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Hospiz, Palliative Care und Demenz

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Bildungsprogramm

Unsere Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Pallativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen oder Menschen mit Demenz, und am Thema Interessierte.

Unsere aktuelle Programmbroschüre finden Sie hier zum Download:

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PDF-Datei: Programm Wintersemester 2019/20

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Fr. 13.12.2019
15.00 Uhr
Kriegskinder - eine vergessene Generation?
Fr. 13.12.2019 (27551)
Filmnachmittag
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Filmnachmittag

Die Generation, die nun alt und pflegebedürftig wird, wurde in unruhige Zeiten geboren.
Kindheit und Jugend waren geprägt von Kriegs- und Vertreibungserlebnissen, von der Besatzungszeit und dann dem Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Die Kinder wuchsen mit Begriffen der Eugenik auf, erlebten, dass "unwertes Leben" verschwand oder offen ausgemerzt wurde.
Auch wenn es große Unterschiede im Erleben gab, je nachdem wo die Kinder aufwuchsen, welche Traumatisierungen sie erlebten, oder ob ein aus Elend und Aufbauzeit "unbehütetes Aufwachsen" ihre Lebenseinstellungen und Überzeugungen formte - jetzt, im Alter, lässt die Verdrängungsleistung nach, lösen Schwäche und Krankheit vielleicht Retraumatisierungen aus, treten Ängste zutage, die mit als Würdeverlust erlebter Pflegebedürftigkeit einhergehen.
Plötzlich werden Geschehnisse erinnert, die lang vergessen, tief verborgen ruhten - die aber ausgedrückt werden müssen, deren Leiden anerkannt werden muss, um einen friedlichen Lebensabend zu ermöglichen.
An diesem Nachmittag möchten wir Menschen die Möglichkeit geben, "endlich drüber zu reden", möchten wir Angehörigen Türen zur Erinnerung ihrer Eltern und Großeltern öffnen, die vielleicht dazu beitragen, ein gegenseitiges Verständnis und dadurch ein Heilen einzuleiten, ein Heilen von Wunden, die vor vielen Jahren geschlagen wurden.
Nach einleitenden Worten wird der Film "Endlich darüber reden" gemeinsam angesehen und im Anschluss in geschütztem Rahmen Raum für Erinnerungen gegeben. Für die Nachfolgegeneration soll bewusst werden, welchen Einfluss dieses Kriegskindererleben auch auf sie hat, aber auch Impulse gegeben werden, wie wir die Kriegskinder unterstützen können, um Frieden zu finden.

Leitung

Leitung:

Hildegard Kössler MMSc, (palliative care, advanced nursing education), Vizepräsidentin der Österreichischen Palliativgesellschaft, Lehrbeauftragte für Palliativpflege an der FH Wr. Neustadt und Vinzentinum Wien, freie Vortragende

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 20,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

15.00 bis 18.00 Uhr

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Do. 16.01.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Do. 16.01.2020 (28397)
Philosophischer Abend
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Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur „letzte“ Fragen sind, sondern die „bleibenden“ Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, in dem wir aktuelle und grundsätzliche Fragen und Themen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir werden diese in einer Weise diskutieren, wie sie sich in allen Gesellschaftsbereichen und Lebensphasen stellen.
Deswegen – ganz nach dem Motto Epikurs, wonach weder die Jungen zögern noch die Alten aufhören sollen zu philosophieren – richtet sich das Philosophicum an alle „Geborenen und Sterblichen“, die geistige Nahrung, das Hören anderer Perspektiven und philosophisches Gespräch als wesentlichen Baustein für persönliches Glück und soziale Verantwortung sehen.
Das Philosophicum ist kein Ort der rhetorischen Selbstdarstellung oder der Problembearbeitung, sondern ein Begegnungsraum, der im Dienst des gemeinsamen Erkennens und für zwei Stunden konzentrierten Umgang mit einer wichtigen Frage steht.
Das Philosophicum wird monatlich angeboten. Es beginnt mit einem Impuls und öffnet den Raum für einen (leicht) strukturierten Austausch. Das Thema wird ca. drei Wochen vor dem jeweiligen Termin bekanntgegeben, ggf. wird ein Text ausgeteilt und dann bei Anmeldung zugeschickt. Deshalb ist eine Anmeldung erwünscht, aber nicht unbedingt notwendig.

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

"unfreiwillige Spende" (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack - Minimum 1 Cent) Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erbeten

Dauer

Dauer:

18.00 bis 20.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

20.2., 12.3., 16.4., 14.5., 17.6.2020

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Fr. 24.01.2020
18.00 Uhr
Männer in ihrer Trauer begleiten
Trauer und Gender
Fr. 24.01.2020 (25948)
Seminar
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Seminar

Die Fähigkeit zu trauern ist eine Grundausstattung jedes menschlichen Wesens. Dennoch sehen wir, dass unterschiedliche historische Epochen und unterschiedliche Kulturen unterschiedliche Formen entwickeln, um Trauer zu leben. Sosehr nun der Prozess der Trauer ein höchst individuelles Geschehen ist, sosehr ist doch erkennbar, dass individuelle Kontexte und Lebensumstände emotionalen Ausdruck - wie es Trauer einer ist - beeinflussen können. Das Seminar möchte zunächst die männliche Lebenswelt in den Blick nehmen, um aus diesem Blickwinkel auf die Prozesse der Trauer zu schauen. Das Ziel ist, ein vertieftes Verständnis für männliche bzw. individuelle Trauervollzüge zu erlangen.

Inhalte: Männliche Lebenswelten, Prozesse der Trauer, Geschlechtssensible Begleitung

Zielgruppe: alle am Thema Interessierte

Leitung

Leitung:

Mag. Dr. Erich Lehner, Psychoanalyse, Palliative Care, Männer- und Geschlechterforschung, www.erich-lehner.at

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 180,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Dauer

Dauer:

Fr. 18:00 - 21:00 Uhr, Sa. 9:00 - 17:00 Uhr

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Di. 28.01.2020
9.00 Uhr
Sterben, Tod und Trauer in der Betreuung von Menschen mit
(intellektueller) Beinträchtigung
Di. 28.01.2020 (29350)
Seminar
29350

Seminar

Referierende

Referierende:

Charlotte Knees, Musiktherapeutin, Lehrbeauftragte an der "Schule für Sozialbetreuungsberufe - Behindertenarbeit" der Caritas Wien
Mag. Claudia Mitscha-Eibl, Theologin, Lehrerin an der "Schule für Sozialbetreuungsberufe - Behindertenarbeit" der Caritas Wien

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 285,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Dauer

Dauer:

Dienstag, 28.1., 9.00 bis Mittwoch, 29.1., 17.00 Uhr

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Di. 28.01.2020
19.00 Uhr
Der Geist der Gabe und die Lebenskunst der Sorge
Wie Schenken und Denken die Gesellschaft zusammenhalten
Di. 28.01.2020 (28433)
Vortrag
28433

Vortrag

Referierende

Referierende:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr

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Sa. 01.02.2020
10.00 Uhr
Hildegard von Bingen
Meine Seelenmelodie mit Hildegard von Bingen zum Klingen bringen
Sa. 01.02.2020 (28313)
Seminar
28313

Seminar

Hildegard von Bingen war eine Äbtissin im 11. Jahrhundert. Ihre tiefe Gottverbundenheit eröffnete ihr ein hohes Wissen über die Heilkunst der Menschheit. Die Heillehre Hildegards geht immer von „Ganzheit“ aus. Sie lädt ein zur Achtsamkeit unserer Kultur und unseren Werten. Hildegards Werke sind eine unermessliche Bereicherung für den Glauben, für die Wissenschaft, die Menschen und andere Disziplinen. Ihre Empfehlungen der Heilkunde wirken mit großer Bedeutung bis in die Gegenwart und einige davon werden wir kennenlernen und ausprobieren.
Inhalt: Grundlagen der Hildegardapotheke, Stärken der Viriditas, Discretio, Ratio und der Subtilität, Hildegard-Kuren,Was empfiehlt die Hl. Hildegard in Bezug auf Ernährung und Fasten? Leberwickel, Wohlfühlen von Körper, Geist und Seele

Methode: Impulsreferat, Workshop, Selbsterfahrung durch praktische Anwendungen

Mitnehmen: Schreibzeug und bequeme Bekleidung, warme Socken,Nackenrolle, Polster (für die Knie), Handtuch, Badetuch, Gästehandtuch oder Waschlappen, Thermophor

Leitung

Leitung:

Beatrix Wondraczek MAS (Palliative Care), Diplomierte Pflegefachkraft/Palliative Care, Trainerin und Seminarleiterin in der Erwachsenenbildung, Fastenleiterin nach Hildegard von Bingen, Ausbildung an der Hildegardakademie/Vlbg., Mitglied des internationalen Hildegardverbandes

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

10.00 bis 17.00 Uhr

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Fr. 07.02.2020
14.00 Uhr
Geh bis an deiner Sehnsucht Rand - Gib mir die Hand
Fr. 07.02.2020 (28003)
Seminar
28003

Seminar

In uns allen wohnt die Sehnsucht nach innerem Ankommen in einer Heimat, die wir verlassen, aber nicht vergessen haben. Die Hinbewegung zu dieser Heimat ist ein mächtiger Trieb in uns. Lange unbewusst und vielleicht auch lange verdrängt, verwechselt, nicht gehört. Wir leben in unseren Geleisen - wo ist unserer Sehnsucht Rand? Wo in uns ist die Stimme, die uns aufruft, das Abenteuer zu wagen, in den Raum hinaus zu gehen, über die Grenzen zu schauen?

"Lass Dir alles geschehen, Schönheit und Schrecken.
Man muss nur gehen, kein Gefühl ist das fernste",
Haben wir den Mut zum Risiko? Handlungen zu setzen, die unseren Rahmen sprengen, den wir uns selbst konstruiert haben und der uns zu einem geistigen Gefängnis zu werden droht?
Es geht nicht darum, Gutes und Stimmiges in unserem Leben hinter uns zu lassen, sondern uns von Altem, Belastenden, Überholten zu trennen. Neue Wege zu finden, die unserer inneren Entwicklung entsprechen.

"Gib mir die Hand..."
Wenn wir unsere Grenzen erweitern und im Sinne unseres inneren Weges Neues, scheinbar Unmögliches zulassen, dann streckt sich uns eine Hand entgegen. - Wie wir sie nennen, spielt keine Rolle. Ist es das Universum, Gott, das Leben oder unser eigenes Selbst, das uns die Hand bietet? Wir ergreifen diese Hand und lassen uns von ihr mitnehmen.

"Nah ist das Land, das sie das Leben nennen".
Für jeden von uns ist es ein anderes Land aber immer ist es das Land unseres eigenen Lebens, unseres weiten, kostbaren Lebens, in das hinein wir uns öffnen. Es kommt uns mit ausgebreiteten Armen entgegen, wenn wir uns alles geschehen lassen, Schönheit und Schrecken. Kein Gefühl ist das fernste.
Schließlich merken wir, dass wir die Heimat in uns tragen, Weg und Ziel sind Eins geworden.

Gott spricht zu jedem nur, eh er ihn macht,
dann geht er schweigend mit ihm aus der Nacht.
Aber die Worte, eh jeder beginnt,
diese wolkigen Worte sind:
Von Deinen Sinnen hinausgesandt,
geh bis an Deiner Sehnsucht Rand;
gib mir Gewand.
Hinter den Dingen wachse als Brand,
dass ihre Schatten, ausgespannt,
immer mich ganz bedecken.
Lass Dir alles geschehn: Schönheit und Schrecken.
Man muss nur gehn: kein Gefühl ist das fernste.
Lass Dich von mir nicht trennen.
Nah ist das Land,
das sie das Leben nennen.
Du wirst es erkennen
An seinem Ernste.
Gib mir die Hand.
Rainer Maria Rilke (aus dem Buch vom mönchischen Leben)

Die Teilnehmenden des Seminars sind gebeten, als Vorbereitung dieses Gedicht immer wieder zu lesen, bis Sie wissen, in welchen Worten, in welchen Zeilen Sie sich wiederfinden.

Mit Hilfe der Systemischen Aufstellungsarbeit werden wir Ihre Worte oder Zeilen im Raum zur Sprache bringen und - eingebettet in die Worte von Rilke - Ihre persönliche Geschichte beleuchten. Dieser Geschichte, die in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft liegen kann, in Ihrem Bewusstsein einen befreiten Platz zu geben, ist das Ziel.

Wer von den Teilnehmenden aufstellen möchte, ist gebeten, dies schon bei der Anmeldung bekannt zu geben. Es werden insgesamt etwa 10 Aufstellungen möglich sein. Teilnehmende ohne eigene Aufstellung haben die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu machen, indem sie sich als RepräsentantInnen wählen lassen und auf diese Weise auch ein Stück eigenen Weges gehen können. Einerseits sind Sie Teil des aufgestellten Systems und andererseits schwingt in Ihnen oft ein Aspekt der eigenen Geschichte mit. Selbst wenn Sie als Zuschauer/in im Kreis um die Aufstellung sitzen, werden Sie Teil des Ganzen und auch hier wird etwas in Ihnen angerührt, das vielleicht schon lange auf Antwort wartet.

Leitung

Leitung:

Christl Lieben, Psychotherapeutin, Supervisorin und Coach in freier Praxis, Seminartätigkeit in Österreich, Deutschland und Amerika.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 315,- inkl. Mittagessen am Samstag und Pausengetränke

Dauer

Dauer:

Fr., 14 Uhr mit open end, Sa. 10- 19:30, So. 10 - 14:00

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Mo. 10.02.2020
17.30 Uhr
Einführung in die Lebens-, Sterbe-, und Trauerbegleitung
Einführungsabend
Mo. 10.02.2020 (25881)
Lehrgang
25881

Lehrgang

Ein Einführungskurs für Interessent/innen an ehrenamtlicher Mitarbeit im Bereich der Sterbe- und Trauerbegleitung, für Mitarbeiter/innen in helfenden Berufen und für Angehörige von Schwerkranken
Ein Einführungskurs für Interessent/innen an ehrenamtlicher Mitarbeit im Bereich der Sterbe- und Trauerbegleitung, für Mitarbeiter/innen in helfenden Berufen und für Angehörige von Schwerkranken.
Kursinhalte:
Selbstreflexion in Bezug auf Krankheit, Sterben, Tod und Trauer
Auseinandersetzung mit der ehrenamtlichen Rolle im Kontext der Hospizbegleitung
Gesprächsführung
Sensibilität für verbale und nonverbale Aspekte der Kommunikation
Demenz und Kommunikation mit dementen und verwirrten Menschen
Begleitung von An- und Zugehörigen
Idee, Ziele und Haltung der Hospizbewegung
Abgestufte Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich
medizinische und pflegerische Grundinformationen für die letzte Lebensphase: Schmerz- und Symptomlinderung, Essen, Trinken, Lagern, Fahren mit dem Rollstuhl
ethische und rechtliche Aspekte der Hospizbegleitung
Trauer und Trauerbegleitung
spirituelle und religiöse Bedürfnisse und Rituale
Respekt vor anderen Religionen, Weltanschauungen und Jenseitsvorstellungen
Der Lehrgang entspricht den Standards des Dachverbands Hospiz Österreich zur Befähigung Ehrenamtlicher.

Leitung

Leitung:

Sr. Mag. Karin Weiler CS, Theologin, Supervisorin (ÖVS)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 515,- inkl. Mittagessen an Ganztagen und Seminarunterlagen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

17.30 bis 21.00 Uhr

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Di. 18.02.2020
19.00 Uhr
Der Körper im Prozess des Sterbens
Di. 18.02.2020 (28170)
Vortrag
28170

Vortrag

Referierende

Referierende:

Rainer Simader, freiberuflicher Physiotherapeut, Tanz- und Ausdruckstherapeut, ehem. Senior Physiotherapist St. Christophers Hospice London, Dozent für Physiotherapie, Gründer der Fachgruppe Physiotherapie in der Palliative Care bei PhysioAustria und der Task Force Physiotherapy der EAPC, Herausgeber des Buches "Was wir noch tun können: Rehabilitation am Lebensende" (Elsevier).

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr

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Mi. 19.02.2020
9.00 Uhr
Der Körper im Prozess des Sterbens
Vom Können und Zutrauen.
Mi. 19.02.2020 (28168)
Seminar
28168

Seminar

Krankheit und der Prozess hin zum Tod hinterlassen körperliche Spuren. Oft sind es gerade die körperlichen Veränderungen, die das Sterben so sichtbar machen. Im Zuge dieses Wandels erfährt der Körper eine zunehmend defizitorientierte Betrachtungsweise und diese führt dazu, dass Menschen zunehmend Vertrauen in sich selbst verlieren und diesen Körpern (und Menschen) auch immer weniger zugetraut wird.
Der Zustand des Körpers hat immer etwas mit der eigenen Identität zu tun und gerade in einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der es auch um die Perfektion des Körpers und das Funktionieren geht, ist es besonders wichtig, sorgsam mit diesen Identitätsveränderungen im Prozess des Sterbens umzugehen. Dies bedeutet zum einen, den Menschen auch behutsam im Prozess der körperlichen Veränderungen zu begleiten, anderseits erfordert es von professionellen Begleiter/innen auch einen Blick dahin zu werfen, welche körperlichen Potentiale ein sterbender Mensch hat. Denn: die Arbeit mit dem Körper ist immer auch eine Arbeit mit einer einzigartigen Ressource.
Ziele:
- Bewusste Auseinandersetzung mit körperlichen Bedürfnissen und körperlichen Ressourcen von Menschen mit lebenszeitbegrenzenden Erkrankungen
- Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zu Körper und Sterben
- Überlegungen, wie die Ressource "Körper" im palliativen Setting gefördert werden kann

Inhalte:
- Körper jenseits des Symptoms: Aktivität und Partizipation
- Wissenschaftliche Erkenntnisse, was ein Mensch mit einer lebenszeitbegrenzenden Erkrankung körperlich noch leisten kann
- Die Rolle von körperlicher Aktivität, Kraft und Ausdauer hinsichtlich Lebensqualität, Identität und Symptomen bei Menschen in einer palliativen Situation
- „körperliches Empowerment“
- Praxisbeispiele
- Körperliche Selbsterfahrung

Leitung

Leitung:

Rainer Simader, freiberuflicher Physiotherapeut, Tanz- und Ausdruckstherapeut, ehem. Senior Physiotherapist St. Christophers Hospice London, Dozent für Physiotherapie, Gründer der Fachgruppe Physiotherapie in der Palliative Care bei PhysioAustria und der Task Force Physiotherapy der EAPC, Herausgeber des Buches "Was wir noch tun können: Rehabilitation am Lebensende" (Elsevier).

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr