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Hospiz, Palliative Care und Demenz

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Unsere aktuelle Programmbroschüre finden Sie hier zum Download: 

PDF-Datei: Programm Wintersemester 2018/19 (973 KB)

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Bildungsprogramm

Die Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Palliativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen und am Thema Interessierte.

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Sa. 30.03.2019
9.00 Uhr
Grundlagen der Kommunikation bei Demenz
Einführung in die Validation nach Naomi Feil
Sa. 30.03.2019 (27125)
Seminar
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Seminar

Validation nach Naomi Feil ist eine Methode, um mit alten mangelhaft orientierten und desorientierten Menschen zu kommunizieren und ihr Verhalten besser zu verstehen. Der Begriff Validation bedeutet übersetzt soviel wie "für gültig erklären", "wertschätzen". Validation basiert darauf, den verwirrten alten Menschen in seinen Gefühlen, Äußerungen und Handlungen ernst zu nehmen, nicht zu korrigieren, sondern ihn in seiner Realität zu begleiten. Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundhaltung der Validation, in ihre Theorie (Prinzipien, Phasen der Desorientierung etc.) und ihre Techniken.
Zielgruppe: Angehörige sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, die nach verbesserten Möglichkeiten der Kommunikation mit alten, pflegebedürftigen und an Demenz erkrankten Menschen Ausschau halten.

Referierende

Referierende:

Martina Hunyadi, Validationslehrerin nach Naomi Feil, LIMA-Trainerin, Ergotherapeutin

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 18.00 Uhr

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Di. 02.04.2019
9.00 Uhr
Demenz und Hoffnung
Widerspruch oder Auftrag?
Di. 02.04.2019 (26041)
Seminar
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Seminar

"I have a dream," sagte Martin Luther King als Hoffnungsträger für die schwarze Bevölkerung der USA.

"Die ihr eintretet, lasst alle Hoffnung fahren!" steht über dem Tor zur Hölle in D. Alghieris Göttlicher Komödie.

Ich, Sabine Baumbach, habe folgenden Traum: dass Menschen mit Demenz Hoffnung erfahren können und dürfen durch uns Betreuungs- und Pflegepersonen. Dass ihnen in Einrichtungen und Pflegesituationen trotz zunehmender Abhängigkeit die Hoffnung nicht genommen, sondern auch diese gepflegt wird.

Das buchstabiere ich als:

H - Halten und Bindung erfahren
O - Orientieren und sich zurechtfinden
F - Folgen und verstanden werden
F - Fördern und Fähigkeiten zulassen
N - Not verstehen und lindern
U - Ungemach in Wohlgefühl
verwandeln
N - Neigungen erkennen
G - Glück erleben

Es gibt viele Konzepte, die uns dabei helfen sollen und können, Menschen mit Demenz nahe zu sein, sie zu verstehen, mit ihnen in Kontakt zu treten. Besonders geeignet scheint mir aus meiner Erfahrung die personenzentrierte Pflege nach Tom Kitwood, die geprägt ist von Bindung, Wärme und Fürsorge, die wird dem Menschen mit Demenz zukommen lassen. Im Seminar wollen wir die Prinzipien des Konzepts der Personenzentrierte Pflege/ Betreuung in Hinblick auf Hoffnung erkunden. Und das, was Christian Müller-Hergl im Kontext der Fürsorge "stellvertretende Hoffnung" nennt.

Wir werden gemeinsam reflektieren:
- Welche Hoffnung haben wir für die Wirkung unserer Handlungen?
- Empfinden wir die Diagnose Demenz als Ende aller Hoffnung?
- Worauf hoffen wir für die Menschen, die wir begleiten - und für uns selbst?
- Welche Atmosphäre herrscht in unserem Arbeitsbereich - was spüren die Menschen mit Demenz dort an Schutz und Hoffnung?

Daraus leiten wir ab, wie wir zu stellvertretenden Hoffnungsträgern für die Menschen mit Demenz werden können. Und damit heilsam begleiten und stärkend pflegen.

Referierende

Referierende:

Sabine Baumbach

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 18.00 Uhr

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Mi. 03.04.2019
9.00 Uhr
Herausforderung Demenz bei Menschen mit Lernschwierigkeiten
Mi. 03.04.2019 (26947)
Seminar
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Seminar

Menschen mit Lernschwierigkeiten (früher: geistige Behinderung) haben im Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung ein vielfach höheres Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Dies trifft insbesondere auf Menschen mit Down Syndrom zu. Jede/r Dritte in der Altersgruppe 50-60 Jahre wird davon betroffen sein. Die dadurch einhergehenden Verhaltensveränderungen verursachen häufig Konflikte mit Arbeitskolleg/innen oder Mitbewohner/innen. Betreuungskräfte bringen diese Verhaltensänderungen zunächst nicht mit einer Demenzerkrankung in Verbindung und erreichen in ihrer pädagogischen Arbeit häufig die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Das Goethe Zitat: „Man sieht nur, was man weiß“, ist keine leere Formulierung, sondern verweist auf den Umstand, dass uns nur Dinge auffallen können, über die wir Hintergrundwissen besitzen. Dieses Hintergrundwissen zu Ursachen, Symptomen und zur Diagnostik einer Demenz bei Menschen mit Lernschwierigkeiten wird vermittelt und mit konkreten Einschätzungsinstrumenten ergänzt.

Das Thema Umwelt-Stressoren ist Bestandteil des Basiswissens in der Begleitung von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Die individuelle Umweltkompetenz wird durch eine Demenzerkrankung beeinträchtig und die Reaktionen der Betroffenen sind häufig eine Herausforderung für die Betreuungskräfte. Hier geht es um Umweltanpassung und Aspekte der baulichen Gestaltung.

Das Seminar basiert auf den aktuellen Erkenntnissen und Erfahrungen speziell aus den internationalen Forschungsfeldern und die Inhalte werden praxisnah vermittelt. Die Teilnehmer/-innen erhalten umfangreiche Arbeitsmaterialien für den Einsatz in ihrem Arbeitsfeld.

Zielgruppen
Alle Mitarbeiter/innen aus Wohneinrichtungen oder Werkstätten der Behindertenhilfe

Leitung

Leitung:

Christina Kuhn, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Demenz Support Stuttgart, Studium Empirische Kulturwissenschaft und Pädagogik, examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr

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Di. 09.04.2019
9.00 Uhr
"Hilfreiche Nähe - heilsame Distanz"
Balance finden zwischen Bindung und Abgrenzung
Di. 09.04.2019 (24379)
Seminar
24379

Seminar

Ganz beim anderen zu sein, ohne dabei außer sich zu geraten, ist ein spannender Balance-Akt und eine wichtige Fähigkeit in der Betreuung und Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen. Wie viel Nähe lasse ich zu und biete ich selbst an, wieviel Distanz ist erforderlich, um (ausreichend) innerlich frei und handlungsfähig zu sein im Umgang mit PatientInnen, Angehörigen, KollegInnen? In diesem Seminar widmen wir uns vielfältigen Aspekten der professionellen "Beziehungs-Arbeit". Wir sind lebenslang in Beziehung: zu Bezugspersonen, zum eigenen Leben, zur Welt. Das Lebensende steht für die Lösung von Beziehungen, und gerade hier ist es wichtig, Nähe und Distanz bewusst und einfühlsam zu ermöglichen und zu gestalten. Betreuende, die ihre Grenzen klar genug wahrnehmen und kommunizieren, haben die Möglichkeit, ihren PatientInnen und deren Zugehörigen mit Offenheit zu begegnen und sich selbst vor Überforderung zu schützen. Eine Haltung, die hilfreiche Nähe und heilsame Distanz ermöglicht, lässt sich nicht verordnen. Sie lebt vielmehr vom alltäglichen Einüben und entwickelt sich im aufmerksamen Umgang mit sich und anderen. Hierzu werden auch konkrete Übungshinweise angeboten.

Inhaltliche Aspekte und Themen
1.) Nähe und Empathie:
- Ausgeglichen präsent: Bei sich und beim Anderen sein können
- „Warum ich fühle, was Du fühlst“ (Joachim Bauer): Möglichkeiten der emotionalen Resonanz, neurobiologische Grundlagen für
Empathie (‚Spiegelzellen’)
- Erkenntnisse aus der Bindungsforschung (John Bolwby)
- Nähe/Distanz gewähren – insbesondere bei Lebensübergängen
- Nähe ermöglichen: körperliche Berührung – und deren Wirkungen
2.) Distanz und Grenze(n):
- „Professionelle Distanz“? – „Professionelle Nähe“?
- Wie viel Betroffenheit tut Not: wann/ wie/inwieweit sich abgrenzen und betreffen lassen?
- die positive Kraft eines deutlichen „Nein“
- Rechtzeitiges Erkennen von Signalen der eigenen Überforderung: Burnout ist kein Schicksal!
- eigene/fremde Grenzen wahrnehmen, markieren und respektieren
- ‚Schatzsuche statt Fehlerfahndung’: Selbstwert-Stärkung anstelle des Verdachts, nicht/nie/keinem zu genügen
- eigene innere Antreiber identifizieren und entsprechende Gegen-Mittel entwickeln
- (eigene) Ressourcen wahrnehmen und die Widerstandskraft stärken (‚Resilienz’)
3.) Immer wieder neu in Balance kommen im Spannungsfeld von Nähe und Distanz

Methodik
Selbsterfahrungselemente & praktische Übungen (aktivierende Klopf-Übung; Ressourcen-orientierte Tranceübung); kurze theoretische Erklärungsmodelle; Filmausschnitt; Musik

Zielgruppe
Professionelle in Pflege- und Sozialberufen, Ärzte/Ärztinnen, Therapeut/innen, Seelsorger/innen, ehrenamtlich Tätige

Leitung

Leitung:

Dr. Barbara Laimböck, Ärztin, Psychotherapeutin
Dr. Christian Metz, Theologe und Psychotherapeut, Supervisor (Schwerpunkt Sozial- und Gesundheitswesen) sowie Lehrtherapeut und Ausbilder in personzentrierter Psychotherapie (APG-FORUM); Leitung der Kardinal König Akademie für Hospiz, Palliative Care und Demenz in Wien

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr

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Do. 25.04.2019
9.00 Uhr
Was macht Demenz mit Familien?
Kompetenztag für in Demenzbetreuung und -pflege Tätige
Do. 25.04.2019 (26039)
Seminar
26039

Seminar

Demenz verändert Partnerschaften und Familien nicht erst mit der Diagnose, denn dieser gehen oft schon Streit und Angst voraus. Ein Mitglied der Familie verändert sich - und damit oft die gesamte Dynamik. Die Gefühle, die hier ins Spiel kommen, sind stark und wirksam in alle Richtungen. Liebe, Trauer, Angst, Wut.

An diesem Kompetenztag erkunden Sie mit Dr. Gabriele Frick-Baer und Dr. Udo Baer die beiden Perspektiven der Familienmitglieder und der professionell Begleitenden. Wer sieht was? Wer stellt was in den Mittelpunkt? Und: Was lösen die Unterschiede in diesen Perspektiven aus? Gemeinsam suchen Sie in der Gruppe nach Möglichkeiten zu einem besseren Miteinander im Sinne der gegenseitigen Unterstützung.

Themen dabei können sein:

- Der Diagnose-Schock. Wie die Demenz-Diagnose Familienbeziehungen durcheinander wirbelt und was dann helfen kann
- Wie Familiengefühle die Angehörigenarbeit behindern können und was hilft
- Transgenerative Traumata und Familiengeheimnisse als "Ballast" und die Auswirkungen
- übersehene Gewalt in Familien an alten Menschen
- Beziehungswürdigung

Methoden:
Fachinput, Selbsterfahrung ("Familienregenbogen") und Diskussion in Kleingruppen und Plenum.

Leitung

Leitung:

Dr. Udo Baer, Dr. phil. (Gesundheitswissenschaften), Diplom-Pädagoge, Kreativer Leibtherapeut AKL, Mitbegründer und Wissenschaftlicher Berater der Zukunftswerkstatt therapie kreativ und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für soziale Innovationen (ISI) sowie des Instituts für Gerontopsychiatrie (IGP), Vorsitzender der Stiftung Würde, Mitinhaber des Pädagogischen Instituts Berlin (PIB), Autor
Gabriele Frick-Baer, Dr. phil. (Erziehungswissenschaften), Diplom-Pädagogin, Kreative Leib- und Traumatherapeutin, Mitbegründerin und -entwicklerin der Zukunftswerkstatt therapie kreativ, Vorstandsmitglied der Stiftung Würde und wissenschaftliche Leitung der Kreativen Traumahilfe der Stiftung Würde, Ehrenvorsitzende der Assoziation Kreativer Leibtherapeut/innen e.V. (AKL)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 160,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


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