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Impuls des Direktors

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Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser!

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Die „Woche der Wirksamkeit“ wirft ihre Schatten voraus. Im Blick auf Wirksamkeit stellen wir dabei neben Reduktion und Multiplikation besonders das Thema Vertrauen in den Mittelpunkt.

Vertrauen ist wahrscheinlich einer der an­spruchsvollsten Wege um wirksam zu werden. Es geht in unserem Leben immer wieder um wachsendes Vertrauen zu Menschen, Institutionen und Strukturen sowie um Selbstvertrauen und Gottvertrauen. Allzu schnell bin ich dabei eher beim Hinterfragen, Kontrollieren und Absichern. Vertrauen ist mehr eine Frage der Beziehung und braucht Aufmerksamkeit, Zeit und Pflege. Es wird manchmal enttäuscht und schafft doch Raum für neue Qualitäten wie Einsicht, Verständnis und Klarheit, was zu tun ist. Menschen, die wirklich vertrauen, sind in ihrem Tun meist gelassener, bodenständiger und entschiedener. Gelebtes Vertrauen fördert Respekt, Wertschätzung und Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Vielfalt des Lebens und der Menschen.

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„Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir vertraut gemacht hast.“

(Antoine de St. Exupery)

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Wie sieht es mit dem eigenen Vertrauen wirklich aus? Für jede und jeden von uns ist es heute zunehmend notwendig bzw. selbstverständlich, sich vielseitig zu engagieren. Dies bedeutet oft, mit ganz unerwarteten Situationen, mit komplexen Aufgaben und besonderen Herausforderungen rasch und gut umzugehen. Dabei erleben wir immer wieder Abhängigkeiten, Spannungen und Unsicherheit, wenn Menschen aus verschiedenen Fachbereichen, Kulturen oder Religionen zusammenarbeiten. Vertrauensvolle Beziehungen und eine vertrauensvolle Organisationskultur sind unter diesen Umständen eine besonders wertvolle, aber keine selbstverständliche Basis des Zusammenwirkens.

Vertrauen ist sowohl die Voraussetzung als auch das Ergebnis von guter Zusammenarbeit. Vertrauen zählt für mich zu den wichtigsten und gleichzeitig stark vernachlässigten Grundhaltungen in einem guten Miteinander. Es geht dabei nicht um mehr Effizienz, sondern immer wieder um gegenseitige Aufmerksamkeit darauf, dass gut kommuniziert wird und die direkten Kontakte zwischen Menschen gut gelingen. Vertrauen fördert die Zusammenarbeit und vermindert darüber hinaus den zeitlichen und materiellen Kommunikationsaufwand. Gelebtes Vertrauen verringert auch die Notwendigkeit von Kontrollen (Einsatzbereitschaft, Stimmungen, Arbeitszeit, Kosten etc.).

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„Der beste Weg herauszufinden,
ob man jemandem vertrauen kann,
ist ihm zu vertrauen.“

(Ernest Hemingway)

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Vertrauen heißt, trotz mancher Ungewissheiten eine positive Beziehung zu anderen aufzubauen. Positive Erwartungen erzeugen meist positive Reaktionen. Vertrauen verstärkt Vertrauen, es beruht auf Gegenseitigkeit. Vertrauen ist eine Vorleistung in dem Sinne, dass wir meistens nicht gleich mit einer direkten Gegenleistung rechnen können. Wenn wir Vertrauen schenken, ernten wir die Früchte oft viel später und manchmal auf eine unerwartete Art und Weise.

Voll Vertrauen darauf
grüße ich Sie ganz herzlich,
Ihr P. Friedrich Prassl SJ

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Alle Information zur Woche der Wirksamkeit finden Sie unter www.wochederwirksamkeit.at.

Den letzten Impuls „Verkosten der Dinge von innen" finden Sie hier.

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