Logo

Hospiz, Palliative Care und Demenz

a106

Bildungsprogramm

Unsere Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Pallativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen oder Menschen mit Demenz, und am Thema Interessierte.

Unsere aktuelle Programmbroschüre finden Sie hier zum Download:

a3202

PDF-Datei: Programm Wintersemester 2019/20

a107
va0027593
Sa. 30.11.2019
9.00 Uhr
Gemeinsam Erinnerungen pflegen
Lebensgeschichtliche Arbeit im ehrenamtlichen Engagement
Sa. 30.11.2019 (27593)
Seminar
27593

Seminar

* ACHTUNG: Termin wurde geändert *

Die Pflege von Erinnerungen an Kindheit und Jugend ist eine Form der Begegnung, die das achtsame Verständnis für Bedürfnisse, Ressourcen und Verhaltensweisen alter und sterbender Menschen fördert. Sie stärkt die Identität der einzelnen Person und stiftet zugleich Gemeinschaft.
Die Fortbildung gibt Anregungen zu Prinzipien, Methoden und Zielen von lebensgeschichtlicher Arbeit - speziell für die Arbeit mit alten und sterbenden Menschen.
Gemeinsames Nachdenken über bisherige Erfahrungen und offene Fragen unterstützen dabei, Ideen für die Umsetzung in der eigenen Arbeit (weiter) zu entwickeln.

Inhalt
* Was wirkt beim lebensgeschichtlichen Erzählen und Zuhören?

* Welche sozial- und zeitgeschichtlichen Verhältnisse und gesellschaftlichen Entwicklungen haben die Lebensgeschichte geprägt - unsere eigene und diejenige der Menschen, für die wir uns engagieren?

* Methoden von Biografie- und Erinnerungsarbeit aus alltagsgeschichtlicher Perspektive

* Erinnerungspflege mit Menschen, die mit dementiellen Veränderungen leben

* Ethische Fragen und Abgrenzung zu therapeutischen Zugängen

Leitung

Leitung:

Mag. Dr. Elisabeth Wappelshammer, Historikerin und Philosophin im Themenfeld von Gerontologie, Palliative Care und Dementia Care. Sie befasst sich seit über 30 Jahren mit Biografie- und Erinnerungsarbeit - praktisch und theoretisch, als Autorin und Fortbildnerin.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr

va0025582
Mo. 02.12.2019
19.00 Uhr
Scham - der Mantel der Person
Mo. 02.12.2019 (25582)
Vortrag
25582

Vortrag

"Uns kröne das schönste Geschenk aus Götterhand: die Schamhaftigkeit", sagt Euripides, Dichter griechischer Tragödien. Ist Scham eine hehre Eigenschaft des Menschen oder eine menschliche Unzulänglichkeit, die rasch überwunden werden und mit der man einen möglichst souveränen Umgang finden sollte? Der Vortrag beleuchtet Scham aus einer anthropologisch-psychologischen Perspektive, stellt Beschreibungen von Scham vor und thematisiert Formen des sich Schämens. Im Weiteren wird der Wert von Scham als grenzsichernde Emotion aufgezeigt, wie ein vertieftes Verständnis von Scham helfen kann zu einen guten Umgang mit uns selbst und warum es die Scham braucht, damit wir in der Gemeinschaft, im Beieinander, gut aufgehoben sind.

Referierende

Referierende:

Dorothee Bürgi, PhD, Psychologiestudium an der Hochschule für Angewandte Psychologie Zürich, Promotion an der Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien, Nachdiplomstudien in ethischer Entscheidungsfindung und systemischer Organisationsberatung, Erstausbildung als dipl. Pflegefachfrau Anästhesie, Seminar-, Coaching- und Lehrtätigkeit im Bereich Leadership, Coaching und Healthcare in e.U., Co-Autorin von "Existentielles Coaching", "Wenn das Leben pflügt", "Existential Leadership zum Erfolg", Mitherausgeberin Leidfaden - Fachmagazin für Krisen, Leid, Trauer, www.dorothee-buergi.ch

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr

va0027994
Di. 03.12.2019
9.00 Uhr
Vom Umgang mit Scham in Pflege, Betreuung und Begleitung
Di. 03.12.2019 (27994)
Seminar
27994

Seminar

Scham ist eine vielschichtige Empfindung und sagt, etwas hat in einem intimen Rahmen zu geschehen. Weil sich Menschen in der Pflege, Betreuung und Begleitung anderer oft in deren Intimitätsbereich bewegen, begegnen sie der Scham häufig: Klient/innen schämen sich, weil sie auf fremde Hilfe angewiesen sind. Sie schämen sich für ihre körperliche Versehrtheit oder weil sie dem Ideal einer selbstbestimmten Persönlichkeit nicht mehr genügen.
Der Workshop beginnt mit einem Rückblick auf die zentralen Aussagen aus dem Vortrag Scham - der Mantel der Person, vertieft die hilfreich-schützenden wie auch die erschwerenden Auswirkungen von Scham, thematisiert die Haltungen und Werte, die in diesem Zusammenhang wichtig sind und gibt Impulse und Anleitung für einen schamvollen Umgang in der Begegnung mit sich und anderen. Praxis-Situationen der Teilnehmenden laden ein zur Diskussion und geben Gelegenheit zum Austausch und zur Reflexion der eigenen Erfahrungen in diesem Themenfeld.

Leitung

Leitung:

Dorothee Bürgi, PhD, Psychologiestudium an der Hochschule für Angewandte Psychologie Zürich, Promotion an der Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien, Nachdiplomstudien in ethischer Entscheidungsfindung und systemischerOrganisationsberatung, Erstausbildung als dipl. Pflegefachfrau Anästhesie, Seminar-, Coaching- und Lehrtätigkeit im Bereich Leadership, Coaching und Healthcare in e.U., Co-Autorin von "Existentielles Coaching", "Wenn das Leben pflügt", "Existential Leadership zum Erfolg", Mitherausgeberin Leidfaden - Fachmagazin für Krisen, Leid, Trauer, www.dorothee-buergi.ch

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 16.30 Uhr

va0027834
Fr. 06.12.2019
9.00 Uhr
An der Seite der Toten
Wiederholungstermin
Fr. 06.12.2019 (27834)
Seminar
27834

Seminar

Das Seminar "An der Seite der Toten" will zu einer intensiven Selbsterfahrung mit den Lebensthemen Tod und Trauer einladen.
Wie der Seminartitel bereits verrät, wird dabei ein einzigartiger Weg beschritten.
Dieser Weg führt unter anderem in die Auseinandersetzung mit dem toten Körper. Der "Blick" auf den Leichnam (das Symbol des "Körper gewordenen Todes") kann helfen, unsere individuellen Gefühlsräume in der Begegnung mit dem Tod zu erweitern und zu bereichern. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob wir uns jemals real einem Leichnam gegenübersehen.
Der reichhaltige Erfahrungsschatz des Seminarleiters zum Thema lädt zu einer emotionalen und vor allem lebendigen Reise ein.
Den Seminarteilnehmer/innen eröffnen sich dabei neue Wege und brauchbare Hilfestellungen für künftige Begegnungen mit dem Tod, sowie trauernden Menschen – ob in beruflicher Funktion, als helfender Beistand, Mitmensch oder selbst direkt Betroffene/r.
Hilfestellungen, die wir benötigen, um der Sprachlosigkeit und Ohnmacht, die der Tod erwecken kann, etwas entgegenzusetzen: gegenseitige Verbundenheit, heilsames Mitgefühl, Wertschätzung und (De-)Mut.
Seminarinhalte:
- Die totgeschwiegenen Toten
- Wem gehört der Leichnam?
- Das (un)heimliche Leben der Leiche
- Das Leichentabu: ein Berührungsverbot
- Das „Begreifen“ des Todes und seine Bedeutung für den Trauerverlauf
- Eine selbstbestimmte Abschiedskultur
- Authentische Begegnung mit trauernden Menschen
- Die Berufsseele: zwischen Abgrenzung und Betroffenheit
- Wertschätzung eigener Unsicherheiten und Bedürfnisse
- Vertrauen in die Intuition
- Die Bedeutung des Humors
Methoden:
- Theoretische Betrachtung
- Gruppenarbeit
- Selbstreflexion
- Diskussion

Leitung

Leitung:

Dr. Martin Prein, Thanatologe,Psychologe, ehem. Bestatter

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 18.00 Uhr

va0027739
Sa. 07.12.2019
9.00 Uhr
Begegnung - Berührung - Beziehung
Basale Stimulation in der Betreuung von Menschen in herausfordernden Lebenssituationen
Sa. 07.12.2019 (27739)
Seminar
27739

Seminar

* Achtung: Termin wurde geändert *

Wer Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleitet, möchte ihnen nicht nur oberflächlich begegnen. Ehrenamtlich wie professionell Betreuende suchen in solchen Begegnungen die Chance zum Aufbau einer Beziehung. Üblicherweise nutzen wir dazu die Sprache.
Wie aber gelingt der Aufbau einer Beziehung dort, wo unsere alltägliche Kommunikation versagt? Wo durch eine fortschreitende Demenz oder andere Erkrankungen die Sprache als "Brücke" wegfällt?
Das Konzept der "Basalen Stimulation" bietet eine erprobte und sorgfältige Möglichkeit, über den Körper in Kontakt zu kommen. Berührungen helfen, Kontakt aufzunehmen und Begegnungen zu gestalten. Die betreute Person kann ihren Kontakt zum eigenen Körper, zur Umwelt und zur Betreuungsperson stärken.
Darüber hinaus kann es wichtig sein, die unmittelbare Umgebung bzw. das Umfeld so zu gestalten, dass Vertrauen und Sicherheit aufgebaut werden kann. Ebenso werden "Biografische Elemente" die für eine Begleitung notwendig sind, herangezogen und reflektiert.
Das Seminar bietet allen, die Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen intensiver begegnen und ihre Kontaktfähigkeit fördern wollen, einen einfachen Einstieg in die Methoden und Prinzipien der Basalen Stimulation.
Ganz besonders sollen ehrenamtliche Mitarbeiter/innen oder Nahestehende von Menschen mit fortschreitender Demenz ermuntert werden, dem Verlust der Sprache durch ein Mehr an Berührung entgegenzuhalten. So können auch Begleitungen von zunehmend sprachlosen Menschen anregend und beziehungsreich gelingen.

Leitung

Leitung:

Mag. Gabriele Erlach-Stickler, Lehrerin für Gesundheits- und Krankepflege; Studium der Pädagogik und Pflegewissenschaften; Praxisbegleiterin für Basale Stimulation in der Pflege (R), Dozentin für das Mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell für Menschen mit demenziellen Prozessen

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9:00 bis 18:00 Uhr