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Hospiz, Palliative Care und Demenz

a106

Bildungsprogramm

Unsere Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Pallativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen oder Menschen mit Demenz, und am Thema Interessierte.

Unsere aktuelle Programmbroschüre finden Sie hier zum Download:

a3799

PDF-Datei: Programm Sommersemester 2020

a107
va0028442
Mi. 17.06.2020
18.00 Uhr
ABGESAGT: Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Mi. 17.06.2020 (28442)
Philosophischer Abend
28442

Philosophischer Abend

ABGESAGT
Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur "letzte" Fragen sind, sondern die "bleibenden" Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, in dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir werden diese in einer Weise diskutieren, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereichen und Lebensphasen stellen.
Deswegen - ganz nach dem Motto Epikurs, wonach weder die Jungen zögern noch die Alten aufhören sollen zu philosophieren - richtet sich das Philosophicum an alle "Geborenen und Sterblichen", die geistige Nahrung, das Hören anderer Perspektiven und philosophisches Gespräch als wesentlichen Baustein für persönliches Glück und soziale Verantwortung sehen.
Wir etablieren das neue Format in zwei Formen:
"Was ist …?"
Richtig "verkostet" sind Begriffe nicht abstrakt - sondern Fenster in die Tiefe wesentlicher Phänomene und Brücken zu den Erfahrungen anderer Menschen und anderer Lebensbereiche. In der sokratischen Tradition werden oft floskelhaft über die Lippen gehende Begriffe untersucht und mit Erfahrungsbeispielen verlebendigt - um anders, neu, differenzierter zu sehen und als Voraussetzung für eine konzentrierte und gemeinschaftlichere Lebenspraxis.

"Wie wollen wir …?"
Gesellschaftliche Fragen rund um das Thema Pflege lehren uns beispielhaft und beispiellos: Politik und aktuelle Diskurse basteln zu viel an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Das gilt auch in anderen Gesellschaftsbereichen (Ökologie …). Aber das kann einfach nicht alles sein! Im "Wie wollen wir …?"-Format sollen Räume für größere Visionen freigelegt werden, frei vom Reflex der schnellen Antworten. Unsere eigene und die Zukunft unserer Kinder hat das verdient …

Zeit: 18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus
Ort: Bibliothek des Kardinal König Hauses
Moderation: Patrick Schuchter ("Was ist …?"), Petra Rösler / Patrick Schuchter ("Wie wollen wir…?")
Eintritt: "Unfreiwillige Spende" (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack - Minimum 1 Cent)
Verpflegung: rein geistig.
Anmeldung: erwünscht (eventuell wird vor dem jeweiligen Termin ein Text zugeschickt).

Für alle, die ein kritisch-kultiviertes Vorabendprogramm suchen.

17.6. Wie wollen wir sterben?

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

"unfreiwillige Spende" (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack - Minimum 1 Cent) Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18.00 bis 20.00 Uhr


va0030274
Sa. 20.06.2020
10.00 Uhr
ONLINE: Mit der Kraft des Humors
durch schwierige Zeiten
Sa. 20.06.2020 (30274)
Seminar
30274

Seminar

Online-Veranstaltung

Die COVID-19 Pandemie hat uns erschüttert, aber auch aufgerüttelt. Menschen in Pflege, Medizin und Betreuung sind konkret belastet und psychisch gefordert. Der fehlende Kontakt macht uns allen zu schaffen, die unsichtbare Gefahr stresst und die konkreten Aufgaben führen viele weit über den Rand der Erschöpfung. Auch das Nicht-Helfen können von Angehörigen und Freiwilligen ist belastend, die telefon-ischen Kontakte machen den realen Abstand umso spürbarer. Die Ungewissheit über die weitere Entwicklung tut ihr Übriges.

Vergeht einem da nicht das Lachen? Keineswegs, das erleben wir jetzt. Humor ist mehr als Klopapier-Witze. Humor stärkt unsere Resilienz und ist eine große Ressource in der Krise. Humor und Lachen helfen, psychische und physische Spannungen abzubauen und sich innerlich fit und stark zu machen für das, was zu tun ist. Die Möglichkeiten und Erfahrungen dazu wollen wir an diesem Tag austauschen und vertiefen. Und ganz sicher auch der Schwere ein herzliches gemeinsames Lachen entgegensetzen!
Die Inhalte und Beiträge werden derzeit noch abgestimmt und sind bald hier abrufbar. Der Tag wird online über zoom gestaltet und umfasst live Vorträge, Videos, Austausch in Kleingruppen, schriftliche und mündliche Reflexionen, Bewegung und Musik und Diskussionen…

Die Veranstaltung findet über ZOOM statt. Sie brauchen dafür eine Internetverbindung und ein Mikrofon, idealerweise auch eine Kamera. Etwa eine Woche vor dem Kurs erhalten Sie detaillierte Informationen, wie die Teilnahme erfolgt. Bei technischen Fragen unterstützen wir gerne schon im Vorfeld.


Zielgruppe:
Menschen in helfenden, pflegenden und medizinischen Berufen und Rollen

Referierende

Referierende:

Hannes Urdl
Katharina Klee
Dr. Susanne Hirsmüller
Dr. Sepp Fennes

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 48,- online Veranstaltung!

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

10.00 bis 17.00 Uhr

Download

Download
Mit der Kraft des Humors_Folder

va0027550
Mo. 22.06.2020
9.00 Uhr
VERSCHOBEN: Kinder und Jugendliche im Fokus
Pädiatrische Palliative Care und Trauer bei Kindern und Jugendlichen
Mo. 22.06.2020 (27550)
Sommerakademie
27550

Sommerakademie

VERSCHOBEN AUF 21.-23. Juni 2021
Die Sommerakademie 2020 möchte Kinder und Jugendliche im palliativen Kontext in den Mittelpunkt stellen:
- Als Patient*innen
- Als Trauernde
- Als Sorgende
Inhalte:
- Veränderungen in Familiensystemen aufgrund schwerer Erkrankung eines Mitglieds
- Krankheitsverläufe und multiprofessionellen Betreuung von jungen Patient*innen
- Palliative Pflege zu Hause und Arbeit des Externen Onkologischen Pflegedienstes
- Komplexe ethische Entscheidungssituationen
- Rolle und Beitrag des Ehrenamts
- Geschwister: Jugendliche als Sorgende
- Trauer bei Kindern und Jugendlichen
Zielgruppe:
Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen, Seelsorger*innen, freiwillig Engagierte sowie alle am Thema Interessierte
Die Teilnehmenden werden Hilfestellungen erlangen für künftige Begegnungen mit jungen Patient*innen sowie Trauernden – ob in beruflicher Funktion, als helfender Mitmensch oder selbst direkt Betroffene*r.

Referierende

Referierende:

Mag. Elisabeth Steiner, MOMO Koordinatorin Ehrenamt
Sonja Himmelsbach BSc, DGKP (Kinder und Jugendpflege), MOMO Koordination Palliativteam
Manuela Stricker, DGKP (Kinder- und Jugendlichenpflege), Expertin für Schmerzmanagement in der pädiatrischen Pflege, Externer Onkologischer Pflegedienst, St. Anna-Kinderspital

Leitung

Leitung:

Dr. Annette Henry MSc, Ärztin für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin, langjährige ärztliche Leitung des Interprofessionellen Palliativlehrgangs, Kardinal König Akademie
Mag. Silvia Langthaler, DGKS, Psychotherapeutin, Pädagogin, Leitung Roter Anker des CS Hospiz Rennweg

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 390,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

Mo. 21. - Mi. 23.6., jeweils 9:00 - 17:00 Uhr


va0029309
Fr. 04.09.2020
10.00 Uhr
Innenwelten der Demenz verständlich vermitteln
Multiplikator*innen-Ausbildung
Fr. 04.09.2020 (29309)
Seminar
29309

Seminar

Das demenz balance-Modell richtet sich an Lehrende, an Praxisanleiter*innen, Pflegedienstleiter*innen und Heimleitungen, die sich im Rahmen der Fortbildungs- und Bildungsarbeit mit dem Thema Demenz befassen. Es bietet die Möglichkeit, durch Selbsterfahrung einen Einblick in die Innenwelt von Menschen mit Demenz zu erhalten. Das Ziel der Arbeit mit dem demenz balance-Modell© ist es, die Empathiefähigkeit und Feinfühligkeit für die Situation von Menschen mit Demenz nachhaltig zu erhöhen.

Seminarpaket:
* Detaillierte methodisch-didaktische Anleitung für den Einsatz des demenz balance-Modells©
* Handbuch inklusive Seminarkonzept und Arbeitsmaterialien, um das demenz balance-Modell© selbst durchzuführen
* Zertifikat, verbunden mit der Berechtigung, das demenz balance-Modell©in der Aus-, Fort- und Weiterbildung eigenständig zu nutzen
* Jährliche Einladungen zum Anwendertreffen mit einem inhaltlichen Schwerpunkt – kollegiale Beratung und Erfahrungsaustausch
* Zugang zum geschützten Anwenderbereich
* Protokolle zu Erstellung didaktischer Materialien
* Auswertungsmethodik
* Umgang mit starken Emotionen bei Teilnehmer*innen in der Selbsterfahrung

Ihre Investition:
Das Seminar kostet pro Person 690,00 € plus Mwst.
Der Preis beinhaltet neben dem Seminarpaket auch die Tagungspauschale (Mittagessen und Seminargetränke)

Das haben Ihre Teilnehmer/innen davon:
* Erweiterung der eigenen Handlungskompetenzin der Arbeit mit Menschen mit Demenz
* Die Möglichkeit, Gefühle und Bedürfnisse in den verschiedenen Phasen der Demenz zu erleben
* Ansprechendes und nachhaltig wirksames Arbeitsmaterial

Veranstalter:
Perspektive Demenz - Barbara Klee-Reiter, Köln
in Kooperation mit Kardinal König Haus

Leitung

Leitung:

Barbara Klee-Reiter

Veranstalter

Veranstalter:

Barbara Klee-Reiter

Anmeldung

Anmeldung:

mail@perspektive-demenz.de

Dauer

Dauer:

Freitag, 4.9., 10.00 bis Samstag, 5.9., 17.00 Uhr


va0029466
Fr. 04.09.2020
16.00 Uhr
Leid kreativ wandeln –
Biografisches Schreiben in Krisenzeiten
Fr. 04.09.2020 (29466)
Workshop
29466

Workshop

Trennungen und Verluste erschüttern den ganzen Menschen, lassen ihn verzweifeln, rauben Orientierung und Sicherheiten, fordern zu tiefgreifenden Auseinandersetzungen heraus und lassen nach Sinn und Perspektive fragen. Derart persönliche Krisen stellen das bisherige Leben auf den Kopf und machen oft sprachlos.
Der persönliche Schreibdialog in der Zwischenwelt des Papiers ermöglicht es nun, existentiellen Eindrücken und schmerzhaften Erfahrungen eine neue Sprache zu geben, um sich heilsam mit Erlittenem auseinander zu setzen. Kreativ-spielerische Zugänge bieten dabei überraschende Formen der Selbstbegegnung, um so manche Geschichte des eigenen Lebens neu und hoffnungsvoll zu erzählen.
Arbeitsweise: Neben schreibtheoretischen Grundlagen und deren wissenschaftlichen Einordnung erproben wir gezielte Übungen des Biografischen-Kreativen Schreibens und stellen anhand ausgewählter Praxisbeispiele der Teilnehmenden deren jeweiligen Praxisbezug her.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Literatur
Rechenberg-Winter, P. (2015). Leid kreativ wandeln. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht

Leitung

Leitung:

M.A. Dipl.Päd. Petra Rechenberg-Winter, Approb. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Systemische Familientherapeutin (PTK), Supervisorin (DGSv), Mediatorin (BM), Lehrende für Familientherapie, Supervision und Mediation (DGSF), Poesietherapeutin (DGPB, DGKT), Dozentin für Palliative Care, Fachautorin, Mitherausgeberin der Zeitschrift LEIDFADEN

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 185,- inkl. Pausengetränke und Mittagessen am Samstag

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erfoderlich

Dauer

Dauer:

Fr. 4.9. 16:00 - 20:00, Sa. 5.9. 9:00 - 17:00 Uhr


va0029311
Di. 08.09.2020
9.00 Uhr
Lebensqualität durch Verbundenheit
Den person-zentrierten Ansatz verstehen und danach handeln
Di. 08.09.2020 (29311)
Seminar
29311

Seminar

Wohlbefinden und Lebensqualität sind keine zufälligen Ergebnisse, sondern das Ziel in der Pflege und Betreuung von an Demenz erkrankten Personen. Die Expertise für die Bedürfnisse stammt dabei von den Betroffenen selbst, die Expertise für das Formulieren, Planen und Umsetzen der Ziele von den Pflegepersonen.
Im "person-zentrierten" Ansatz von Tom Kitwood ist die gleichwertige Beziehung von Person zu Person der wesentlichste Aspekt für Wohlbefinden. Befriedigende Beziehungen, Wertschätzung, sich sinnvoll beschäftigen können, das Gefühl von Hoffnung und Vertrauen, sind einige wichtige Faktoren in seinem Zugang.

Als Instrument, um individuelle Bedürfnisse und Lebensqualität aus Sicht der Betroffenen heraus einzuschätzen, hat Tom Kitwood ein Beobachtungsverfahren (DCM, Dementia Care Mapping) entwickelt.
In diesem Seminar stehen das (vertiefende) Kennenlernen des person-zentriertes Ansatzes und ein erster Einblick in das Beobachtungsverfahren DCM im Mittelpunkt.

Als konkrete "Ernte" nehmen Sie viele Ideen mit, wie Sie Wohlbefinden und Person-Sein im (Pflege-)Alltag erhalten und fördern können. Dieser Tag wird Ihre Sicht auf die Pflege von Menschen mit einer Demenzerkrankung radikal verändern und Sie mit praktischen und an Ihrem Alltag orientierten Ideen bereichern!

Inhalte & Methoden:
- Die zentralen Aspekte des person-zentrierten Ansatzes nach Tom Kitwood
- Kennenlernen des Beobachtungsinstruments Dementia Care Mapping
- Wohlbefinden bei Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz erkennen, fördern und erhalten, z.B. durch "Bienchendienste"
- Vortrag, Einzel- und Gruppenarbeit zur Praxisreflektion

Referierende

Referierende:

Barbara Klee-Reiter, Langjährige Trainerin „Pflege und Betreuung von demenziell veränderten Menschen“; Dementia Care Mapping DCM Evaluator und Trainerin; Entwicklerin des demenz balance (r) Modells. Aus- und Fortbildungen Arbeitswissenschaft, Systemisches Coaching, Validation (N. Richards), Palliative Care u.v.m.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0029231
Fr. 11.09.2020
9.00 Uhr
Genug ist nie genug. Oder doch?
Therapiebegrenzungen bei chronischen Erkrankungen am Lebensende
Fr. 11.09.2020 (29231)
Seminar
29231

Seminar

Die vergangenen Jahrzehnte zeichnen sich im Bereich des Gesundheitswesens durch erhebliche Errungenschaften aus, auch bei Krankheitsbildern, die lange Zeit als unheilbar galten. Das gilt für das Gebiet der Tumortherapie ebenso wie für die Transplantationsmedizin oder Herz-Kreislauferkrankungen. Mit den zweifelsohne begrüßenswerten erweiterten Behandlungsoptionen stellen sich zunehmend neue Fragen, denn nicht immer bewirken diese Therapieformen, insbesondere in der letzten Lebenszeit, einen Zugewinn an Lebensqualität.
So entsteht, gerade im Zuge der Entwicklung von Palliative Care, nicht selten eine Polarisierung zwischen den Ärztinnen und Ärzten, die ihren Patienten und Patientinnen die "giftigen Therapien" scheinbar ungerührt verordnen und den im Palliativbereich Arbeitenden, welche den Vorwurf erheben, den Schwerkranken dadurch einen vermeintlich sanfteren Abschied zu erschweren oder gar zu verweigern.
Wir alle möchten leben. Möglichst lange. Schmerzfrei und aktiv. Das ist, auch absolut betrachtet, unmöglich und stellt vielleicht einen der Mythen dar, denen sich Palliative Care auch stellen muss.
Zudem hegen chronisch, lebensbedrohlich erkrankte Patientinnen und Patienten oft eine andere Wahrnehmung als Gesunde, die sich unter anderem durch ein hohes Maß an Ambivalenz auszeichnet. Verbunden mit dem gesellschaftlichen Anspruch nach Autonomie im Leben und Sterben entwickelt sich zwischen allen Beteiligten nicht selten eine ungesunde Barriere, welche die oftmals herausfordernde Kommunikation zwischen Sorgenden und Umsorgten am Lebensende zusätzlich erschwert.
Wie können wir uns als Palliative Care Tätige in diesem Spannungsfeld bewegen?
Wie lässt sich unsere Beobachtung schärfen für den individuellen Weg der Menschen in ihrer letzten Lebensphase?
Wie können wir auf dem Kontinuum zwischen leitliniengerechten Therapieformen und eigenen ethischen Ansprüchen Menschen in ihrer letzten Lebenszeit ganzheitlich begleiten?
Im Seminar werden neben der Vermittlung von inhaltlichen Fakten zum Thema Therapiebegrenzung konkrete Fallbeispiele aufgenommen, die uns miteinander ins Gespräch bringen und voneinander lernen lassen.

Zielgruppe

Zielgruppe:

Interprofessionell, insbesondere Ärzt*innen und Pflegepersonen

Leitung

Leitung:

Dr.in Friederike Boissevain MAS, Palliative Care, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie sowie Palliativmedizin, Oberärztin an einem Krankenhaus der Schwerpunktversorgung in Norddeutschland, Vorsitzende des Hospizvereins Dänischer Wohld - Menschen begleiten e.V. und Geschäftsführerin der Hospiz im Wohld gGmbH, die 2020 ein stationäres Hospiz für schwerkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene eröffnen wird (https://www.hospiz-im-wohld.de).

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausenverpflegung

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0029239
Sa. 12.09.2020
9.00 Uhr
Inseln der Entspannung im Demenzalltag
Von Verständnis, Abgrenzung und Kompromissen
Sa. 12.09.2020 (29239)
Seminar
29239

Seminar

Menschen mit Demenz zu begleiten, ist eine besondere Herausforderung: mit Höhen und Tiefen, Nähe und Fremde, Geben und Nehmen.

Die Balance zwischen diesen Polen ist nicht immer einfach. Natürlich will man den Menschen mit Demenz gerecht werden, aber dann merkt man, dass sie wie die Rosen nicht nur wunderschöne Blüten besitzen, sondern auch Dornen. Es ist eben nicht anders als in jeder anderen Beziehung.

Der Referent will zeigen, dass eine Begegnung von Mensch zu Mensch auf Augenhöhe möglich ist. Niemand ist dem anderen über- oder unterlegen, weil der eine sich auf seinen Verstand verlassen kann und der andere nicht.

Wenn also beide Partner gleichberechtigt sind, dann gilt das auch für die Bedürfnisse der beiden Partner. Wie handelt man Kompromisse aus, bei denen sich keiner ganz durchsetzen, aber auch keiner sich ganz zurücknehmen muss?

Ein Tag zum Nachdenken, Nachspüren und Finden von "Inseln der Entspannung".

Für An- und Zugehörige, Freiwillige, Pflegepersonen, Seelsorger*innen, Therapeut*innen …

Leitung

Leitung:

Erich Schützendorf, Dipl.-Päd.; Studium Pädagogik, Psychologie, Soziologie Lehrbeauftragter für Soziale Gerontologie; Autor zahlreicher Aufsätze und mehrerer Bücher zu den Themen Älterwerden, Beziehungsarbeit in der Altenpflege und Demenz, u.a.: Anderland; In Ruhe verrückt werden dürfen, Das Recht der Alten auf Eigensinn, Wer pflegt, muss sich pflegen, Das Alter als Nachspeise.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0028462
Mo. 14.09.2020
19.00 Uhr
In Ruhe alt werden können
Kritische Anmerkungen zur Normalität
Mo. 14.09.2020 (28462)
Vortrag
28462

Vortrag

"Jung bleiben beim Älterwerden" - so oder so ähnlich lauten die Titel von Ratgebern zum richtigen Altern. Selbstbestimmt, dynamisch, aktiv und fit sollen die Alten sein und möglichst problemlos für ihr Umfeld.

Der Autor Erich Schützendorf beschäftigt sich seit vielen Jahren
mit dem Älterwerden. Er spricht über die Veränderungen im Altersbild und darüber, ob Schattensein noch vorkommen dürfen.
Er, der selbst in die Jahre gekommen ist und einer Generation angehört, die sich auf ein langes Leben einstellen muss, fragt nach neuen, ungewöhnlichen Entwürfen für das dritte und das vierte Lebensalter. Er beleuchtet unsere Vorstellungen von "Normalität" und den Folgen, wenn Menschen sich nicht mehr in die vorgegebenen Muster und Routinen fügen können oder wollen.

Referierende

Referierende:

Dipl.-Päd. Erich Schützendorf, Studium Pädagogik, Psychologie, Soziologie; Autor zahlreicher Aufsätze und mehrerer Bücher zu den Themen Älterwerden, Beziehungsarbeit in der Altenpflege und Demenz.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


va0029994
Do. 17.09.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 17.09.2020 (29994)
Philosophischer Abend
29994

Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur "letzte" Fragen sind, sondern die "bleibenden" Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, an dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir diskutieren sie in einer Weise, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereiche und Lebensphasen stellen.

Wir wollen eine nicht-elitäre Form des Denkens und des Gesprächs pflegen - lebendiges Philosophieren gehört zurück in den gesellschaftlichen Alltag und setzt nichts voraus! Die erste Aufgabe und Grundbewegung philosophischen Denkens ist es, konkrete Beispiele aus der eigenen Lebenserfahrung mit den großen Themen und den Widersprüchen der Existenz und der Gesellschaft zu verknüpfen. - sowie sich von den Erfahrungen und Ansichten anderer anregen und irritieren zu lassen.
Das Philosophicum eröffnet einen kleinen, abendlichen Raum für größere Visionen, frei vom Reflex der schnellen Antworten. In Politik und Alltagsroutinen basteln wir allzu oft an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Aber das kann einfach nicht alles sein!

Themen: … werden jeweils 3 Wochen vorher bekannt gegeben und aus den vorangegangenen Philosophischen Abenden entwickelt. Vorschläge der Gäste sind herzlich willkommen!

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stv. Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal König Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

Freiwilliger Beitrag Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus

Weitere Termine

Weitere Termine:

8.10.2020, 19.11.2020, 3.12.2020, 14.1.2021


va0029465
Fr. 18.09.2020
13.30 Uhr
"Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben" - Lebens-Rückblick
mit Prof. Dr. Verena Kast
Fr. 18.09.2020 (29465)
Seminar
29465

Seminar

Lebensrückblick, emotional bedeutsame Situationen des Lebens durch vorstellungsbezogenes Erzählen ins Gefühl zu bekommen und in die Sprache zu heben, belebt, fördert die Wertschätzung für das gelebte Leben, hebt das Selbstwertgefühl und die Lebenszufriedenheit.
Es gibt verschiedene Methoden, um diesen Lebensrückblick zu erleichtern. Diese Methoden sollen in der Veranstaltung erprobt werden.
Lebensrückblick kann auch als eine Therapieform für ältere Menschen angewendet werden. Man nützt alle die Methoden, die den Lebensrückblick erleichtern, konzentriert sich aber auf ein Problem, mit dem der/die Ratsuchende "nicht fertig" wird, und arbeitet an diesem Problem, das dann oft auch eingebettet wird in einen größeren Lebensrückblick.
Zielgruppe: Menschen, die sich für den Lebensrückblick interessieren - sowohl persönlich als auch im professionellen / therapeutischen Kontext

Leitung

Leitung:

Prof. Dr. phil. Verena Kast, Psychologin, Psychotherapeutin, Professorin an der Universität Zürich, Lehranalytikerin des C.G. Jung Instituts, Mitglied der Leitung der Lindauer Psychotherapiewochen, Autorin zahlreicher Bücher

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 415,- inkl. Mittagessen am Samstag und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

Fr. 13:30 - 18 Uhr, Sa. 9 - 18 Uhr


va0028185
Mo. 21.09.2020
17.30 Uhr
Einführung in die Lebens-, Sterbe-, und Trauerbegleitung
Einführungsabend
Mo. 21.09.2020 (28185)
Lehrgang
28185

Lehrgang

Ein Einführungskurs für Interessent*innen an ehrenamtlicher Mitarbeit im Bereich der Sterbe- und Trauerbegleitung, für Mitarbeiter*innen in helfenden Berufen und für Angehörige von Schwerkranken.

Kursinhalte:
* Selbstreflexion in Bezug auf Krankheit, Sterben, Tod und Trauer
* Auseinandersetzung mit der ehrenamtlichen Rolle im Kontext der Hospizbegleitung
* Gesprächsführung
* Sensibilität für verbale und nonverbale Aspekte der Kommunikation
* Demenz und Kommunikation mit dementen und verwirrten Menschen
* Begleitung von An- und Zugehörigen

Idee, Ziele und Haltung der Hospizbewegung
* Abgestufte Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich
* Medizinische und pflegerische Grundinformationen für die letzte Lebensphase: Schmerz- und Symptomlinderung, Essen, Trinken, Lagern, Fahren mit dem Rollstuhl
* Ethische und rechtliche Aspekte der Hospizbegleitung
* Trauer und Trauerbegleitung
* Spirituelle und religiöse Bedürfnisse und Rituale
* Respekt vor anderen Religionen, Weltanschauungen und Jenseitsvorstellungen
Der Lehrgang entspricht den Standards des Dachverbands Hospiz Österreich zur Befähigung Ehrenamtlicher.

Leitung

Leitung:

Sr. Mag. Karin Weiler CS, Theologin, Supervisorin (ÖVS)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 515,- inkl. Mittagessen an Ganztagen und Seminarunterlagen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

17.30 bis 21.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

15 Abende und drei ganze Samstage bis Jänner 2021


va0029171
Mi. 23.09.2020
9.00 Uhr
Mit-Menschen in der Krise
An der Seite von akut Trauernden
Mi. 23.09.2020 (29171)
Seminar
29171

Seminar

AUSGEBUCHT - Warteliste möglich

In unserem beruflichen Alltag geben uns klare Handlungsabläufe und Routinen Sicherheit. Trauernden Mitmenschen nach einem Todesfall zu begegnen, stellt uns oftmals vor große Herausforderungen. Treffen wir auf Menschen in solch einer existentiellen Krise, laufen die sonst Sicherheit gebenden Routinen ins Leere und wir stehen orientierungslos vor dieser Erschütterung, die der Tod oft mit sich bringt. Ein wichtiger erster Schritt ist es, die eigene Betroffenheit in solch einer Begegnung anzuerkennen. Das Seminar lädt dazu ein, innere Prozesse von akut trauernden Menschen zu verstehen und sichtbar zu machen. Durch das Angebot von konkreten Hilfestellungen und Kompetenzen sollen künftige Begegnungen in professioneller und authentischer Weise möglich werden.
Seminarinhalte:
• Das Trauma der Seele
• Das Einmaleins der Notfallpsychologie
• Die perimortale Trauerbegleitung
• Trösten ist oft Vertrösten
• Die Kraft der Sprachlosigkeit
• Normalisieren und Stabilisieren
• Der Halt im Schuldgefühl
• Die Berufsseele: Umgang mit der eigenen Betroffenheit

Leitung

Leitung:

Dr. Martin Prein, Thanatologe, Notfallpsychologe, ehem. Bestatter www.martinprein.at

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0029240
Sa. 26.09.2020
9.00 Uhr
Sinn-voll aktivieren
Mit Aktivierung dem Leben Sinn geben
Sa. 26.09.2020 (29240)
Seminar
29240

Seminar

Altgewohnte Konzepte der Betreuung kommen an ihre Grenzen, Menschen mit höherer Pflegestufe, mit demenziellen Veränderungen oder psychischen Erkrankungen fordern uns heraus und bewirken, dass wir uns auf die Suche nach neuen Konzepten für Betreuung, Förderung und sinn-volle Beschäftigung im Aufgabengebiet der Pflege begeben.

Der Seminartag füllt Ihren "Werkzeugkoffer" mit vielen praktischen Aktivierungs-Möglichkeiten und regt zur Umsetzung in die Praxis an.

Inhalte und Methoden:
- Kurzeinführung in die Welt der Aktivierung, theoretischer Input
- Schnupperworkshop Montessori für Senior*innen mit dem Schwerpunkt Sinnesarbeit und Übungen des täglichen Lebens
- Motogeragogik: "In Bewegungsrunden aktivieren und fördern"
- Kurzaktivierung biografisch orientiert
-Rhythmik zum aktiven Erleben

Der Tag soll Lust auf mehr machen und motivieren, neue aktivierende Impulse in den Alltag von Pflege und Betreuung einzubringen.

Zielgruppe: Ehrenamtlich, hauptamtlich oder als Angehörige Pflegende und Betreuende in der stationären und mobilen Betreuung, Tageszentren, Wohngruppen, usw.

Referierende

Referierende:

Lore Wehner, Fachexpertin für Aktivierung und Betreuung in der Geriatrie Geragogin, ehm. Dozentin der Aktivierungsfachschule medi/bern. Erfahrungsbereiche in der psychosozialen Betreuung, der Demenzbegleitung, Angehörigenarbeit, Ehrenamt, Schulung, Konzeption uvm.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0028186
Di. 29.09.2020
19.00 Uhr
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Marcel Proust)
Gelesenes und Geriatrie in Zeiten des Corona-Virus
Di. 29.09.2020 (28186)
Vortrag
28186

Vortrag

Referierende

Referierende:

Dr. Harald Retschitzegger MSc, Spezialisierung in Palliativmedizin, Zusatzfacharzt für Geriatrie, Palliativbeauftragter im Pflegewohnhaus Meidling (Wiener KAV)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


va0027245
Fr. 02.10.2020
16.00 Uhr
Erinnerungs- und bindungsbezogene Interventionen in der Begleitung trauernder Menschen
Fr. 02.10.2020 (27245)
Seminar
27245

Seminar

Der Prozess der Trauer ist ein Wechselspiel zwischen dem Loslassenlernen dessen, was verloren wurde wie dem alltäglichen Umgang mit der verstorbenen Person und der Entwicklung dessen, was Hinterbliebene bewahren möchten. Dazu gehören positive Erinnerungen, die innere Präsenz des verstorbenen Menschen oder sein Vermächtnis.
Die Verbundenheit mit dem Verlorenen ist ein großes Bedürfnis der meisten Trauernden. Wenn sie konstruktiv entwickelt werden kann, kann sie sehr stärkend für den weiteren Lebensweg sein. Manches Mal allerdings entstehen auch aus der ungestillten Sehnsucht nach Verbindung stagnierende Trauerprozesse und anhaltende Schuldgedanken.
Das Seminar lädt zu einer erinnerungs- und bindungsbezogenen Sichtweise auf Trauerprozesse ein. Einfache Fragen und Impulse zur Stärkung der anhaltenden Bindung zum Verlorenen werden eingeübt. Dazu gehören auch Methoden der Symbolarbeit.
Wir werden mit Einzelübungen, Paar- und Kleingruppengesprächen sowie kurzen Impulsen durch die Seminarleitung arbeiten. Das Mitbringen von Fallbeispielen aus der praktischen Erfahrung der Teilnehmenden ist ausdrücklich erwünscht.
Zielgruppe des Seminars sind ehren- und hauptamtliche Trauerbegleitende sowie Psychotherapeut*innen, jeweils auch in Ausbildung.

Leitung

Leitung:

Ulrike Backhaus, Siegburg (D), Dipl.-Sozialpädagogin, Personzentrierte Therapeutin, seit über 30 Jahren Begleitung von schwerkranken, sterbenden und trauernden Menschen, seit 2004 in eigener Praxis, Leitung von Fort- und Weiterbildungen für Trauerbegleitende und Psychotherapeut*innen, Fachautorin

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 185,- inkl. Pausengetränke und Mittagessen am Samstag

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erfoderlich

Dauer

Dauer:

Fr., 2.10. 16:00-20:00 Uhr, Sa., 3.10. 9:00-17:00 Uhr


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Mo. 05.10.2020
19.00 Uhr
Wenn ich nicht mehr entscheiden kann
Erwachsenenschutzgesetz, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung(en)
Mo. 05.10.2020 (28188)
Vortrag
28188

Vortrag

Referierende

Referierende:

Mag. Clemens Fritsch, Notar und Erwachsenenvertreter

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erbeten

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


va0029995
Do. 08.10.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 08.10.2020 (29995)
Philosophischer Abend
29995

Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur "letzte" Fragen sind, sondern die "bleibenden" Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, an dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir diskutieren sie in einer Weise, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereiche und Lebensphasen stellen.

Wir wollen eine nicht-elitäre Form des Denkens und des Gesprächs pflegen - lebendiges Philosophieren gehört zurück in den gesellschaftlichen Alltag und setzt nichts voraus! Die erste Aufgabe und Grundbewegung philosophischen Denkens ist es, konkrete Beispiele aus der eigenen Lebenserfahrung mit den großen Themen und den Widersprüchen der Existenz und der Gesellschaft zu verknüpfen. - sowie sich von den Erfahrungen und Ansichten anderer anregen und irritieren zu lassen.
Das Philosophicum eröffnet einen kleinen, abendlichen Raum für größere Visionen, frei vom Reflex der schnellen Antworten. In Politik und Alltagsroutinen basteln wir allzu oft an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Aber das kann einfach nicht alles sein!

Themen: … werden jeweils 3 Wochen vorher bekannt gegeben und aus den vorangegangenen Philosophischen Abenden entwickelt. Vorschläge der Gäste sind herzlich willkommen!

Referierende

Referierende:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stv. Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal König Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

freier Beitrag Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus


va0029232
Fr. 16.10.2020
9.00 Uhr
Palliativ kompakt: Wissen & Entscheiden
#1: Ernährung zwischen Zwang und Verweigerung
Fr. 16.10.2020 (29232)
29232

Diese Reihe kombiniert Wissensimpulse und ethische Reflexion für Praktiker*innen aus Hospiz, Palliative Care und Langzeitpflege. Im Vordergrund steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit, daher sind die Veranstaltungen für alle Zielgruppen offen.

Teil 1:Ernährung zwischen Zwang und Verweigerung

Palliativ kompakt - Wissen: Das Wichtigste zur Sache!
Zu Fokusthemen wird der aktuelle Wissensstand beleuchtet und diskutiert. Das Wichtigste für die Praxis: theoretische Hintergründe, praktische Möglichkeiten und konkrete Beispiele in einem kompakten Halbtages-Format!

Palliativ kompakt - Entscheiden: Ethischer Reflexionsraum
"Hier komme ich nicht weiter…" Die Nachmittage bieten einen Ort für Menschen im Feld von (palliativer) Sorge, um über Situationen zu sprechen, die tiefer beschäftigen, mit Unsicherheit einhergehen und ethische Gefühle aufwühlen. Die Teilnehmer*innen können Situationen/Geschichten vorstellen oder sich als aktive Zuhörer*innen im Austausch einbringen. Sie lernen Moderationsmöglichkeiten und Leitfäden für das Gespräch kennen. Der Austausch dient außerdem dem gemeinsamen Lernen und der Bestärkung.

Wissen: 9.00 - 12.30 Uhr
Entscheiden: 14.00 - 17.00 Uhr

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, welche Teile Sie besuchen möchten.

Referierende

Referierende:

Prof. Dr. Thomas Frühwald, Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie, Mitglied des Beirates für Altersmedizin des Bundesministeriums für Gesundheit.
Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stv. Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal König Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- Vollpreis enthält Mittagessen

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0028765
Fr. 16.10.2020
15.30 Uhr
Familientrauer begleiten
Fr. 16.10.2020 (28765)
Lehrgang
28765

Lehrgang

AUSGEBUCHT - Warteliste möglich

Wenn ein Familienmitglied unheilbar krank ist oder stirbt, sind oftmals Kinder und Jugendliche als Angehörige betroffen. Altersentsprechende Trauerreaktionen stellen die Begleiter*innen vor mitunter große Herausforderungen im Familiensystem.
Inhalte:
Persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Kinder, Tod und Familie"
Entwicklung des kindlichen Todesbegriffes
Begleitung von trauernden Kindern und Jugendlichen im palliativen Kontext und nach dem Tod naher Bezugspersonen
Erfahren, Ausprobieren und Reflektieren von kreativen Methoden und Ritualen
Arbeit mit Kinder- & Jugendliteratur und Kurzfilmen
Zielgruppe: Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die bereits den Trauerlehrgang absolviert haben, Pädagog*innen, die im beruflichen Kontext mit Traueranlässen zu tun hatten oder sich darauf vorbereiten wollen

Leitung

Leitung:

Mag. Silvia Langthaler, DGKS, Psychotherapeutin, Pädagogin, Leitung Roter Anker des CS Hospiz Rennweg
Elke Kohl, DGKP, Familientrauerbegleiterin in eigener Praxis, www.kindertrauer-undmehr.at

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 430,- inkl. Mittagessen an den Samstagen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

jeweils Fr. 15:30 - 20:00, Sa. 9:00 - 17:00

Weitere Termine

Weitere Termine:

6.11. und 7.11., 11.12. und 12.12.2020


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Mo. 19.10.2020
19.00 Uhr
Worauf es heute wirklich ankommt.
Belebende Impulse aus der seelsorglichen Begegnung mit Menschen an Grenzen.
Mo. 19.10.2020 (28190)
Vortrag
28190

Vortrag

Referierende

Referierende:

Pfarrer Hans Bartosch, teilt mit uns seine Erfahrung als langjährigerKrankenhausseelsorger in der Diakonie Düsseldorf, seit 2012 Pfarrer und Seelsorger der Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg. Und er ist Seelsorgetagebuchschreiber: aus tausenden von Gesprächen hat er in seinem Buch Was noch erzählt werden muss. Zeitgeschichte am Krankenbett (2018) eine Auswahl von berührenden Lebensgeschichten festgehalten. Mit authentischer Erzählkraft hebt er aus diesen Schicksalen allgemein menschlich Gültiges hervor. Es sind Geschichten von Leben und Tod, von Hoffnung und Glauben und von einer Lebensweisheit, die zu Herzen gehen und nicht selten gegen den Strich unserer gängigen Vorstellungen gebürstet sind. Er ist ein Kritiker von Spiritual Care und ein Verfechter von Seelsorge. Seine Impulse sind wertvoll für alle, die Menschen in ihrer Einmaligkeit begegnen wollen.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


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Di. 20.10.2020
9.00 Uhr
"No man is an island..." (John Donne - 1572-1631) - keine*r lebt für sich allein:
Die Begegnung von Mensch zu Mensch als belebendes Risiko
Di. 20.10.2020 (28558)
Seminar
28558

Seminar

COVID-19 verändert unser Leben wohl nachhaltig. "Social Distancing" wird zur Norm. Wir sind potenziell ansteckend und ansteckbar. Wir schützen uns voreinander. Wir müssen den direkten Kontakt meiden. Die Welt zieht Masken auf. Gesichter verschwinden. Verlieren wir den Blick füreinander? Was bedeutet das Leben mit / nach dem Virus für unsere mit-menschlichen Begegnungen - im Privaten wie im Beruflichen, für unsere Gesellschaft, für die Sorge umeinander?

Der Oktober 2020 wird der Oktober nach der Pandemie sein.
Wir wissen heute kaum, worüber wir wirklich alles zu reden haben.
Über wie viel Tod, wie viel Elend, wie viel Glück, wie viel Verschonung.

Bei aller Unplanbarkeit - insbesondere in Zeiten von Corona - ist es wesentlich zu planen, dass wir definitiv miteinander reden und an diesem Termin unbedingt festhalten.
Weil wir viel zu reden haben.

Leitung

Leitung:

Pfarrer Hans Bartosch, teilt mit uns seine Erfahrung als langjähriger Krankenhausseelsorger in der Diakonie Düsseldorf, seit 2012 Pfarrer und Seelsorger der Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg. Und er ist Seelsorgetagebuchschreiber: aus tausenden von Gesprächen hat er in seinem Buch "Was noch erzählt werden muss. Zeitgeschichte am Krankenbett" (2018) eine Auswahl von berührenden Lebensgeschichten festgehalten. Mit authentischer Erzählkraft hebt er aus diesen Schicksalen allgemein menschlich Gültiges hervor. Es sind Geschichten von Leben und Tod, von Hoffnung und Glauben und von einer Lebensweisheit, die zu Herzen gehen und nicht selten gegen den Strich unserer gängigen Vorstellungen gebürstet sind. Er ist ein Kritiker von Spiritual Care und ein Verfechter von Seelsorge. Seine Impulse sind wertvoll für alle, die Menschen in ihrer Einmaligkeit begegnen wollen.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. MIttagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


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Do. 22.10.2020
10.00 Uhr
ÜbungsRaum Krise - Leid - Trauer
Methodenvielfalt zur Beratung und Begleitung
Do. 22.10.2020 (30355)
Seminar
30355

Seminar

Die Herkunft des Begriffs Methode geht zurück auf das Griechische me´thodos, was so viel heißt wie "Weg zu etwas hin". Die Methode ist demnach die Art und Weise, wie ein begleitender, beratender Mensch etwas tut, um mit dem*der Patient*in, Zugehörigen und/oder Trauernden definierte gemeinsame Ziel zu erreichen.
Auch wenn die Haltung der Zuwendung, des Interesses, des Respekts und der Ermutigung als Hauptwirkfaktor zwischenmenschlicher Sterbe- und Trauerbegleitung genannt werden will, ist der Einsatz anderer Methoden – ergänzend zum Zuhören – wünschenswert und sinnhaft. Die Fähigkeit, sich selbst (wieder) bewusst wahrzunehmen, die veränderte Realität zu erkennen, den anflutenden Impulsen von innen oder außen nicht (länger) ausgeliefert zu sein, bedarf der Übung, die – wenn sie erfahrungsbasiert ist – eine deutliche Auswirkung hat. Das Üben trägt auf dem Boden von Wahrnehmen und Erkennen, von Annehmen und gestaltendem Erproben dazu bei, dass der individuelle Mensch (wieder) eigene Steuerungsfähigkeit entwickelt und sich dadurch als selbstwirksam erfährt.
In diesem Seminar werden zahlreiche Methoden vorgestellt und etliche auf ihre Wirkung überprüft.

Leitung

Leitung:

Monika Müller M.A., Therapeutin, Supervisorin, Fachbuchautorin, Seminar- und Kursleiterin in Palliative Care, Trauer und Spiritual Care, war langjährig Leiterin von ALPHA Rheinland
Dr.in Sylvia Brathuhn, Diplom-Pädagogin, Fachreferentin im Bereich existentieller Krisen (Lebensbedrohliche Erkrankungen, Sterben, Tod, Trauer), Fachbuchautorin, Geschäftsführende Herausgeberin von Leidfaden - Fachmagazin für Krise, Leid, Trauer. Bochumer Gesundheitstrainerin, Kommunikationstrainerin, Trainerin für persönlichkeitsorietierte Entwicklung, Trauerbegleiterin

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 440,- inkl. Mittagessen, Pausengetränke und Fachbuch "ÜbungsRaum Krise - Leid - Trauer"

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

22. bis 24.10.2020, Do. 10:00 - 17:00, Fr. und Sa. 9:00 - 17


va0029420
Do. 05.11.2020
9.00 Uhr
Aktivierend den Alltag begleiten!
Basis-Modul für Aktivierungsassistent*innen
Do. 05.11.2020 (29420)
Seminar
29420

Seminar

Aktivierungsassistent*innen aktivieren und fördern ressourcenorientiert, ganzheitlich und personenzentriert die Ressourcen ihrer zu betreuenden und/oder zu pflegenden Menschen. Ziel ist, Lebensqualität, Teilhabe, soziale Interaktion und Sinnhaftigkeit für Menschen in geriatrischen Einrichtungen zu ermöglichen.

Berufsgruppen in geriatrischen Arbeitsbereichen stehen im Alltag vor vielen Herausforderungen welche sie tagtäglich mit großem Engagement meistern. Doch Engagement alleine genügt nicht mehr, da sich Bedürfnisse und der Bedarf unterschiedlichster Zielgruppen enorm verändert haben. Eine besondere Herausforderung stellt der hohe Anteil von Menschen mit demenziellen Veränderungen, aber auch Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen dar.

Geriatrische Aktivierung eröffnet neue Wege im Alltag der Pflege und Betreuung.

Inhalte und Methoden:
- Einführung in die Grundlagen der Aktivierung, Haltung, Achtsamkeit und Grenzen
- Biografische Aktivierung (aktivitäts-, gesprächs- und dokumentationsorientiert)
- Beobachtung und Wahrnehmung - Ressourcen finden und fördern
- Aktivierungsplanung erstellen (Wochen- und Monatsplanung mit Zielsetzung..)
- Aktivierung und Lebensraumgestaltung bei hohen Pflegestufen
- Methoden und Techniken der Kleingruppen und Einzelaktivierung, -der "aktivierende Tisch- oder Bettbesuch"

Zielgruppen: Interessierte Berufsgruppen aus den Bereichen Pflege und Betreuung, Ehrenamtlich Begleitende.

Bei Interesse der TeilnehmerInnen werden weitere Module angeboten, um die Zusatzqualifikation zum/zur Aktivierungsassistent*in erreichen zu können.

Referierende

Referierende:

Lore Wehner, Fachexpertin für Aktivierung und Betreuung in der Geriatrie Geragogin, ehm. Dozentin der Aktivierungsfachschule medi/bern. Erfahrungsbereiche in der psychosozialen Betreuung, der Demenzbegleitung, Angehörigenarbeit, Ehrenamt, Schulung, Konzeption uvm.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 250,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Dauer

Dauer:

Donnerstag, 5.11., 9.00 bis Freitag, 6.11., 17.00 Uhr


va0029506
Do. 05.11.2020
18.00 Uhr
Grenz-Kompetenz
Do. 05.11.2020 (29506)
Seminar
29506

Seminar

In Krisenzeiten können kaum neue Inhalte erlernt werden. Es trägt nur das, was bereits zuvor im Leben angeeignet wurde und sich bereits bewährt hat. Deshalb erscheint es berechtigt, über Leiden nachzudenken und zu reden, bevor wir selbst in extreme persönliche, existentielle Leiden geraten.
In der philosophischen und in anderen Traditionen wurden Übungen entwickelt, das Leben von den Grenzen und Grenzsituationen her zu betrachten. Das hat nicht nur den Sinn, sich auf mögliches Grenzerleben vorzubereiten, sondern auch das Leben im Hier und Jetzt zu bereichern, der Wahrheit und dem Bedeutsamen näher zu kommen, die Dinge und das Leben im "rechten Licht" und den rechten Proportionen sehen zulassen - und nicht zuletzt Andere in Krisen angemessen verstehen zu können.
Im Seminar wollen wir auf diesen Schatz philosophischer Übungen zurückgreifen und für die Sorge für sich und andere in der Palliativarbeit und verwandten Feldern neu fruchtbar machen. Grenz-Kompetenz stärkt persönliche und gemeinschaftliche Ressourcen im Sinne der Salutogenese, führt Sorge-Arbeit an ihren wesentlichen Kern und nährt so die Motivation und den Umgang mit "moral distress".

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz
Dr. Christian Metz, Psychotherapeut, Supervisor (Schwerpunkt Sozial- und Gesundheitswesen) sowie Lehrtherapeut und Ausbilder in personzentrierter Psychotherapie (APG-FORUM); Leitung der Kardinal König Akademie für Hospiz, Palliative Care und Demenz in Wien

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 180,- inkl. Pausengetränke und Mittagessen am Freitag

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

Do., 5.11., 18:00 mit open end, Fr. 6.11., 9:00 - 16:00 Uhr


va0029238
Sa. 07.11.2020
9.00 Uhr
Lebensraum Bett
Lebensqualität und Lebendigkeit ermöglichen
Sa. 07.11.2020 (29238)
Seminar
29238

Seminar

Bettlägerigkeit verändert das Leben von Pflegebedürftigen.
Das gilt für multimorbide und an Demenz erkrankte Menschen ebenso wie für temporär eingeschränkte Patient*innen.
Für gesunde Menschen ist das Bett ein Ort der Erholung und Entspannung und des Schlafes. Für Pflegende, Ärzt*innen und Therapeut*innen ist das Bett eine Arbeitsfläche.
Für Pflegebedürftige ist das Bett der verbliebene Lebensraum für die ihnen verbleibende Lebenszeit.
Der bettlägerige Mensch hat nur noch rund 1,9 Quadratmeter "Wohnfläche" - das Bett wird zum allumfassenden Lebensraum.

Diese Fortbildung befasst sich mit der Bettlägerigkeit und den damit verbundenen Begleitumständen sowohl von jungen als auch betagten Erkrankten.
Wie können wir verstehen und nachempfinden, was Bettlägerigkeit für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld bedeutet? Welche Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung um den Pflegebedürftigen Lebensqualität und Lebendigkeit zu ermöglichen, sie in dieser Situation zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern? Wie gelingt es, die
Pflegebedürftigen im besten Fall in diese Gestaltung mit einzubeziehen?

Unter den folgenden Gesichtspunkten vermittelt Ihnen das Seminar Inhalte, die zu einem besseren Verständnis helfen und zu neuen Ideen anregen können:

o Der Mensch, der im Bett lebt - Wahrnehmung und Funktionen des menschlichen Daseins
o Was führt zu Bettlägerigkeit - Aus der Sicht eines Patienten vs. aus der Sicht von
Pflegenden, Betreuenden und Therapeutinnen
o Helfen, sich Zeit nehmen, loben und mobilisieren - Kognitive Fähigkeiten fördern, Bewegung schmackhaft machen & Hilfestellungen anbieten
o Geborgenheit im Zimmer ermöglichen - Verlust des "Zuhause-Gefühls"
o Sprechen und berühren - Berührungen ermöglichen und am aktuellen sozialen Geschehen teilhaben lassen

Zielgruppe:
Alle, die Menschen im eingeschränkten Lebensraum begleiten, betreuen, behandeln: Angehörige, freiwillig Engagierte, "Profis" in Pflege, Therapie und Seelsorge

Leitung

Leitung:

Sabine Baumbach, Dozentin Geriatrie, Palliative Care, Validationsanwenderin. Berlin (D)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0029249
Mo. 09.11.2020
9.00 Uhr
Demenz und Schmerz
Erkennen, behandeln, vermeiden
Mo. 09.11.2020 (29249)
Seminar
29249

Seminar

Was wissen wir über das Schmerzerleben von Menschen mit fortgeschrittener Demenz, die uns keine Auskunft mit Worten darüber geben? Erstaunlicherweise wird immer noch angezweifelt, dass sie überhaupt Schmerzen haben. Gerade multimorbide, hochaltrige Menschen leiden jedoch häufig unter Schmerzen - nicht nur körperlich! Sie drücken den Schmerz auch aus, aber nicht in für uns gewohnter Form.

Das Erleben von Schmerz beeinflusst das physische, psychische und auch das soziale Befinden eines jeden Menschen - mit und ohne Demenz. Wir haben den Auftrag, den Schmerz bei Bewohner*innen und Klient*innen aufzuspüren, zu verstehen und zu behandeln. Und wo immer möglich Schmerzen zu vermeiden.

Im Seminar beschäftigen uns Fragen wie:
Was bedeutet das Konzept "Total Pain" für Menschen mit Demenz?
Wie sieht das Konzept des Schmerzmanagements aus?
Wie nehmen wir ein Schmerzproblem wahr?
Welche Möglichkeiten der Vermeidung und der Therapie haben wir?

Leitung

Leitung:

Sabine Baumbach, Dozentin Geriatrie, Palliative Care, Validationsanwenderin. Berlin (D)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0030415
Fr. 13.11.2020
14.00 Uhr
Wenn es knirscht und kracht
Gewalt bei Demenz in der häuslichen Betreuung
Fr. 13.11.2020 (30415)
Seminar
30415

Seminar

Das Leben mit Demenz im familiären Kontext kann alle Beteiligten sehr herausfordern. Es gibt viele Gründe, auch bei bester Absicht die Geduld zu verlieren. Dann ist die Grenze zur Gewalt schmal - verbal, psychisch, manchmal auch körperlich. Es gibt aber auch viele Möglichkeiten, diese Grenze gut im Blick zu haben und rechtzeitig zu stoppen.

An diesem Nachmittag beleuchten wir anhand von konkreten Beispielen, wie man rechtzeitig das Gewaltpotenzial einer Situation erkennt und "aussteigen" kann. Wie durch Selbstsorge Entlastung gelingt und wie Außenstehende hilfreich unterstützen können.

Zielgruppe: Angehörige, Ehrenamtliche, Betreuende aller Berufsgruppen

Referierende

Referierende:

Dr.iur. Michael Halmich LL.M., Jurist mit Schwerpunkt Medizin- und Gesundheitsrecht Wien
DGKP Sigrid Knotek, Wiener Hilfswerk, Hilfe und Pflege daheim

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 30,- inkl. Pausengetränke

Dauer

Dauer:

14.00 - 17.30 Uhr


va0029996
Do. 19.11.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 19.11.2020 (29996)
Philosophischer Abend
29996

Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur "letzte" Fragen sind, sondern die "bleibenden" Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, an dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir diskutieren sie in einer Weise, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereiche und Lebensphasen stellen.

Wir wollen eine nicht-elitäre Form des Denkens und des Gesprächs pflegen - lebendiges Philosophieren gehört zurück in den gesellschaftlichen Alltag und setzt nichts voraus! Die erste Aufgabe und Grundbewegung philosophischen Denkens ist es, konkrete Beispiele aus der eigenen Lebenserfahrung mit den großen Themen und den Widersprüchen der Existenz und der Gesellschaft zu verknüpfen. - sowie sich von den Erfahrungen und Ansichten anderer anregen und irritieren zu lassen.
Das Philosophicum eröffnet einen kleinen, abendlichen Raum für größere Visionen, frei vom Reflex der schnellen Antworten. In Politik und Alltagsroutinen basteln wir allzu oft an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Aber das kann einfach nicht alles sein!

Themen: … werden jeweils 3 Wochen vorher bekannt gegeben und aus den vorangegangenen Philosophischen Abenden entwickelt. Vorschläge der Gäste sind herzlich willkommen!

Referierende

Referierende:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stv. Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal König Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

freier Beitrag Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus


va0028196
Mo. 30.11.2020
19.00 Uhr
(Leben und) Sterben am Rande der Gesellschaft
Palliativbegleitung von Randgruppen (HIV-positive Menschen, Obdachlose, Sexarbeiterinnen, LGBTIQ, Flüchtlingen etc.)
Mo. 30.11.2020 (28196)
Vortrag
28196

Vortrag

Referierende

Referierende:

Mag. Alexandra Prinz MSc, DGKP, Studium der Philosophie, Kultur- und Sozialanthropologie,Master-Abschluss in Advanced Nursing Practice, Hospiz- und Palliativausbildung, Berufserfahrung im In- und Ausland

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


va0029172
Do. 03.12.2020
9.00 Uhr
An der Seite der Toten
Wiederholungstermin
Do. 03.12.2020 (29172)
Seminar
29172

Seminar

Das Seminar "An der Seite der Toten" will zu einer intensiven Selbsterfahrung mit den Lebensthemen Tod und Trauer einladen.
Wie der Seminartitel bereits verrät, wird dabei ein einzigartiger Weg beschritten.
Dieser Weg führt unter anderem in die Auseinandersetzung mit dem toten Körper. Der "Blick" auf den Leichnam (das Symbol des "Körper gewordenen Todes") kann helfen, unsere individuellen Gefühlsräume in der Begegnung mit dem Tod zu erweitern und zu bereichern. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob wir uns jemals real einem Leichnam gegenübersehen.
Der reichhaltige Erfahrungsschatz des Seminarleiters zum Thema lädt zu einer emotionalen und vor allem lebendigen Reise ein.
Den Seminarteilnehmer*innen eröffnen sich dabei neue Wege und brauchbare Hilfestellungen für künftige Begegnungen mit dem Tod, sowie trauernden Menschen – ob in beruflicher Funktion, als helfender Beistand, Mitmensch oder selbst direkt Betroffene*r.
Hilfestellungen, die wir benötigen, um der Sprachlosigkeit und Ohnmacht, die der Tod erwecken kann, etwas entgegenzusetzen: gegenseitige Verbundenheit, heilsames Mitgefühl, Wertschätzung und (De-)Mut.
Seminarinhalte:
- Die totgeschwiegenen Toten
- Wem gehört der Leichnam?
- Das (un)heimliche Leben der Leiche
- Das Leichentabu: ein Berührungsverbot
- Das „Begreifen“ des Todes und seine Bedeutung für den Trauerverlauf
- Eine selbstbestimmte Abschiedskultur
- Authentische Begegnung mit trauernden Menschen
- Die Berufsseele: zwischen Abgrenzung und Betroffenheit
- Wertschätzung eigener Unsicherheiten und Bedürfnisse
- Vertrauen in die Intuition
- Die Bedeutung des Humors
Methoden:
- Theoretische Betrachtung
- Gruppenarbeit
- Selbstreflexion
- Diskussion

Leitung

Leitung:

Dr. Martin Prein, Thanatologe,Psychologe, ehem. Bestatter

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0029997
Do. 03.12.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 03.12.2020 (29997)
Philosophischer Abend
29997

Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur "letzte" Fragen sind, sondern die "bleibenden" Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, an dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir diskutieren sie in einer Weise, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereiche und Lebensphasen stellen.

Wir wollen eine nicht-elitäre Form des Denkens und des Gesprächs pflegen - lebendiges Philosophieren gehört zurück in den gesellschaftlichen Alltag und setzt nichts voraus! Die erste Aufgabe und Grundbewegung philosophischen Denkens ist es, konkrete Beispiele aus der eigenen Lebenserfahrung mit den großen Themen und den Widersprüchen der Existenz und der Gesellschaft zu verknüpfen. - sowie sich von den Erfahrungen und Ansichten anderer anregen und irritieren zu lassen.
Das Philosophicum eröffnet einen kleinen, abendlichen Raum für größere Visionen, frei vom Reflex der schnellen Antworten. In Politik und Alltagsroutinen basteln wir allzu oft an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Aber das kann einfach nicht alles sein!

Themen: … werden jeweils 3 Wochen vorher bekannt gegeben und aus den vorangegangenen Philosophischen Abenden entwickelt. Vorschläge der Gäste sind herzlich willkommen!

Referierende

Referierende:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stv. Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal König Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

freier Beitrag Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus


va0029233
Fr. 04.12.2020
9.00 Uhr
Palliativ kompakt: Wissen & Entscheiden
#2: Delir, die unterschätzte Gefahr
Fr. 04.12.2020 (29233)
Seminar
29233

Seminar

Diese Reihe kombiniert Wissensimpulse und ethische Reflexion für Praktiker*innen aus Hospiz, Palliative Care und Langzeitpflege. Im Vordergrund steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit, daher sind die Veranstaltungen für alle Zielgruppen offen.

Teil 2:Delir: vorbeugen, erkennen, behandeln

Palliativ kompakt - Wissen: Das Wichtigste zur Sache!
Zu Fokusthemen wird der aktuelle Wissensstand beleuchtet und diskutiert. Das Wichtigste für die Praxis: theoretische Hintergründe, praktische Möglichkeiten und konkrete Beispiele in einem kompakten Halbtages-Format!

Palliativ kompakt - Entscheiden: Ethischer Reflexionsraum
"Hier komme ich nicht weiter…" Die Nachmittage bieten einen Ort für Menschen im Feld von (palliativer) Sorge, um über Situationen zu sprechen, die tiefer beschäftigen, mit Unsicherheit einhergehen und ethische Gefühle aufwühlen. Die Teilnehmer*innen können Situationen/Geschichten vorstellen oder sich als aktive Zuhörer*innen im Austausch einbringen. Sie lernen Moderationsmöglichkeiten und Leitfäden für das Gespräch kennen. Der Austausch dient außerdem dem gemeinsamen Lernen und der Bestärkung.

Wissen: 9.00 - 12.30 Uhr
Entscheiden: 14.00 - 17.00 Uhr

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, welche Teile Sie besuchen möchten.

Referierende

Referierende:

OÄ Dr. Sophie Roider-Schur, Fachärztin für Innere Medizin, Onkologie, St. Josef Krankenhaus

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- Vollpreis enthält Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0028313
Di. 15.12.2020
10.00 Uhr
Hildegard von Bingen
Meine Seelenmelodie mit Hildegard von Bingen zum Klingen bringen
Di. 15.12.2020 (28313)
Seminar
28313

Seminar

Hildegard von Bingen war eine Äbtissin im 11. Jahrhundert. Ihre tiefe Gottverbundenheit eröffnete ihr ein hohes Wissen über die Heilkunst der Menschheit. Die Heillehre Hildegards geht immer von „Ganzheit“ aus. Sie lädt ein zur Achtsamkeit unserer Kultur und unseren Werten. Hildegards Werke sind eine unermessliche Bereicherung für den Glauben, für die Wissenschaft, die Menschen und andere Disziplinen. Ihre Empfehlungen der Heilkunde wirken mit großer Bedeutung bis in die Gegenwart und einige davon werden wir kennenlernen und ausprobieren.
Inhalt: Grundlagen der Hildegardapotheke, Stärken der Viriditas, Discretio, Ratio und der Subtilität, Hildegard-Kuren,Was empfiehlt die Hl. Hildegard in Bezug auf Ernährung und Fasten? Leberwickel, Wohlfühlen von Körper, Geist und Seele

Methode: Impulsreferat, Workshop, Selbsterfahrung durch praktische Anwendungen

Mitnehmen: Schreibzeug und bequeme Bekleidung, warme Socken, Nackenrolle, Polster (für die Knie), Handtuch, Badetuch, Gästehandtuch oder Waschlappen, Thermophor

Leitung

Leitung:

Beatrix Wondraczek MAS (Palliative Care), Diplomierte Pflegefachkraft/Palliative Care, Trainerin und Seminarleiterin in der Erwachsenenbildung, Fastenleiterin nach Hildegard von Bingen, Ausbildung an der Hildegardakademie/Vlbg., Mitglied des internationalen Hildegardverbandes

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

10.00 bis 17.00 Uhr


va0030340
Di. 12.01.2021
9.00 Uhr
Die Palliative Care Box
Di. 12.01.2021 (30340)
Seminar
30340

Seminar

Argumente, praktische Arbeitsinstrumente, Umsetzungshilfen und Praxisberichte zur Prozess- und Organisationsentwicklung in der stationären Langzeitpflege

Welche Tools (Argumente und Instrumente) würden Sie in Ihre Palliative Care Box stecken? Womit haben Sie tolle Erfahrungen in der Umsetzung von Palliative Care gemacht? Wie machen es eigentlich die anderen? Passt Palliative Care in eine Box?
Im Rahmen der Nationalen Strategie Palliative Care 2010-2015 und der Nationalen Plattform Palliative Care (seit 2017) sowie in weiteren Projekten wurden wichtige Grundlagen für die Palliative Care in der Schweiz erarbeitet. Bis anhin fehlte aber für die Umsetzung in Betrieben eine Zusammenstellung praxiserprobter Argumente und Instrumente. Die "Palliative Care Box" soll diesbezüglich Abhilfe schaffen. Sie bietet Arbeitsinstrumente zur Prozessentwicklung und praktische Umsetzungshilfen zu den Palliative Care-Kernleistungen und richtet sich an Leitungs- und Fachpersonen in der stationären Langzeitpflege. Aus der Praxis für die Praxis sei die Perspektive der Box, die im Auftrag der nationalen Steuergruppe Palliative Care von CURAVIVA Schweiz erarbeitet wurde. Für das Management biete die Box Argumente, Arbeitsinstrumente (Projektvereinbarungen, Konzepte etc.) und Praxisberichte zur Prozess- und Organisationsentwicklung. Fachpersonen profitierten ebenfalls von Arbeitsinstrumenten sowie Umsetzungshilfen zu den sechs Palliative Care-Kernleistungen und weiteren Themen. So finden sich darin praktische Hilfsmittel zur vorausschauenden Planung, Leitfäden für Reflexionsgespräche nach einem Todesfall, Fact-Sheets für die ethische Reflexion und Handlungswahl oder Palliative Betreuungspläne.
Der Fokus an diesem Tag liegt im Wesentlichen auf den 6 Kernaufgaben der Palliative Care im Kontext der praktischen Prozess- und Organisationsentwicklung in der stationären Langzeitpflege. Die Teilnehmenden setzen sich strukturiert und kritisch mit den Inhalten auseinander und ergänzen - in einem partizipativen Prozess - ihre ganz persönliche Palliative Care Box.


Zielgruppe
Führungs- und Fachpersonen, Interessierte

Leitung

Leitung:

Mag. Michael Rogner, DGKP, Studium der Pflegewissenschaft mit den Schwerpunkten Palliative Care, Demenz & Public Health (Universität Wien),Universitätslehrgänge in Organisationsethik (Universität Klagenfurt) und Pflegemanagement (MSc, Universität Graz),arbeitet seit 20 Jahren in Praxis, Management und Entwicklung und ist seit 2015 Leiter Pflegeentwicklung bei der Liechtensteinischen Alters- und Krankenhilfe (LAK), Mitentwickler und -autor der Palliative Care Box von CURAVIVA Schweiz sowie des ausgezeichneten Kartenspiels "Richtig Wichtig" für vorausschauende Gespräche,weitere Funktionen: Vorstandsmitglied im Palliativnetz Liechtenstein, Mitglied AG Qualität der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Care, Fachexperte für die Demenzstrategie Liechtenstein, Projektleiter für die Qualitätszertifizierung mit dem Label Qualität in Palliative Care sowie Dozent in Bildungseinrichtungen und Lehrgängen (Connexia Vorarlberg, FHS St. Gallen)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 160,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0030375
Do. 14.01.2021
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 14.01.2021 (30375)
Philosophischer Abend
30375

Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur "letzte" Fragen sind, sondern die "bleibenden" Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, an dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir diskutieren sie in einer Weise, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereiche und Lebensphasen stellen.

Wir wollen eine nicht-elitäre Form des Denkens und des Gesprächs pflegen - lebendiges Philosophieren gehört zurück in den gesellschaftlichen Alltag und setzt nichts voraus! Die erste Aufgabe und Grundbewegung philosophischen Denkens ist es, konkrete Beispiele aus der eigenen Lebenserfahrung mit den großen Themen und den Widersprüchen der Existenz und der Gesellschaft zu verknüpfen. - sowie sich von den Erfahrungen und Ansichten anderer anregen und irritieren zu lassen.
Das Philosophicum eröffnet einen kleinen, abendlichen Raum für größere Visionen, frei vom Reflex der schnellen Antworten. In Politik und Alltagsroutinen basteln wir allzu oft an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Aber das kann einfach nicht alles sein!

Themen: … werden jeweils 3 Wochen vorher bekannt gegeben und aus den vorangegangenen Philosophischen Abenden entwickelt. Vorschläge der Gäste sind herzlich willkommen!

Referierende

Referierende:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stv. Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal König Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

freier Beitrag Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus


va0028169
Di. 19.01.2021
9.00 Uhr
Symptome Fatigue, Atemnot und Angst
Di. 19.01.2021 (28169)
Seminar
28169

Seminar

Die "Corona - Krise" führt uns überdeutlich vor Augen, welche Herausforderungen Situationen bedeuten, die nicht kontrollierbar sind. Plötzlich sind Angst, aber auch Begriffe wie Atemnot oder Erschöpfungssyndrome in unseren Alltag eingebrochen und haben unser Leben völlig verändert.
Für Palliativpatient*innen und deren Angehörige verursacht die Bedrohung des Lebens durch die Erkrankung eine hohe emotionale Belastung. Obwohl eine starke Wechselbeziehung zwischen dem angstverstärkenden Fortschreiten der Erkrankung einerseits und der Verstärkung körperlicher Symptome durch Angst andererseits besteht, ist diese häufig unterdiagnostiziert und zu wenig gelindert. (Schulz - Quach, 2019)
Da kaum ein Symptom so angstbesetzt für alle Betroffenen ist wie Atemnot, die immerhin bei 40 - 60% onkologischer Patient*innen und bei bis zu 95% fortgeschrittener chronischer Erkrankungen auftritt, wird diese in den Kontext zur Angst gesetzt. Die Unterscheidung und Linderung von Atemnot einerseits und Atemveränderungen in der Sterbephase ohne subjektives Gefühl der Atemnot andererseits, bleibt ein wesentlicher Faktor gelingender palliativer Begleitung.
Fatigue äußert sich ebenso wie Atemnot als subjektives, in palliativen Situationen sehr häufiges Syndrom. Besonders in frühen palliativen Situationen wird dieses Gefühl der Erschöpfung als besorgnis- bis angsterregend wahrgenommen, und beeinträchtigt alle Bereiche des Lebens, während es in der Sterbephase durchaus einen Schutzfaktor darstellen kann.
Nach einem fachlich - wissenschaftlichen Input zu Angst - Atemnot - Fatigue diskutieren wir fallbezogen und praxisnahe Ursachen und Auswirkungen auf die Lebensqualität von Patienten*innen und deren Angehörigen; wir überlegen Maßnahmen und Therapien, die der jeweiligen Lebenssituation und -phase angepasst sind, und beschäftigen uns mit Kommunikation und komplementären Möglichkeiten.
Problemstellungen und Erfahrungen der Teilnehmer*innen stellen einen wesentlichen Aspekt dieser Fortbildung mit dem Fokus auf altbekannten, immer wiederkehrenden Beschwerden und deren kreativer Behandlung dar.
Zielgruppe: Absolvent*innen des Interprofessionellen Palliativlehrgangs
Methoden: Fachlich - wissenschaftliche Kurzvorträge, Fallbesprechungen, Diskussionen und Gruppenarbeiten (inter- wie monoprofessionell - je nach Fragestellung und Interessenlage)

Leitung

Leitung:

Hildegard Kössler MMSc, MMSc (palliative care, advanced nursing education), Vizepräsidentin der Österreichischen Palliativgesellschaft, Lehrbeauftragte für Palliativpflege an der FH Wr. Neustadt und Vinzentinum Wien, freie Vortragende

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 160,- inkl. Mittagessen und Pausenverpflegung

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0029820
Fr. 22.01.2021
17.00 Uhr
Verzeihen und Vergeben
Schritte zu innerem Frieden
Fr. 22.01.2021 (29820)
Seminar
29820

Seminar

Immer wieder kommen wir persönlich wie beruflich oder in der ehrenamtlichen Begleitung in Situationen, in denen wir uns mit unseren Bedürfnissen nicht (ausreichend) beachtet oder geachtet erleben. Unsere Vorstellung, wie etwas sein sollte, damit es gut ist, wird dadurch nicht erfüllt. Daraus resultieren oft nachhaltige Kränkung, Verletzung, Groll, Hader, andauernder Ärger und weitere belastende Gefühle. Der Schmerz, der dadurch verursacht wird, ist oft schwer zu ertragen. Um es überhaupt „aushalten“ zu können, wird „Schuld“ nicht selten auf die andere Person projiziert, die Auslöser für diese Misere war. Das „Hadern“ mit der Wirklichkeit, der Wunsch nach Rache und Vergeltung gesellt sich gerne dazu und spendet kurzfristig durchaus „Trost“. Das ist eine normale Reaktion. Ein Nachteil dieser Umgangsweise ist, dass sie auf Dauer nicht zu unserem Besten ist. Die kränkende Situation taucht immer wieder in unserem Kopf auf, wir wiederholen (und erleiden) sie viele Male, obwohl sie tatsächlich vielleicht nur einmal passiert ist. Der „unerlöste“ Schmerz verschließt uns und kostet Energie. Für unseren inneren Frieden und unser körperliches Wohlbefinden ist das auf Dauer Gift.
Es kann daher heilend und befreiend sein, zu gegebener Zeit sich mit dem Thema Verzeihung und Vergebung zu beschäftigen. Weniger weil wir dann „gute Menschen“ sind oder irgendeinem spirituellen Anspruch genügen, vielmehr allein schon aus reiner Selbstliebe.
In diesem Seminar werden wir anhand konkreter Beispielsituationen hilfreiche Schritte durchspielen, die (vorbereitend) nötig und hilfreich sind, um – jenseits eines bloßen Lippenbekenntnisses – wirklich so verzeihen zu können, dass wir im Inneren wieder heil werden und Frieden finden. Das braucht Willen, Wissen, Erfahrung, Zeit, Gnade und den Mut, etwaige eigene Anteile – falls vorhanden – an der erlebten Situation zu erkennen. Wir laden Sie / dich ein, gemeinsam erste Schritte auf dieser – nicht immer einfachen - Reise zur Vergebung zu gehen!
Zielgruppe: Alle, denen Vergeben und Verzeihen am Herzen liegt, wie auch alle, die sich nicht leicht tun, dass Vergebung praktisch wirksam wird für ein gutes, versöhntes Leben.

Leitung

Leitung:

Dr. Sepp Fennes, Trainer und Coach für Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung, ehrenamtlicher Demenz- und Sterbebegleiter in der Caritas Socialis - www.seppworks.at

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 190,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

Fr., 17:00 - 21:00, Sa 10:00 - 18:00 Uhr


va0030427
Mo. 25.01.2021
9.00 Uhr
Demenz verstehen - von Kindesbeinen an
Fachtag zur Vermittlung von Wissen und Haltung an Kinder und Jugendliche
Mo. 25.01.2021 (30427)
Fachtag
30427

Fachtag

Untersuchungen zeigen, dass rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen im familiären Umfeld Personen mit Demenz begegnet. Die Gespräche darüber fallen den Eltern oft schwer, sie wollen Kinder schonen oder selbst nicht so genau "hinsehen". Dabei sind die jungen Menschen unsicher - einerseits wissen sie nicht, wie sie mit dem veränderten Verhalten umgehen sollen, andererseits haben sie auch Angst, dass den Angehörigen etwas zustößt.
Wenn wir über Inklusion und Teilhabe sprechen, ist es auch wichtig, dass sich alte und junge Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen vorurteilsfrei begegnen. Die Erfahrung aus Begegnungen - z.B. zwischen Kindergarten und Pflegeheim - sind meist sehr positiv.

Viele Organisationen, Initiativen und Kommunen haben Aktivitäten entwickelt, damit Kinder frühzeitig über Demenz lernen und Jugendliche sich damit vertieft beschäftigen können.
Wir möchten mit dem Fachtag
- Viele solche Aktivitäten vorstellen
- Netzwerke knüpfen und stärken
- Zu neuen Ideen und Kooperationen anregen
- Wenig beachtete oder kritische Faktoren ansprechen
- Ermutigen und bestärken.
Methoden:
- Vorträge / Präsentationen zum schnellen Informieren
- World Café zur Übersicht & zum Vernetzen
- Mini-Workshops zur Vertiefung
Themen:
- Begegnung vor Wissen: Erfahrungen aus gemeinsamen Projekten
- Vermittlung im Kindergarten
- Schulprojekte erfolgreich aufsetzen und organisieren
- Kunstprojekte in der Arbeit mit Jugendlichen
- Demenz im Kinderbuch
- Arbeit mit Filmen, Videos, Websites
- Kinder als Thema und Zielgruppe in Beratungsgesprächen
- Jugendliche als Betreuungspersonen - was wissen wir?
- Über Kinder die Eltern erreichen: Chance oder Irrweg?

Referierende

Referierende:

Marita Gerwin, Dipl. Sozialpädagogin, langjährige Leiterin der Fachstelle Zukunft Alter / Stadt Arnsberg (D), Arbeitsschwerpunkt Dialog der Generationen- Intergenerativer Austausch- Kunst und Kultur u.v.m. (siehe Spezialprospekt)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 120,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0030208
Di. 26.01.2021
19.00 Uhr
Los.lassen.können
Vergänglichkeit als Einladung zu einem erfüllten Leben
Di. 26.01.2021 (30208)
Vortrag
30208

Vortrag

Referierende

Referierende:

Dr. Christian Metz, Psychotherapeut, Supervisor (Schwerpunkt Sozial- und Gesundheitswesen) sowie Lehrtherapeut und Ausbilder in personzentrierter Psychotherapie (APG-FORUM); Leitung der Kardinal König Akademie für Hospiz, Palliative Care und Demenz in Wien

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


va0030118
Fr. 05.02.2021
14.00 Uhr
Die anfänglicheGestalt
unser Ursprung undunsere Heimat
Fr. 05.02.2021 (30118)
Seminar
30118

Seminar

Im Zen könnte die Anfängliche Gestalt die Lebensenergie vor der Gestaltwerdung sein, bei Plato die Idee, die unserer sichtbaren Gestalt zu Grunde liegt, im Christentum ist sie unser Ursprung, so wie Gott uns gemeint hat. Worte, Begriffe, aber wissen wir jetzt etwas über sie? Haben wir sie jetzt erfasst …? Mit Hilfe der Systemischen Aufstellungsarbeit wollen wir uns sehr behutsam unserer Anfänglichen Gestalt nähern, wissend, dass wir nur den Schatten der sich der Sprache entziehenden Wirklichkeit erhaschen können. Wir nähern uns im Vertrauen darauf, dass in uns eine Erinnerung an unseren Ursprung lebt, die uns führen wird.
Wem werden wir begegnen, wenn wir uns unserem Ursprung nähern. Wohl nur in den seltensten Fällen der reinen Qualität, viel wahrscheinlicher unseren Projektionen. In Respekt vor den Schleiern, die wir der Anfänglichen Gestalt umgelegt haben, werden wir sie Schritt für Schritt davon befreien. Diese Schleier gehören zu unterschiedlichen Phasen unseres Lebens, aber jetzt ist es Zeit, sie zu lüften und den inneren Weg zu der Qualität, als die wir ursprünglich gemeint sind, frei zu machen. Die Entschleierung unserer ursprünglichen Gestalt allein, kann ein Grund sein, sich ihr zu nähern. Aber es kann auch ein Thema, das uns am Herzen liegt, ein guter Grund sein. Wie verändert sich dieses Thema und wie verändern wir uns dabei, wenn unser Thema in den Wirkkreis der Anfänglichen Gestalt gerät.
Schließlich kann auch eine Krankheit ein guter Grund sein, sich dem eigenen Ursprung zu nähern, in der berechtigten Annahme, dass dort das Wissen um unser Anfängliches Heil-Sein auf uns wartet. Während wir uns an unsere Anfänglichen Gestalt wenden, stehen wir bewusst auf dem Boden unserer gegenwärtigen Realität. Von da aus sind wir im Stande, uns, so gut es im Augenblick geht, für unsere ursprüngliche Wirklichkeit zu öffnen und ihre Stimme zu hören.
Wer von den Teilnehmenden aufstellen möchte, ist gebeten, dies schon bei der Anmeldung bekannt zu geben.
Es werden insgesamt etwa 10 Aufstellungen möglich sein. Teilnehmende ohne eigene Aufstellung haben die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu machen, indem sie sich als Repräsentant*innen wählen lassen und auf diese Weise auch ein Stück eigenen Weges gehen können. Einerseits sind Sie Teil des aufgestellten Systems und andererseits schwingt in Ihnen oft ein Aspekt der eigenen Geschichte mit. Selbst wenn Sie als Zuschauer*in im Kreis um die Aufstellung sitzen, werden Sie Teil des Ganzen und auch hier wird etwas in Ihnen angerührt, das vielleicht schon lange auf Antwort wartet.

Referierende

Referierende:

Christl Lieben, Psychotherapeutin, Supervisorin und Coach in freier Praxis, Seminartätigkeit in Österreich, Deutschland und Amerika

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 350,- inkl. Mittagessen am Samstag und Pausengetränke

Dauer

Dauer:

Fr., 14 Uhr mit open end, Sa. 10- 19:30, So. 10 - 14:00


va0026050
Di. 09.02.2021
18.30 Uhr
Trauer begleiten
Einführungsabend
Di. 09.02.2021 (26050)
Lehrgang
26050

Lehrgang

Trauer ist ein natürlicher und heilsamer Prozess als Reaktion auf einen Verlust. Sie ist notwendig, jedoch meist sehr schmerzhaft. Trauernde brauchen viel Geduld und Einfühlungsvermögen, um Abschied zu nehmen, ihre Gefühle zuzulassen, neue Lebensperspektiven zu entwickeln und die Beziehung zum*zur Verstorbenen angemessen in ein neues Leben zu integrieren. Dazu benötigen sie oftmals Wegbegleiter*innen, die geduldig da sind, aufmerksam zuhören und die Gefühle des trauernden Menschen aushalten.
Inhalte:
- Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und mit Verlusterfahrungen;
- Vorstellung unterschiedlicher Trauertheorienund Trauermodelle;
- Begleitung von trauernden Kindern und Jugendlichen;
- Möglichkeiten der Gesprächsführung;
- "Haltung";
- Abschiedsrituale und Gestaltungsmöglichkeiten;
- Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen.
Zielgruppe:
- Ehrenamtlich tätige Menschen, die bereits den "Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitungskurs" absolviert haben;
- Menschen in helfenden Berufen: Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Ärzt*innen, psychosoziale Berufsgruppen, Seelsorger*innen.
Das im Lehrgang angewandte Curriculum entspricht den Qualitätskriterien der Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung.

Referierende

Referierende:

Brigitte Mayr MAS, DGKP, Koordinatorin Trauer, Leiterin Trauercafe - Mobiles Caritas Hospiz, Erzdiözese Wien

Leitung

Leitung:

Mag. Silvia Langthaler, DGKS, Psychotherapeutin, Pädagogin, Leitung Roter Anker des CS Hospiz Rennweg

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 590,- inkl. Mittagessen an den Samstagen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich, Spezialprospekt anfordern

Dauer

Dauer:

18.30 bis 20.30 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

19., 20. Februar, 12., 13. März, 16., 17. April, 7., 8. Mai, 11., 12. Juni
jeweils Freitag, 15:30 bis 20:00 Uhr und Samstag, 9:00 bis 18:00 Uhr


va0028561
Fr. 19.02.2021
15.30 Uhr
Spiritual Care Competency
Zulassungswochenende
Fr. 19.02.2021 (28561)
Lehrgang für Führungskräfte
28561

Lehrgang für Führungskräfte

Das Kardinal König Haus führt in Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft für Gesundheit und Spiritualität (IGGS) und der Hochschule für Philosophie München einen Führungskräfte-Lehrgang zur Spirituellen Kompetenz durch.

Spiritual Care ist eine gemeinsame Verantwortung aller Gesundheitsberufe und ehrenamtlichen Tätigen im Hinblick auf die Krankheitsverarbeitung und Lebensqualität von kranken und behinderten Menschen, deren An- und Zugehörigen sowie auf deren Auseinandersetzung mit der Sinnfrage.
Führungspersonal und Mitarbeitende in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen brauchen dafür gezielte und auf ihr jeweiliges Profil zugeschnittene Unterstützung. Die Forschung zeigt klar, dass Hindernisse bezüglich Spiritual Care nicht in erster Linie vom Zeitmangel der Gesundheitsberufe herrühren, sondern von der gefühlten Inkompetenz in Bezug auf spirituelle und existenzielle Dimensionen der Sorge um sich und um Andere in schwierigen Lebenssituationen.

Der Lehrgang Spiritual Care Competency greift das Thema Spiritual Care nicht nur auf der Ebene des Individuums auf, sondern im systemischen Kontext der Unternehmenskultur, des (Werte-)Managements und der Organisationsentwicklung. Es werden die konkreten Kompetenzprofile sowie die persönlichen und berufsspezifischen Ressourcen der Beteiligten aufgenommen und wechselseitig gestärkt.

Spiritual Care Kompetenz ist eine Grenzkompetenz: eine Suche nach Wissen und Umgängen an den Grenzen des Lebens, aber auch des Denk- und Machbaren – wo jegliche „Kompetenz“ an Grenzen stößt. Wie kann das „radikal Andere“ organisiert werden, ohne instrumentalisiert zu werden – und doch handhabbar für die Praxis thematisiert werden? Welche Organisationsformen der „Unterbrechung“ gibt es? Aus welchen historischen Quellen und Traditionen schöpft die Spiritualität einer Organisation – welche neuen Formen entstehen dabei?

Zielgruppe:
Der Lehrgang richtet sich an Führungskräfte und Entscheidungsträger (inklusive Stabstellen) in Organisationen des Gesundheits- und Sozialwesens (z.B. Kliniken, Reha- und Pflegeeinrichtungen, Kriseninterventionsteams, Behinderteneinrichtungen, Palliativteams, u.a.).
Ziel des Lehrgangs ist u.a. die schrittweise Entwicklung eines konkreten Umsetzungsprojektes; dieser Prozess wird durch den Lehrgang inspiriert, begleitet und beraten.

Teilnahmebedingungen:
• Möglichkeit zur Entwicklung und Anwendung von Spiritual Care im beruflichen Umfeld, Interesse und Bereitschaft zur persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Spiritualität
• Im Rahmen des Zulassungswochenendes erfolgt ein Klärungsgespräch mit der Lehrgangsleitung über die individuellen Voraussetzungen und persönlichen Ziele
• Eigenes Projekt zur Implementierung von Spiritual Care
• Expliziter Auftrag der jeweiligen Geschäftsführung

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail (sattmann@kardinal-koenig-haus.at) und beinhaltet einen kurzen Lebenslauf mit Foto, ein Motivationsschreiben, eine kurze Projektskizze und Hinweise zur aktuellen Berufspraxis und dem persönlichen Erfahrungshintergrund mit Spiritual Care.
Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt.
Anmeldeschluss: 31. Dezember 2020

Referierende

Referierende:

Dr. Patrick Schuchter MPH
Prof. Dr. Eckhard Frick SJ
Prof. Dr.rer.pol. Andreas Beivers
Univ.-Prof. Dr. med. Arndt Büssing
Univ.-Prof. Mag.Dr. Andreas Heller M.A.
Univ.-Prof. Dr. Birgit Heller
Mag. Dr. Anne Elisabeth Höfler
Dr. Christian Metz
Univ.-Prof. Dr. Martin Rötting
Mag. Harald Fasching

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 3.950,- inklusive Mahlzeiten, Pausengetränke. Ermäßigter Teilnahmebeitrag (€ 3.400,–) für inscribierte Studierende der HfPh und IGGS-Mitglieder sowie Frühbucherbonus bis 30. September 2020. Nach UStBLV v. 28.8.2018 gem. § 6 UStG umsatzsteuerbefreit.

Dauer

Dauer:

Fr. 16.00 Uhr bis Sa. 16.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

1. Modul: 27.-29.5.2021, Eigene spirituelle Biografie & professionelle Identität
2. Modul: 18.-20.11.2021, Kultur- & Religionssensibilität
3. Modul: 24.-26.2.2022, Adäquater Umgang mit spirituellen Bedürfnissen von Mitarbeitenden und Patient*innen
4. Modul: 19.-21.5.2022, Teamkultur & Leadership
5. Modul: 6.-8.10.2022, Implementierung & Spirituelles Change Management
Jeweils Do 16.00 - 21.00 Uhr, Fr 9.00 bis 21.00 Uhr, Sa 9.00 bis 16.00 Uhr


va0030339
Di. 09.03.2021
9.00 Uhr
Mit-Menschen in der Krise
An der Seite von akut Trauernden
Di. 09.03.2021 (30339)
Seminar
30339

Seminar

Wiederholungstermin

In unserem beruflichen Alltag geben uns klare Handlungsabläufe und Routinen Sicherheit. Trauernden Mitmenschen nach einem Todesfall zu begegnen, stellt uns oftmals vor große Herausforderungen. Treffen wir auf Menschen in solch einer existentiellen Krise, laufen die sonst Sicherheit gebenden Routinen ins Leere und wir stehen orientierungslos vor dieser Erschütterung, die der Tod oft mit sich bringt. Ein wichtiger erster Schritt ist es, die eigene Betroffenheit in solch einer Begegnung anzuerkennen. Das Seminar lädt dazu ein, innere Prozesse von akut trauernden Menschen zu verstehen und sichtbar zu machen. Durch das Angebot von konkreten Hilfestellungen und Kompetenzen sollen künftige Begegnungen in professioneller und authentischer Weise möglich werden.
Seminarinhalte:
• Das Trauma der Seele
• Das Einmaleins der Notfallpsychologie
• Die perimortale Trauerbegleitung
• Trösten ist oft Vertrösten
• Die Kraft der Sprachlosigkeit
• Normalisieren und Stabilisieren
• Der Halt im Schuldgefühl
• Die Berufsseele: Umgang mit der eigenen Betroffenheit

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 160,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr