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Veranstaltungsnachlese

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In der Nachlese finden Sie Informationen zu interessanten Veranstaltungen, die im Kardinal König Haus stattgefunden haben.

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Sommerakademie: Das Unsichtbare sichtbar machen

25.–26.6.2019

Unter der Leitung von Mag.a Barbara Pfaffenwimmer ist die künstlerisch-theatrale Intervention als Kraftquelle für den (Berufs-)Alltag und den Umgang mit Grenzen und Ohnmacht-Situationen erkundet worden – und hat bei den Teilnehmenden großen Anklang in vielfältigem Ausdruck gefunden. Und dazu musste man keineswegs ein*e geborene*r Schauspieler*in sein…!

Nach zwei heißen Juni-Tagen über 30 Grad wirkt die begeisterte Resonanz der Teilnehmenden beim Abschluss der diesjährigen Sommerakademie geradezu verwunderlich: „Ich fühle mich belebt und beschwingt“ – „Mit den Tagen bin ich immer munterer und mutiger geworden“ – „Ich wünsche mir eine fortlaufende Theatergruppe im Kardinal König Haus!“

Wenn sich ausreichend Interesse abzeichnet, möchten wir die Idee einer solchen Theatergruppe gerne in unser Programm aufnehmen. Es verbindet persönliche und politische Lebensanliegen, erweitert Denkhorizonte und Handlungsspielräume. Und es ermutigt, der eigenen Kreativität und Intuition zu trauen.

Lassen Sie es uns wissen, wenn Sie an einer solchen Theatergruppe im Kardinal König Haus interessiert sind!

Die Sommerakademie 2019 hatte zum Ziel, kreative und bewegende Ansätze für Interventionen in der Berufspraxis kennenzulernen und richtete sich an alle Gesundheitsberufe sowie Mitarbeiter*innen in der ehrenamtlichen Begleitung von Patient*innen und deren Angehörigen; Koordinator*innen von Ehrenamtlichen; Seelsorger*innen, Erzieher*innen, Personalentwickler*innen sowie in der Fort- und Weiterbildung tätige Personen. Der eigene Handlungsrahmen sollte erweitert, eventuell lähmende Situationen gelockert werden und in Bewegung kommen. Spontaneität und Intuition können durch die angewandten Methoden gefördert werden: Spielen, Lachen, Darstellen sind dabei wichtige Motoren und dienen auch der Selbstfürsorge.

Das aktuellen Programm des Bereichs Hospiz, Palliative Care & Demenz finden Sie hier.

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Vortrag: Klaus Ottomeyer, Identitäre und Identitäten

24.6.2019

Prof. Dr. Klaus Ottomeyer war am 24.6. zu Gast im Kardinal König Haus und sprach zum Thema „Identitäre und Identitäten – Über den Missbrauch des Identitätsbegriffs und die Kriminalisierung von Flüchtlingen und Helfenden“.

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Hier die Bilder, auf die Klaus Ottomeyer sich im Vortrag bezieht:

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"Kunstrausch" – 58. Biennale in Venedig

15.–16.6.2019

Zwei Tage auf der Biennale in Venedig sind selbst dann zu kurz, wenn man auch nur einen Überblick gewinnen will: 91 Länderpavillons, 79 Künstlerinnen und Künstler an je zwei Standorten, dazu noch Installationen in Kirchen, Begleitausstellungen und Kunst im öffentlichen Raum. Die Überforderung ist eigentlich vorprogrammiert. Die beiden Kunstvermittlerinnen Dr.in Martina Gelsinger und Sr. Ruth Pucher MC wagten es dennoch und trafen eine Vorauswahl für die Exkursion des Kardinal König Hauses. Alle Teilnehmenden waren zum ersten Mal auf der Biennale und beschrieben sich selbst mehrheitlich als Neulinge in der zeitgenössischen Kunst.

Ausgehend vom Österreichischen Pavillon, dem ersten modernen Gebäude, das in den Anfängen der Biennale von Josef Hoffmann errichtet worden war, erkundete die zwölfköpfige Gruppe markante Positionen wie die von Polen, Rumänien, Griechenland, Brasilien, USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Überall gab es eine kurze Einführung, was zu sehen sein wird, bzw. wie man sich den Arbeiten annähern kann. Denn manchmal war es besser, vor dem Betreten der Ausstellung nicht zu viel zu verraten. So zum Beispiel im polnischen Pavillon, der in diesem Jahr einen gewendeten Privatjet von Roman Stańczak beherbergt. Inside out! Die Nachgespräche waren oft besonders lohnend. Die unterschiedlichen beruflichen und privaten Hintergründe der Teilnehmenden eröffneten zusätzliche Perspektiven und weiterführende Gespräche.

Die Auswahl des Hauptkurators Ralph Rugoff macht es den diesjährigen Besucher*innen der Biennale leicht. Im „post-digitalen Zeitalter“ wird vermehrt mit klassischen Techniken gearbeitet. Malerei und Skulptur sind wieder stärker vertreten, was das Kunsterleben wieder sinnlicher macht. Zentrale Themen sind globale Phänomene wie Migration und Umweltschäden, Fragen der Identität in Bezug auf Geschlecht, gesellschaftliche Rollen und Kulturen. Noch nie waren so viele afrikanische Künstler*innen zu sehen. Je vielfältiger und vielschichtiger, desto größer wurde die Lust in der Gruppe, „alles“ zu sehen. Hat das Vermittlungsduo die Gruppe überfordert? Vielleicht schon. Der Funke ist übergesprungen und der Kunstrausch der beiden wirkte ansteckend. „Ich traue mich jetzt auch alleine auf die Biennale“, war die Bilanz mehrerer Teilnehmer*innen.

Die Exkursion wurde vom Programmbereich Gesellschaft im Dialog veranstaltet. Über ähnliche Veranstaltungen können Sie sich im Programm informieren.

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Fotos © Christine Schmidl (1), Kurt Schmidl (2-4)

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Vortragskonzert: Kaleidoskop des Trauerns

20.5.2019

„Trauern ist die Lösung, nicht das Problem!“ (Chris Paul)

Chris Paul, eine der bekanntesten Trauerbegleiterinnen in Deutschland, Trainerin und Fachautorin, hat mit dem Gitarristen Udo Kamjunke ein Vortragskonzert erarbeitet, das wirklich „Balsam für die Seele“ ist. Als Mischung aus Informationen und Emotionen hat es bei den Zuhörenden einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Das von Chris Paul entwickelte „Kaleidoskop des Trauerns“ nimmt die einzelnen Facetten eines Trauerweges auf. Es integriert die wesentlichen Theorieansätze der vergangenen 30 Jahren zu einem ganzheitlichen Modell, in dem Trauerwege aus verschiedenen Erlebensbereichen bestehen. Jeder Mensch geht durch diese Erlebensbereiche, ob er will oder nicht. Er tut es mit dem, was die eigene Biografie und die aktuelle Lebenssituation zur Verfügung stellen. So entstehen ganz und gar individuelle, voneinander verschiedene Trauerwege, die dennoch mit denselben Themen zu tun haben. Diese Themen und Bereiche des Lebens, die von einem Verlust beeinflusst werden, nennt Chris Paul „Facetten des Trauerns“.

Jeder Facette sind ein Begriff und eine Farbe zugeordnet. So ist zum Beispiel die Facette der vielen unterschiedlichen „Gefühle“ knallrosa. Die kognitive Auseinandersetzung mit Warum- und Sinnfragen ist auf der azurblauen Trauerfacette „Einordnen“ beheimatet. Für Trauernde und auch für Begleitende ist diese Visualisierung ein hilfreicher Anker im erlebten Auf und Ab eines Trauerweges. Das Bild des Kaleidoskops macht es möglich zu verstehen, dass diese Facetten stets alle gemeinsam vorhanden sind, sich aber andauernd zu neuen, sich gegenseitig behindernden oder unterstützenden Strukturen mischen. Diese Sicht auf Trauerprozesse entspricht dem aktuellen Stand der internationalen Trauerforschung. Mit dem Kaleidoskop des Trauerns ist nun ein leicht zugängliches Bild vorhanden, das endgültig die Idee von nacheinander ablaufenden Phasen oder Schritten im Trauerprozess ablöst.

Mehr Informationen und Unterlagen zum „Kaleidoskop des Trauerns" finden Sie unter www.chrispaul.de/tide-shop.

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10. Wiener Hospiz- und Palliativtag "Trauma und Palliative Care"

24.4.2019

Die existenzbedrohende Angst um unser Leben oder der Tod eines geliebten Menschen gehören für viele zum Schlimmsten, was passieren kann. Enorme Ereignisse im Krankheitsverlauf sowie im Prozess des Sterbens; Situationen, die gewaltig überfordern, da sie anders verlaufen, als geplant und vorgestellt; nicht zuletzt das Gefühl, in dieser Überforderung allein zu sein mit dem, was überwältigend ist etc.

Wenn wir hautnah Ohnmacht und Hilflosigkeit erleben, geraten wir nicht selten in Mitleidenschaft. Wir bekommen es mit der Angst zu tun und fragen, wie kann ich noch hilfreich sein, wenn ich mehr betroffen bin als mir lieb ist?

Alle traumatisierenden Situationen sind geprägt von subjektiv empfundener Überwältigung und Überforderung durch das Geschehen oder das Bild und die Vorstellung von diesem.

Das akute Trauma löst oft viel Mitgefühl aus, nicht nur bei Familie und Freund*innen sondern im gesamten Umfeld und bei manchen Katastrophen sogar weit darüber hinaus. Diese breite Akzeptanz schlägt dann aber nicht selten schnell um in Unverständnis und Ignoranz. So ist die Würdigung und Anerkennung von traumatisierendem Erleben und den unterschiedlichen Weisen, damit umzugehen, einigermaßen zu Rande zu kommen, von entscheidender Bedeutung.

10. Wiener Hospiz- und Palliativtag „Trauma und Palliative Care“

Nach den Grußworten von Christian DEUTSCH, Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat, Waltraud KLASNIC, Präsidentin des DV Hospiz Österreich und Privat Dozentin Dr. Gudrun KREYE, Leitende Ärztin der Palliativstation des Uniklinikums Krems  für die Österreichische Palliativgesellschaft, wurde in einer Schweigeminute des verstorbenen langjährigen WiHoP-Kollegen Bernhard STAPEL (*20.10.1960  +19.3.2019) gedacht.

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Bernhard Stapel war ein „Urgestein der Hospizbewegung“, Gründungsmitglied der OPG, viele Jahre lang Leiter des Mobilen Palliativteams des Wiener Hilfswerkes und engagiert für die Weiterentwicklung von Palliative Care - nicht zuletzt im Blick auf die Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Als Ouvertüre zum Tagungsthema erzählte Dr. Tilli EGGER von einer Schlüsselbegegnung mit einer Patientin, deren zunächst verstörendes Verhalten durch die anschließende menschliche Begegnung verständlich und im Sinne ihres früheren traumatisierenden Erlebens als absolut sinnvoll nachvollziehbar wurde.

Im Folgenden gab Dr. Thomas WOCHELE-THOMA, Facharzt für Psychiatrie, Komplementärmediziner, Psychotherapeut und Ärztlicher Leiter der Caritas der ED Wien eine Einführung und Orientierung zum Thema Trauma.

Dr. Udo BAER (Berlin), Gesundheitswissenschaftler, Diplom-Pädagoge, Kreativer Leibtherapeut AKL, Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter der Zukunftswerkstatt therapie kreativ und des Instituts für soziale Innovation (ISI) sowie des Instituts für Gerontopsychiatrie, Vorsitzender der Stiftung Würde und vielfacher Buchautor nahm den Titel seiner jüngsten Publikation (gemeinsam mit seiner Frau Dr. Gabriele Frick-Baer) auf: Kriegserbe in der Seele. Was Kindern und Enkeln der Kriegsgeneration wirklich hilft.

Wie beachtenswert die Traumafolgen gerade für die Sterbebegleitung sind, belegt die Tatsache, dass zwei Drittel der Menschen über 70 in Krieg und Nachkriegszeit traumatisiert worden sind. Ein Drittel der Frauen musste auch in „Friedenszeiten“ eine traumatische Erfahrung machen. Die Folgen werden oft in der letzten Lebensphase wieder lebendig. So ist das Verstehen der vielfältigen emotionalen Folgen und der notwendigen Überlebensstrategien entscheidend für eine würdigende Anerkennung des Erlittenen und für einen hilfreichen menschlichen Umgang in der gegenwärtigen Situation, gerade wenn diese wieder belastend und existenziell bedrohlich erlebt wird.

Dr.in Theresa SELLNER-POGÁNY, Allgemeinmedizinerin und Psychologin, Ärztin für Psychotherapeutische Medizin (systemische und Familientherapie), Palliativmedizinerin und Ärztliche Leiterin des Mobilen Caritas Hospiz der ED Wien nahm die Frage auf: Wie begegnen uns und wie begegnen wir in unserer hospizlichen Arbeit Menschen, die offenkundig oder vermutlich traumatisiert sind?

Der HospizChor hat die über 150 versammelten Personen in den zweiten Teil des Symposiums eingestimmt und schließlich auch zum Mitsingen animieren können.

Mag.a Silvia LANGTHALER, diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, Pädagogin, Psychotherapeutin und Leiterin des Roten Anker des CS Hospiz Rennweg hat zum „Trauern als Lösung“ ermutigt und mit dem „Kaleidoskop der Trauer“ (Chris Paul) Zugänge dargestellt, wie Trauerprozesse gerade bei durch traumatische Erfahrungen erschwerenden Umständen unterstützt werden können.
In einer dialogischen Gesprächsrunde wurden die einzelnen Beiträge noch einmal vertieft und auch auf Fragen, Erfahrungen und Anliegen des Teilnehmenden eingegangen.

Die vielfältigen Resonanzen zu dieser Veranstaltung bestätigen, dass mit dem Trauma-Fokus ein bedeutsamer Aspekt für eine angemessene Begleitung von Menschen am Lebensende sowie für herausfordernde Trauerwege thematisiert worden ist.

PDF-Datei: Einladung und Programm

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PDF-Datei: Trauer und Trauma_Langthaler

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PDF-Datei: Psychotrauma & Palliative Care_Thomas Wochele-Thoma

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Die Kunst der Begleitung. Was die Gesellschaft von der ehrenamtlichen Hospizarbeit wissen sollte.

25.3.2019

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Bildungsreise nach Israel

12.–19.3.2019

Als unsere 27-köpfige Reisegruppe am David Ben Gurion Flughafen von Tel Aviv landete, betrat sie ein politisch unruhiges Land. Schon auf der abendlichen Busfahrt nach Jerusalem wurden  wir über die mögliche Sperre einiger unserer Reiseziele informiert, was dann Gottseidank nicht eintraf.
Ja, wir hätten von Demonstrationen, abgefeuerten Raketen, Steinwürfen und Schüssen gar nichts bemerkt, hätten nicht die Fernsehnachrichten im Hotelzimmer darüber berichtet.

Israel: ein sich rasch veränderndes Land. Wer vor zwei Jahrzehnten das letzte Mal hier war, sieht mit Staunen riesige Autobahnkreuzungen und belebte Hochhausviertel, wo vor kurzem noch Beduinen ihre Herden weideten. Und wer sich wie wir auf eine Reise zur Hochsaison der Touristen und Pilger einlässt, muss die Heiligen Stätten mit zahllosen Busladungen aus aller Herren Länder teilen. Nur die inzwischen standardmäßige Ausrüstung aller Gruppen und Guides mit Empfängern und Headsets ermöglicht ein Mithören der Erläuterungen, erleichtert das Zusammenfinden nach der Führung und verhindert, dass verlorengegangene Pilger ratlos umherirren und in der Unmenge fast identer Autobusse den eigenen nicht mehr wiederfinden.
Genug der Bemerkungen – es war eine interessierte und offene Gruppe, die zu unserer Israel-Fahrt zusammenkam; viele kannten einander schon aus Pfarr- und Bibelrunden; andere wurden rasch integriert.

Was verhalf uns zu einer gelungenen Kultur- und Pilgerreise?

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Unsere Iris war eine exzellente heimische Reiseleiterin, die viel Geschichte und Aktuelles zu ihrem Land beisteuerte; das „Heilige Land“ war präsent durch die geistlichen Morgenimpulse im Bus, durch die abendlichen Gruppenrunden im Hotel, durch unser spontanes Beten und Singen an den heiligen Orten und durch die sonntägliche Eucharistiefeier in der modernen Kirche von Magdala.

Ein Tag mit Sturm und Regen in Jerusalem verkürzte zwar das Programm, aber alle wichtigen Orte wie Tempelplatz und Klagemauer konnten besucht werden. Für viele war es die erste Begegnung mit den Stätten, wo Jesus gelebt und gelehrt hatte. Trotz der Pilgermassen in der Grabeskirche war spürbar, was diese uralte Kirche so einmalig macht; sie war wohl die Mitte unseres Jerusalem-besuchs.

Ein Ausflug nach Masada und Qumran wurde durch die eindrucksvolle Wüstenlandschaft und die geschichtliche Bedeutung dieser Stätten zum Erlebnis. Und der Tagestrip nach Bethlehem hatte zwei Höhepunkte: den Besuch des Caritas Baby Hospitals und die Kirchen und Plätze rund um die Geburt Jesu. Bedrückend bei all dem: die aktuelle Situation der Bevölkerung und als deren Symbol die massive hohe Mauer zwischen Jerusalem und Bethlehem…
Die nächsten Tage waren dem frühlingshaft grünen Galiläa und dem Golan gewidmet: der See Genezareth mit Tabgha und Kafarnaum, die Bootsfahrt und der Blick vom Berg der Seligpreisungen, ein Besuch Nazareths und Kanas und trotz der herrlichen Landschaft der Jordanquellen mit Blick zum verschneiten Hermon die bedrückend gespannte politische Lage im Golangebiet.

Im abendlichen Magdala feierten wir nicht nur einen gelungenen Abschluss unserer Reise mit der Messe am bootsförmig gestalteten Altar der neuen Kirche – die geschäftige Stadt der Maria von Magdala mit der ältesten Synagoge Israels wurde in der Führung durch die aktuellen Ausgrabungen überaus lebendig.
Den allerletzten Vormittag vor dem Abflug nach Wien nutzten wir noch mit einem „Abstecher in die Zeit der Kreuzzüge“ durch einen Besuch von Akko mit seinen Mauern und Befestigungen. Hier wurde für uns Österreicher die Geschichte mit Richard Löwenherz und Leopold V. zur Gegenwart.

Einige bildhafte Eindrücke sollen diese Reiseskizze ergänzen.
Wir sind beschenkt heimgekehrt.

P. Friedrich Sperringer SJ
Reiseleitung

Das Kardinal König Haus bietet regelmäßig Bildungsreisen mit P. Friedrich Sperringer SJ an. Die Reisen werden gemeinsam mit "Biblische Reisen" organisiert. Nähere Informationen finden Sie unter Bildungsreisen.

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Erinnerung an Kardinal König an seinem 15. Todestag

13.3.2019

Am 15. Todestag Kardinal Königs kamen über 250 Wegbegleiter/innen und von seiner Botschaft Bewegte ins Kardinal König Haus, um sich an seine Person, seine Gedanken und sein Wirken zu erinnern. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Welchen Sinn hat unser Leben? Diese drei zentralen Fragen des Kardinals beschäftigten auch an diesem Abend.

Bei der Eucharistiefeier mit Christoph Kardinal Schönborn, Bischof em. Maximilian Aichern und vielen Konzelebranten stand die Osterkerze, die sonst an Kardinal Königs Grab steht, im Mittelpunkt. Die Worte und Werke von Kardinal König und Papst Franziskus, an dessen 6. Jahrestag seiner Papstwahl auch dankbar gedacht wurde, geben Zuspruch – und Anspruch: "Arbeiten wir mutig für unsere Mitmenschen weiter, im Geiste Kardinal Königs und im Sinne von Papst Franziskus!", so Bischof em. Aichern. Beide bewegten und bewegen vieles, das nicht einschlafen darf.

Beim anschließenden Festakt im Karl Rahner-Saal gab es persönliche und inspirierte Rück- und Einblicke in die Person, das Wirken und die zentralen Anliegen Kardinal Königs. Dr.in Annemarie Fenzl sprach über "Kardinal König und seine Botschaft", ein Kurzfilm, in dem Kardinal König über das Konzil spricht, leitete zu Weihbischof Dr. Helmut Krätzls Beitrag "Kardinal König, das Konzil und die Wiener Diözesansynode" über. "Woher wir kommen, wohin wir gehen. Die Erforschung der Ewigkeit" trug Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber vor. Dr. Rainald Tippow berichtete in "Welchen Sinn hat unser Leben? Einsatz für die Menschen am Rand" über die Arbeit pfarrlicher Caritaskreise, für die als ein posthumes Geschenk des Kardinals an seine Pfarren an dem Abend auch gesammelt wurde.

Mit einem kurzen Vortrag von Friedrich Prassl SJ zum Papstwahltag, den Sie hier nachlesen können, und einem Filmdokument vom 13. März 2013 endete der gelungene Abend.

Einen ausführlichen Bericht über die Gedenkveranstaltung finden Sie bei Kathpress.

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...und 35 weitere Fotos.

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Trau dich, es ist dein Leben! Die Kunst, mutig zu sein.

28.2.2019

Mutig waren Sr. Melanie Wolfers SDS und die Pianistin Milly Groz. Sie traten in einen spontanen, improvisierten Dialog. Melanie Wolfers schöpfte aus ihrem Buch "Trau dich, es ist dein Leben. Die Kunst, mutig zu sein“. Milly Groz antwortete auf dem Klavier und schuf so Zwischenräume des Nach- und Vordenkens. Konzentriert und gespannt lauschten 160 Personen diesem Klavier-Wort-Dialog.
Horchen Sie doch auch!

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...und 1 weiteres Foto.

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Sie wirkt weiter bis heute...
Dankbares Gedenken an Sr. Hildegard Teuschl CS (3.9.1937 - 18.2.2009)
Kurzsymposium Zuhause leben bis zuletzt?! Möglichkeiten und Grenzen für ein Sterben daheim

18.2.2019

Am 18.2.2019 – zehn Jahre nach dem Tod von Sr. Hildegard Teuschl CS - versammelten sich ihrer gedenkend zahlreiche Weggefährt/innen und Freunde zu einem Kurzsymposium im Kardinal König Haus. 

Eingeladen zu diesem Kurzsymposium im Gedenken an Sr. Hildegard Teuschl CS hatten die Kardinal König Stiftung, das Kardinal König Haus und die Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis. Und Sr. Hildegard hat – auch nach 10 Jahren – den Rahner-Saal wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. 

Grußworte sprach Caritas Präsident Dr. Michael Landau, der eine bessere rechtliche Absicherung der Palliativmedizin und Palliativpflege in Österreich forderte und darauf hinwies, das MOMO, Wiens mobiles Kinderhospiz, das von CS Caritas Socialis, der Caritas und MoKi-Wien getragen wird, noch immer spendenfinanziert sei und klare Ansagen einer dauerhaften Finanzierung brauche.
Die Präsidentin des Dachverbands Hospiz Österreich, Waltraud Klasnic erzählte, dass Hildegard Teuschl ihr die Aufgabe der Präsidentin des Dachverbands zugetraut habe und sich die österreichischen Hospiz- und Palliativlandschaft in den vergangenen 10 Jahren gut weiterentwickelt habe.

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Im Rahmen des Abends stellte Christine Hintermayer, CS Betreuung zu Hause, das Projekt HPC Mobil (Hospizkultur und Palliative Care in der Mobilen Pflege- und Betreuung) vor, das vom Dachverband Hospiz Österreich und vier Trägern durchgeführt wurde, um die Kompetenz und Haltung der Mitarbeiter/innen, aber auch Strukturen und Abläufe in den Einrichtungen für die Begleitung am Lebensende zu Hause weiter zu entwickeln. Das Pilotprojekt wird nun österreichweit ausgerollt.

Fünf langjährige Weggefährt/innen von Sr. Hildegard Teuschl stellte Christian Metz, Bereichsleiter von Hospiz, Palliative Care, Demenz im Kardinal König Haus, als Moderator vor mit ihren lebendigen und berührenden Erinnerungen an Sr. Hildegard Teuschl CS.
Sr. Karin Weiler CS lud all jene ein, die von Sr. Hildegard als leidenschaftlicher Vernetzerin einmal für eine Aufgabe gewonnen wurden, aufzustehen. Und es stand fast der halbe Saal auf! 
P. Klaus Schweiggl SJ, langjähriger Hospizseelsorger, Leena Pelttari, die Geschäftsführerin des Dachverbands Hospiz Österreich und langjährige enge Mitarbeiterin von Sr. Hildegard sowie die beiden Palliativmediziner/innen Dr. Dietmar Weixler und Sr. Annette Henry sprachen über ihre persönlichen Erinnerungen an Sr. Hildegard und über das, was sie ihnen bis heute bedeutet.

Im zweiten Teil des Abends übergab Prof. Erich Leitenberger den Kardinal König Förderpreis der Kardinal König Stiftung zugunsten der Einführungskurse für ehrenamtliche Hospizbegleiter/innen an Sr. Karin Weiler CS, die diese Kurse im Kardinal König Haus seit vielen Jahren mit ihrem Team leitet.

Frau Dr. Annemarie Fenzl teilte zum Thema "Zuhause leben bis zuletzt" ihre Erfahrungen beim Sterben von Kardinal Franz König. Der langjährige Sekretär Kardinal Königs, Gynäkologe und Theologe Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber sprach über die bemerkenswerten Parallelen zwischen Geburt und Sterben – im Spannungsbogen unseres Lebens, den Kardinal König zeitlebens benannt hat: „wo kommen wir her – wo gehen wir hin...

Sr. Hildegard Teuschl CS (* 3. September 1937 in Wien als Waldtraud Maria Teuschl; † 18. Februar 2009 in Wien), Schwester der Caritas Socialis, ist eine der "Mütter und Väter" (wie ein Buchtitel sagt) der österreichischen Hospizbewegung. Über die Bildungsarbeit half sie der Hospizidee in Österreich zum Durchbruch. Sie war die erste Präsidentin des Dachverbands Hospiz Österreich. Das Kardinal König Haus verdankt ihr wichtige Impulse für die Gründung der Bereiche Hospiz, Palliative Care, Demenz, ASOM, Ordensentwicklung und die Mitarbeit im Bereich Spiritualität und Exerzitien. Hinter dem Kardinal König Haus ist ein Weg nach ihr benannt.

Sr. Karin Weiler CS

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...und 5 weitere Fotos.