangt – als auch die Bereitstellung allgemeiner Hilfe und umfassender, dringend benötigter medizinischer Versorgung in den beiden Flüchtlingslagern auf Lesbos.

“I'm here in Greece fighting for a Europe that I love. A Europe where people are accepted for who they are. A Europe where people in desperate need will find refuge and be protected.”
Erik, freiwilliger Helfer bei ERCI

Im März und April 2017 hat Nina Zuckerstätter mehrere Wochen auf der Insel verbracht und die vielseitige Arbeit der Organisation aus einer internen Perspektive dokumentiert. Die ausgestellten Fotos konzentrieren sich auf das ehrenamtliche Team von ERCI, das seit Gründung der Organisation dutzenden Menschen das Leben gerettet und hunderten Schlauchbooten eine sichere Landung erleichtert hat. Die freiwilligen Helfer*innen sind Ausdruck einer weltweiten Gemeinschaft, deren Ziel es ist, das Leid geflüchteter Menschen anzuerkennen und zu lindern. Mit dieser Ausstellung soll die Arbeit der freiwilligen Helfer*innen gewürdigt werden.

Nina Zuckerstätter

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