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Eintauchen in die Stille

17.2.2020 | Spiritualität und Exerzitien

Es kann ganz verschiedene Gründe geben, warum sich jemand Ruhe und Stille wünscht. Abstand gewinnen von einem arbeitsreichen Alltag, Klarheit finden in einer persönlichen Frage, wieder zurückfinden zu dem, was mir in meinem Leben wirklich wichtig ist. Zugang finden zur inneren Quelle, zum Gott meines Lebens … In jedem Menschen gibt es einen inneren Raum der Stille. Mag auch der Weg dorthin nicht  sofort zu erkennen sein oder mag er zugewachsen sein wie in einem Dornröschenwald – es gibt ihn, diesen Weg zu unserem inneren Raum der Stille.

Bei den Kontemplationstagen im Frühling wird es einen äußeren Rahmen der Stille geben, der dabei hilft, den Weg nach innen zu gehen. Einfache Übungen helfen dabei. Auf dem kontemplativen Weg üben wir uns in der Wahrnehmung. In der Natur sein und wahrnehmen – einmal ganz im Augenblick da sein – im Schauen sein oder im Hören... Wir üben und lernen aufmerksam zu sein. Den Leistungsdruck loslassen und hin zum liebevollen Wahrnehmen dessen, was sich mir jetzt gerade zeigt. Die Wahrheit zulassen. In ein einfaches Dasein kommen. Mir bewusst werden, dass Gott ein Gott der Gegenwart ist. Gott ist der „Ich bin da“, so wie er sich dem Mose am brennenden Dornbusch offenbart hat. Er spricht zu mir in Jesus Christus, der sagt: „Das Wasser, das ich dir geben werde, wird in dir zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt“ (Joh 4,4).

Das Angebot ist sowohl für Einsteiger*innen geeignet als auch für jene, die wieder neu anknüpfen oder den Weg vertiefen möchten.
Alle Informationen und Anmeldung finden Sie hier: www.kardinal-koenig-haus.at?va=28134

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Kritische Achtsamkeit in Organisationen fördern

6.2.2020 | Hospiz, Palliative Care, Demenz

Distanziert habe ich mich lange Zeit zu den Begriffen Selbstmitgefühl und Selbstachtsamkeit verhalten. Zu selbstbezogen sind mir diese Konzepte erschienen. Und ein wesentliches Element der Praxis von „Mindfulness“, einer Achtsamkeitspraxis, die derzeit vielerorts und in verschiedenen Kontexten angewandt wird, ist der Verzicht auf Bewertungen. Wie soll das gehen: In einer Leitungsposition nicht zu werten? Wo doch unsere Fähigkeit zu gestalten, zu interagieren, eine Wahl zu treffen immerfort Werturteile erfordert?
Am Konzept der Achtsamkeit spricht mich gleichwohl vieles an: ich weiß um die nährende Kraft des Innehaltens und Innewerdens, der Unterbrechung, der Abkehr von der Eile. Nicht nur in der Betreuung ist mir die Stille kostbar geworden. Seit ich in der Leitung bin, brauche ich diese Zeiten noch mehr als früher. Übungen, die in die Präsenz, ins Gewahrsein des Augenblicks führen, sind für viele Menschen in der Hospiz- und Palliativarbeit unersetzliches Werkzeug.
Meine Erfahrung ist, dass es oft zunächst der Pause, der Unterbrechung, des Verzichts auf die rasche Antwort bedarf, wenn die Zeit nicht reif ist. Die Beziehungen, in denen wir stehen, sind meistens keine einfachen und eindeutigen, sondern vielschichtig und vielfältig, ambivalent und asymmetrisch, verletzlich oder gebrochen.

Zutaten für die Praxis von Achtsamkeit in der Organisation
In Organisationen braucht es dafür Räume und Zeiten, die gut im Alltag Platz finden können: in Eingangsrunden, in denen dem Ausdruck von Stimmungen, der Verbindung von privatem und beruflichem Leben Raum gegeben wird; in regelmäßiger Reflexion über die Ziele der Organisation, über die Inhalte des Leitbilds, der Orientierung unseres alltäglichen Handelns an unserem Auftrag. Irritationen geben dafür den Anlass und sind wichtige Hinweise. Da dürfen Leitungspersonen kreativ sein. Auch eine Pflege der Feedbackkultur gehört dazu. Nach einer Krise in unserer Organisation haben wir uns darauf verständigt, dass wir einander nicht nur positive Rückmeldung geben, sondern auch schwierige Erfahrungen in Offenheit und Transparenz miteinander teilen. Oft sagt die Irritation auch etwas über die Gesamtorganisation aus, ist diagnostisch fürs größere Ganze, eine Entwicklungschance für den Einzelnen und die Gesamtorganisation.
Achtsamkeit in der Organisation zu fördern heißt, den Alltagserfahrungen Beachtung zu schenken und sie daraufhin zu prüfen, was sie uns zu sagen haben. Die Maßnahmen dienen der Selbstsorge und dem Mitgefühl. Sie entlasten Supervision und beugen Krisen vor. Menschen, die dazu nicht bereit oder fähig sind, verlieren sich in einer Organisation, die mit schwer kranken und sterbenden Menschen zu tun hat. Die Organisation verliert sie. Dieser Verlust hat viele Gesichter: Kündigung, Bruch, innere Emigration, Erschöpfung.

Verletzlichkeit und Gastfreundschaft
In der ursprünglichen spirituellen Orientierung der Achtsamkeitspraxis liegt eine Handlungsmotivation, die stets über das eigene Wohlergehen hinausgeht, dieses transzendiert. Das ist der eine Strang, der zu beleben ist, für den der Gegenwartsbezug herzustellen ist: Wo ist diese Transzendenz erfahrbar? Wie kann in unserer pluralen Welt der Transzendenzbezug überhaupt zu gemeinsam erlebter Erfahrung werden, die für die Arbeit fruchtbar ist? Sodass unser Gestalten nützlich und heilsam ist? Wie gehen wir mit der Erfahrung von Leiden, Begrenztheit, Ungenügen um in unserer aufgeklärten Welt, die sich weithin dem Glück, der Grenzenlosigkeit und der Perfektion verschrieben hat?
Die Antwort von Henri J.M. Nouwen in seinem Essay über den verwundeten Heiler ist schlicht: Zunächst, indem wir die eigene Verletzlichkeit wahrnehmen, uns als Verwundbare begegnen. Dabei geht es in diesem Zusammenhang gar nicht um die großen existenziellen Erfahrungen: Es sind auch die ganz alltäglichen Grenzen – die Grenzen des Verständnisses, die Grenzen der Fähigkeiten, die Grenzen der Kraft – die weh tun.
Dann führt Henri Nouwen, überraschend, Gastfreundschaft an als die Atmosphäre, in der Verwundetes heilen kann. Die Elemente, die Gastfreundschaft möglich machen, so schreibt er, sind Konzentration und Gemeinschaft. Achtsamkeitspraxis als eine konzentrierte reflektierende und erfahrungsbezogene Auseinandersetzung mit der Welt stellt den Menschen selbst anders in die Welt. Sie führt zunächst hinein in die eigene Bedürftigkeit. Wo sie gelebt wird, stößt sie Diskurse an, in denen es um das Wesen der Dinge geht.
Wenn also Zeit für Konzentration und Raum für Gemeinschaft ist, können Irritation, Destabilisierung und schmerzhafte Erfahrungen fruchtbar für Entwicklung und Sinnstiftung werden. So ergibt sich als zentrale Aufgabe für Menschen in Leitungsfunktionen, heilsame gastfreundliche Räume von Konzentration und Gemeinschaft zu gestalten und zu pflegen.

Dr.in med. Elisabeth Medicus, langjährige ärztliche Leiterin der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Sie wollen sich näher der Bedeutung kritischer Achtsamkeit in Einrichtungen der Hospiz- und Palliativbetreuung auseinandersetzen? Am 29.5.2020 hält Elisabeth Medicus gemeinsam mit Patrick Schuchter dazu ein Seminar im Kardinal König Haus: www.kardinal-koenig-haus.at?va=28619

Literatur:
• Conradi E./Vosman F. (Hg.): Praxis der Achtsamkeit. Schlüsselbegriffe der Care-Ethik. Campus-Verlag 2016.
• Conradi E.: Take Care. Grundlagen einer Ethik der Achtsamkeit. Campus-Verlag 2001.
• Nouwen H.J.M.: The Wounded Healer. Doubleday & Company 1972.
• Kegan R./Laskow Lahey L.: An Everyone Culture. Becoming a Deliberately Developmental Organisation. Harvard Business Review Press 2016.
• Rösing I.: Der verwundete Heiler. Kritische Analyse einer Metapher. Asanger 2007.

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Was wird die Zukunft bringen?

16.1.2020 | Von unseren Gästen im Seminarzentrum

Das „Formation Gathering“ von 2. bis 5. Jänner 2020 im Kardinal König Haus war nicht nur ein Treffen junger Jesuiten aus den vier Provinzen GER (Deutschland, Schweden), HEL (Schweiz), LIT/LAT (Litauen und Lettland) und ASR (Österreich und Südtirol), welche ab 2021 zusammen die neue Provinz ECE (Europa Centralis) bilden werden. Alle vier (Noch-)Provinziäle, unser Ausbildungsdelegat sowie vier Gäste aus anderen Provinzen RAN (Ranji, Indien), RUS (russische Region), KHM (Kohima, Indien), MDU (Madurai, Indien) und EOF („Frankophones Westeuropa“) waren mit dabei.

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Insgesamt nahmen 37 Jesuiten am Treffen teil. Eine Frage stand dabei im Mittelpunkt: Was sind unter uns jungen Jesuiten im Blick auf die zukünftige Provinz ECE mit ihren Apostolatsfeldern und Strukturen unsere Erwartungen, Hoffnungen aber auch Bedenken und Sorgen?

Das „Formation Gathering“ war vonseiten der Provinziäle eine Gelegenheit, uns Scholastiker in die neue ECE-Struktur mit hineinzunehmen. Sie haben die Strukturen vorgestellt und unser Echo darauf gehört. Auch haben wir miteinander über die apostolischen Felder geredet. Das Treffen gab uns Raum für unsere Ideen, Visionen und Träume. Hilfreich dabei war die Moderation durch Mag. Georg Nuhsbaumer, den Leiter des Programmbereichs Christlich inspirierte Führung und Organisationskultur im Kardinal König-Haus sowie Moderator des „ECE-Prozesses“.

Als besonders gastfreundlich und herzlich erfuhren wir das Personal im Kardinal König Haus, angefangen vom freundlichen Empfang an der Rezeption über die ausgezeichnete Küche und Bewirtung bis hin zu den sauberen und schönen Zimmern. Gefreut haben wir uns auch über das Grußwort des Direktors P. Friedrich Prassl sowie über die Führungen von P. Gustav Schörghofer in der Jesuitenkirche und P. Michael Zacherl in der Stanislaus-Kostka-Kapelle. Ein herzliches Vergelt’s Gott dafür!

Einstimmig und dankbar können wir als „die Jungen“ feststellen, dass die Grundstimmung, die den ECE-Prozess trägt, hoffnungsvoll und positiv ist. Ein Scholastiker aus HEL sieht im Bild des Tanzens eine wünschenswerte Vision unserer zukünftigen Zusammenarbeit in der Provinz ECE: „Mein Traum ist, dass wir als Jesuiten tanzen lernen. Als Jesuiten tanzen wir zur Musik Gottes. Es ist wichtig, dabei die große Gruppe zu spüren.“ Das nächste Treffen wird in Vilnius (Litauen) stattfinden.

Sebastian Ortner SJ

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Wegsuche in der Stille – Kurzexerzitien für junge Erwachsene

15.1.2020 | Spiritualität und Exerzitien

Es ist wohltuend, einmal für ein Wochenende auszusteigen und Ruhe zu finden. Es ist klärend, in der Stille die inneren Bewegungen wahrzunehmen. Es ist hilfreich, in einem Gespräch die persönliche Situation und die auftauchenden Fragen angehen zu können. In den Kurzexerzitien, die für junge Erwachsene gestaltet sind, wird das möglich.

Es kann sein, dass jemand einfach diese geschützte Auszeit braucht, um wieder zu sich zu kommen. Es kann sein, dass sie oder ihn eine Situation oder Frage beschäftigt, die man Gott hinlegen und auch mit jemanden besprechen möchte.

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Vielleicht aber steht auch eine Entscheidung an, für die man sich Zeit nehmen möchte. Im Schweigen und in persönlichen Gebetszeiten sowie im Begleitungsgespräch soll für all das Raum gegeben sein.

Nach diesen Tagen wirken alle irgendwie immer gesammelter, aufgeräumter, hoffnungsvoller. Ein neues Bewusstsein kann wachsen, dass Gott alle Wege mitgeht. Und es entstehen im Schweigen Brücken zueinander.

Zweimal im Jahr bieten wir im Kardinal König Haus diese Exerzitien für junge Erwachsene an, einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Darüber hinaus gestalten wir Jesuiten gemeinsam mit Schwestern aus Ordensgemeinschaften noch weitere solche Exerzitien an anderen Orten. Diese Exerzitien-Tage wollen helfen, sich selber, Gott und dem Nächsten wieder einen Schritt näher zu kommen.

P. Josef Maureder SJ

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Die Qualität von Beziehungen im Fokus – Gabriele Hetzmannseder im Interview zum Wesentlichen des Sozialmanagements

13.1.2020 | Akademie für Sozialmanagement

Das ASOM Symposium 2020 trägt den Titel Das Wesentliche Managen. Was ist für Sie das Wesentliche im Sozialmanagement? Worauf kommt es an?
Das Feld der Sozialen Organisationen ist spezifisch: Die Dienstleistungsanforderungen sind aufgrund der individuellen Bedürfnisse der Menschen, die wir begleiten, täglich andere. Die Qualität ist nur bedingt messbar. Soziale Organisationen sind kleinteilig und disloziert, in multiprofessionellen Teams organisiert. Die Finanzierung erfolgt vorrangig über die öffentliche Verwaltung, die ihrerseits von politischen Schwerpunktsetzungen abhängig ist. Das sind höchst spannende Herausforderungen!

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Das Wesentliche im Sozialmanagement besteht für mich darin zu erkennen, dass der Wert und die Qualität der zu erbringenden Dienstleistung mit der Qualität der Begegnung von Menschen steht und fällt. Dies betrifft die Interaktionen der Mitarbeitenden mit den Kund¬*innen, die sie begleiten, und die Interaktionen aller Mitwirkenden in der Organisation. Die Haltung und Persönlichkeit jeder und jedes Einzelnen zählt.
Dafür braucht es hohe fachliche Kompetenz aller Beteiligten und motivierende Rahmenbedingungen: Das betrifft Strukturen und Qualitätsmanagement, Recruiting, Personalentwicklung und Führung der Mitarbeitenden. Dieser Rahmen soll es Mitarbeiter*innen ermöglichen, den komplexen Arbeitsauftrag bestmöglich umzusetzen und dies engagiert und gerne zu tun.

Hat sich das im Laufe Ihres Berufsleben verändert? Was ist schon seit Jahrzehnten wesentlich? Was ist neu?
Hohe Qualität der Interaktionen war immer schon wichtig. Über die beinahe 30 Jahre, die ich als Führungskraft tätig bin, kam es zu sehr positiven Entwicklungen wie z.B. zu Ausdifferenzierungen der Dienstleistungen, zu kleineren Organisationseinheiten im Sinne einer erhöhten Kund*innenorientierung, zu Standardisierung und Professionalisierung und Anwachsen von Managementkompetenz. Aber auch Überreglementierungen, Absicherungstendenzen und immer detailliertere Rechtfertigungsanforderungen gegenüber Kostenträgern sowie, damit verbunden, die Reduktion auf wirtschaftliche Effizienz waren Entwicklungen dieser Jahre.
Neu ist, und das sehe ich als wichtige Gegenbewegung, dass nun die Basis der Sozialen Arbeit, die Werte und die Qualität von Beziehungen wieder mehr Gewicht erhalten. Untermauert durch empirische Untersuchungen werden die menschlichen Anforderungen an die Soziale Arbeit wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Das freut mich sehr!

Was würden Sie Ihrem 29-jährigen Ich, die gerade in die Führung gekommen ist, aus heutiger Sicht raten?
In der damaligen Situation gab es kaum definierte Rahmenbedingungen, keine definierten Kommunikationsstrukturen, keine standardisierten Einschulungen oder sonstige Standardisierungen in der Organisation, was ich schon damals sehr kritisch gesehen habe. So gesehen würde ich vielleicht aus heutiger Sicht noch rascher diese Themen ansprechen und weiterentwickeln.
Ich würde aber auch die Vernetzung mit anderen Organisationen verstärkt suchen: mit dem Ziel, die Leistung der sozialen Organisationen sichtbar zu machen und den Stellenwert der Sozialen Arbeit in Politik und Gesellschaft zu erhöhen. Denn die Anforderungen an das Sozialmanagement sind hochkomplex, und die vorhandenen Kompetenzen vor allem hinsichtlich Kommunikation und Führung werden oft unterschätzt – von außen, aber auch von uns selbst.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Was wird 2030 im Sozialmanagement wichtig sein?
Die beschleunigte Entwicklung der letzten Jahre wird weiter gehen – Stichwort Digitalisierung – und wird uns vor völlig neue Herausforderungen stellen. Wir werden noch flexibler und schneller sein müssen, was vielleicht die Chance auf verstärkte Wirkungsorientierung mit sich bringt. Für die Dienstleistungen rechne ich mit erhöhten Anforderungen der Kund*innen, d.h. das Angebot an Dienstleitungen wird noch durchlässiger und differenzierter.
Die Hauptherausforderung sehe ich aber im absehbaren Fachkräftemangel. Hier besteht die Gefahr, dass ein Wettbewerb zwischen den Organisationen entsteht, der die positiven Beziehungen zwischen den Organisationen belastet. Jene Organisationen, die Fachkräfte mit pflegerischen Qualifikationen brauchen, stehen bereits jetzt in massivem Wettbewerb mit den Gesundheitseinrichtungen und haben die schlechteren Gehaltskarten. Diese Herausforderung können wir auch mit bestem Sozialmanagement nicht bewältigen, hier brauchen wir Unterstützung durch Politik und Kostenträger.

35 Jahre ASOM: Die Wichtigkeit von Führungskräfteausbildungen ist unumstritten. Was macht die ASOM so besonders aus Ihrer Sicht?
Die Führungskräfte sind die Schlüsselpersonen. Speziell vor Ort haben sie großen Einfluss: Ihre Haltung gegenüber Kund*innen und Mitarbeitenden und ihre fachliche Kompetenz beeinflussen die Stimmung im Team, die Motivation der Mitarbeitenden und die fachliche Qualität – damit steuern sie die Qualität der Dienstleistung ganz wesentlich.
Das Besondere an den ASOM Führungskräfteausbildungen ist aus meiner Sicht die ideale Verbindung zwischen Theorie und Praxis. Coachingtage und Besuche der Teilnehmer*innen in den Organisationen etwa werden von den Führungskräften als sehr bereichernd erlebt.
Zudem weiß ich, dass die fachlichen Inhalte für Führungskräfte state of the art sind – die ASOM ist am Puls der Zeit. Und ich habe die Sicherheit, dass die Haltung, die den Führungskräften vermittelt wird, jene Haltung ist, die in sozialen Organisationen erforderlich ist: ein Menschenbild im Sinne von Wertschätzung und Begegnung auf Augenhöhe.
Schließlich unterstützt die ASOM den Dialog zwischen den sozialen Organisationen und Gesundheitsorganisationen – das ist bereichernd für alle!
35 Jahre ASOM – da kann ich nur ganz herzlich gratulieren und wünsche uns im Sozialmanagement noch weitere 35 Jahre mit diesem kompetenten Partner für Führungskräfteentwicklung!

Danke für die lieben Wünsche Fr. Hetzmannseder und herzlichen Dank für das Interview!

Mag.a Gabriele Hetzmannseder, MBA ist Geschäftsführerin von HABIT – Haus der Barmherzigkeit Integrationsteam GmbH. Sie ist eine der Keynote-Speaker*innen beim ASOM-Symposium am 14.1.2020. Das Interview führte Johannes Jurka.