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Hospiz, Palliative Care und Demenz

a106

Bildungsprogramm

Unsere Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Pallativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen oder Menschen mit Demenz, und am Thema Interessierte.

Unsere aktuelle Programmbroschüre finden Sie hier zum Download:

a3799

PDF-Datei: Programm Sommersemester 2020

a107
va0028170
Di. 18.02.2020
19.00 Uhr
Der Körper im Prozess des Sterbens
Di. 18.02.2020 (28170)
Vortrag
28170

Vortrag

Referierende

Referierende:

Rainer Simader, freiberuflicher Physiotherapeut, Tanz- und Ausdruckstherapeut, ehem. Senior Physiotherapist St. Christophers Hospice London, Dozent für Physiotherapie, Gründer der Fachgruppe Physiotherapie in der Palliative Care bei PhysioAustria und der Task Force Physiotherapy der EAPC, Herausgeber des Buches "Was wir noch tun können: Rehabilitation am Lebensende" (Elsevier).

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


va0028168
Mi. 19.02.2020
9.00 Uhr
Der Körper im Prozess des Sterbens
Vom Können und Zutrauen.
Mi. 19.02.2020 (28168)
Seminar
28168

Seminar

Krankheit und der Prozess hin zum Tod hinterlassen körperliche Spuren. Oft sind es gerade die körperlichen Veränderungen, die das Sterben so sichtbar machen. Im Zuge dieses Wandels erfährt der Körper eine zunehmend defizitorientierte Betrachtungsweise und diese führt dazu, dass Menschen zunehmend Vertrauen in sich selbst verlieren und diesen Körpern (und Menschen) auch immer weniger zugetraut wird.
Der Zustand des Körpers hat immer etwas mit der eigenen Identität zu tun und gerade in einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der es auch um die Perfektion des Körpers und das Funktionieren geht, ist es besonders wichtig, sorgsam mit diesen Identitätsveränderungen im Prozess des Sterbens umzugehen. Dies bedeutet zum einen, den Menschen auch behutsam im Prozess der körperlichen Veränderungen zu begleiten, anderseits erfordert es von professionellen Begleiter/innen auch einen Blick dahin zu werfen, welche körperlichen Potentiale ein sterbender Mensch hat. Denn: die Arbeit mit dem Körper ist immer auch eine Arbeit mit einer einzigartigen Ressource.
Ziele:
- Bewusste Auseinandersetzung mit körperlichen Bedürfnissen und körperlichen Ressourcen von Menschen mit lebenszeitbegrenzenden Erkrankungen
- Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zu Körper und Sterben
- Überlegungen, wie die Ressource "Körper" im palliativen Setting gefördert werden kann

Inhalte:
- Körper jenseits des Symptoms: Aktivität und Partizipation
- Wissenschaftliche Erkenntnisse, was ein Mensch mit einer lebenszeitbegrenzenden Erkrankung körperlich noch leisten kann
- Die Rolle von körperlicher Aktivität, Kraft und Ausdauer hinsichtlich Lebensqualität, Identität und Symptomen bei Menschen in einer palliativen Situation
- „körperliches Empowerment“
- Praxisbeispiele
- Körperliche Selbsterfahrung

Leitung

Leitung:

Rainer Simader, freiberuflicher Physiotherapeut, Tanz- und Ausdruckstherapeut, ehem. Senior Physiotherapist St. Christophers Hospice London, Dozent für Physiotherapie, Gründer der Fachgruppe Physiotherapie in der Palliative Care bei PhysioAustria und der Task Force Physiotherapy der EAPC, Herausgeber des Buches "Was wir noch tun können: Rehabilitation am Lebensende" (Elsevier).

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0028398
Do. 20.02.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 20.02.2020 (28398)
Philosophischer Abend
28398

Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur „letzte“ Fragen sind, sondern die „bleibenden“ Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, in dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir werden diese in einer Weise diskutieren, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereiche und Lebensphasen stellen.
Deswegen – ganz nach dem Motto Epikurs, wonach weder die Jungen zögern noch die Alten aufhören sollen zu philosophieren – richtet sich das Philosophicum an alle „Geborenen und Sterblichen“, die geistige Nahrung, das Hören anderer Perspektiven und philosophisches Gespräch als wesentlichen Baustein für persönliches Glück und soziale Verantwortung sehen.
Wir etablieren das neue Format in zwei Formen:
„Was ist …?“
Richtig „verkostet“ sind Begriffe nicht abstrakt – sondern Fenster in die Tiefe wesentlicher Phänomene und Brücken zu den Erfahrungen anderer Menschen und anderer Lebensbereiche. In der sokratischen Tradition werden oft floskelhaft über die Lippen gehende Begriffe untersucht und mit Erfahrungsbeispielen verlebendigt – um anders, neu, differenzierter zu sehen und als Voraussetzung für eine konzentrierte und gemeinschaftlichere Lebenspraxis.

„Wie wollen wir …?“
Gesellschaftliche Fragen rund um das Thema Pflege lehren uns beispielhaft und beispiellos: Politik und aktuelle Diskurse basteln zu viel an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Das gilt auch in anderen Gesellschaftsbereichen (Ökologie …). Aber das kann einfach nicht alles sein! Im „Wie wollen wir …?“-Format sollen Räume für größere Visionen freigelegt werden, frei vom Reflex der schnellen Antworten. Unsere eigene und die Zukunft unserer Kinder hat das verdient …

Für alle, die ein kritisch-kultiviertes Vorabendprogramm suchen.
20.2.: Wie wollen wir wohnen und zusammenleben?

Referierende

Referierende:

Sonja Schiff
Mag. Petra Rösler

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

"unfreiwillige Spende" (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack - Minimum 1 Cent) Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18.00 bis 20.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

12.3., 16.4., 14.5., 17.6.2020


va0029237
Sa. 22.02.2020
9.00 Uhr
Besser kommunizieren bei Demenz
Einführung in die Validation nach Naomi Feil
Sa. 22.02.2020 (29237)
Seminar
29237

Seminar

Validation nach Naomi Feil ist eine Methode, um mit alten mangelhaft orientierten und desorientierten Menschen zu kommunizieren und ihr Verhalten besser zu verstehen. Der Begriff Validation bedeutet übersetzt soviel wie "für gültig erklären", "wertschätzen". Validation basiert darauf, den verwirrten alten Menschen in seinen Gefühlen, Äußerungen und Handlungen ernst zu nehmen, nicht zu korrigieren, sondern ihn in seiner Realität zu begleiten. Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundhaltung der Validation, in ihre Theorie (Prinzipien, Phasen der Desorientierung etc.) und ihre Techniken.

Zielgruppe: Angehörige sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die nach verbesserten Möglichkeiten der Kommunikation mit alten, pflegebedürftigen und an Demenz erkrankten Menschen Ausschau halten.

Leitung

Leitung:

Sarka Lahner, DGKP, Dipl.VTI Masterin und Validationstrainerin nach Naomi Feil; Case Management und Expertin für Angehörigenbegleitung von Menschen mit Demenz; Demenz Balance-Modell

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 18.00 Uhr


va0028201
Fr. 28.02.2020
19.00 Uhr
Träume zum Finden von echtem Kontakt
Traumserie zur Bewältigung von Krankheiten
Fr. 28.02.2020 (28201)
Vortrag
28201

Vortrag

Über einen Zeitraum von mehreren Monaten wird der körperlich / psychisch und seelische Integrations- und Entwicklungsprozess einer Klientin nachgezeichnet.
Dabei wird das Wechselspiel zwischen Körper, Psyche und Seele im Heilungsprozess erkennbar. Ebenfalls werden grundsätzliche Ableitungen zur Weiterentwicklung der Arbeit mit Träumen vorgestellt.

Referierende

Referierende:

Mag. theol. Martha Müller, Lebens- und Sozialberaterin, Ausbildung „Traumarbeit nach Ortrud Grön“, Dozentin an der Bayrischen Akademie für Gesundheit für die Arbeit mit Träumen

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


va0028202
Sa. 29.02.2020
9.00 Uhr
Traumarbeit: Meinen Traum verstehen
Träume, die nicht gedeutet werden, sind wie Briefe, die nicht geöffnet wurden. (Talmud)
Sa. 29.02.2020 (28202)
Seminar
28202

Seminar

Träume können sehr unterschiedlich aufgenommen werden. Bei dieser Traumarbeit wird der sachliche Inhalt des Traumbildes als Frage an die Person zurück gestellt. Im Nachspüren wird ihr klar, an welches Problem der Traum anknüpft. Der Traum führt dann Bild für Bild durch die innere Dynamik.
So werden Träume zum unmittelbaren und wirksamen Zugang zur eigenen unbewussten Problemlösung. Es wird am konkreten Beispiel bewusst erlebbar, wie der bisherige Umgang mit sich ist und darüber hinaus neue Möglichkeiten für kreative Lösungen erkannt und verstärkt.
Im Seminar können bis zu fünf Personen ihre Träume einbringen und bearbeiten. Wir bitten Sie daher bei Anmeldung um Bekanntgabe, ob Sie mit Ihren Träumen arbeiten wollen. Sie sind dann eingeladen, Ihren eigenen Traum schriftlich zur Erarbeitung mitzubringen.

Leitung

Leitung:

Mag. theol. Martha Müller, Studium der Fachtheologie in Innsbruck und Münster (D), selbstständige Lebens- und Sozialberaterin für die Arbeit mit Träumen, Ausbildungen für Themenzentrierte Interaktion (TZI),berufliche Tätigkeit als pädagogische Referentin und Erwachsenenbildnerin, Stadtteilentwicklung im Bereich Gesundheit, EU-Projektleiterin in der Berufs-, Bildungsberatung und Regionalentwicklung,Ausbildung zur Traumarbeit (2008-2012) nach Ortrud Grön, seit Juni 2015 Dozentin an der Bayrischen Akademie für Gesundheit / Lauterbacher Mühle in Seeshaupt

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0028618
Do. 05.03.2020
9.00 Uhr
Spiritualität im Gesundheitswesen:
Wellnessfaktor, Vereinnahmung oder Wesenskern?
Do. 05.03.2020 (28618)
Seminar
28618

Seminar

Während religiöse Bezüge an Bedeutung verlieren, gilt "Spiritualität" derzeit als Megatrend: immer mehr Menschen suchen nach Sinn und Werten, nach einer Tiefe im Leben, auch in ihrer beruflichen Tätigkeit. Neben der persönlichen Praxis wird Spiritualität dabei aber auch kollektiv funktionalisiert oder gar instrumentalisiert: vom Mittel zur Burn-Out-Prophylaxe über die Auseinandersetzung mit unternehmensphilosophischen Werten bis hin zur Steigerung der Attraktivität des Arbeitgebers.
Was bedeutet dies für Krankenhäuser und Pflegeheime, bei denen die Sorge um die Spiritualität zum Auftrag des Trägers gehört? Ist Spiritualität "Mittel zum Zweck" oder Qualitätsmerkmal? Wo liegen Chancen, aber auch Grenzen der Auseinandersetzung mit und Förderung von Spiritualität? Und wo liegt diesbezüglich die Verantwortung der Führungspersonen? Wie viel "Missionierung" ist für die Unternehmens-Mission erlaubt? Ist Spiritualität reine Privatsache oder kann sie "eingefordert" werden? Wie viel Übereinstimmung braucht es zwischen individueller Überzeugung und unternehmensspezifischem Auftrag? Und wie sehen das die Arbeitnehmer*innen der Generation Y?
Anhand von konkreten Praxisbeispielen werden wir uns durch Impulsreferate und in Gruppenarbeiten dem Thema der Spiritualität im Gesundheitswesen und v.a. der Frage der diesbezüglichen Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten der Führungspersonen annähern. In persönlichen Reflexionszeiten und gemeinsamem Austausch kann jede*r Teilnehmer*in sich ihrem*seinem eigenen Standpunkt annähern und Impulse für die eigene Führungstätigkeit finden.
Zielgruppe: Führungspersonen, Verantwortliche für Wertearbeit und Qualitätsmanagement, Seelsorger*innen und andere Interessierte aus dem Gesundheitswesen

Leitung

Leitung:

Sr. Barbara Flad, Leiterin der Krankenhausseelsorge, langjährige Mitarbeiterin der Wertearbeit in den ordenseigenen Einrichtungen

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0029419
Sa. 07.03.2020
9.00 Uhr
Sinn-voll aktivieren
Mit Aktivierung dem Leben Sinn geben
Sa. 07.03.2020 (29419)
Seminar
29419

Seminar

Altgewohnte Konzepte der Betreuung kommen an ihre Grenzen, Menschen mit höherer Pflegestufe, mit demenziellen Veränderungen oder psychischen Erkrankungen fordern uns heraus und bewirken, dass wir uns auf die Suche nach neuen Konzepten für Betreuung, Förderung und sinn-voller Beschäftigung im Aufgabengebiet der Pflege begeben müssen.

Der Fortbildungstag füllt Ihren "Werkzeugkoffer" mit vielen praktischen Aktivierungs-Möglichkeiten und regt zur Umsetzung in die Praxis an.

Inhalte und Methoden:
- Kurzeinführung in die Welt der Aktivierung, theoretischer Input
- Schnupperworkshop Montessori für Senior*innen mit dem Schwerpunkt Sinnesarbeit und Übungen des täglichen Lebens
- Motogeragogik: "In Bewegungsrunden aktivieren und fördern"
- Kurzaktivierung biografisch orientiert
-Rhythmik zum aktiven Erleben

Der Tag soll Lust auf mehr machen und motivieren, neue aktivierende Impulse in den Alltag von Pflege und Betreuung einzubringen.

Zielgruppe: Ehrenamtlich, hauptamtlich oder als Angehörige Pflegende und Betreuende in der stationären und mobilen Betreuung, Tageszentren, Wohngruppen, usw.

Leitung

Leitung:

Lore Wehner M.A., Fachexpertin für Aktivierung und Betreuung in der Geriatrie Geragogin, ehm. Dozentin der Aktivierungsfachschule medi/bern. Erfahrungsbereiche in der psychosozialen Betreuung, der Demenzbegleitung, Angehörigenarbeit, Ehrenamt, Schulung, Konzeption uvm. Autorin: "Sensorische Aktivierung" und "Methoden- und Praxisbuch der Sensorischen Aktivierung"

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0025886
Mo. 09.03.2020
19.00 Uhr
Goldene Fehler - als Brücke zwischen Menschen und Kulturen
Aus Erfahrungen lernen
Mo. 09.03.2020 (25886)
Vortrag
25886

Vortrag

Referierende

Referierende:

Claudia Villani, Studium der Religionspädagogik, SozialAkademie, analytisch orientierte Psychotherapie-Ausbildung, Arbeit in freier Praxis mit den Schwerpunkten Trauerbegleitung und Traumatherapie, ab 2003 Aufenthalte in Pakistan, ab 2009 Mitarbeiterin von Dr. Ruth Pfau in Karachi

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


va0028439
Do. 12.03.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 12.03.2020 (28439)
Philosophischer Abend
28439

Philosophischer Abend

Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur „letzte“ Fragen sind, sondern die „bleibenden“ Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, in dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir werden diese in einer Weise diskutieren, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereichen und Lebensphasen stellen.
Deswegen – ganz nach dem Motto Epikurs, wonach weder die Jungen zögern noch die Alten aufhören sollen zu philosophieren – richtet sich das Philosophicum an alle „Geborenen und Sterblichen“, die geistige Nahrung, das Hören anderer Perspektiven und philosophisches Gespräch als wesentlichen Baustein für persönliches Glück und soziale Verantwortung sehen.
Wir etablieren das neue Format in zwei Formen:
„Was ist …?“
Richtig „verkostet“ sind Begriffe nicht abstrakt – sondern Fenster in die Tiefe wesentlicher Phänomene und Brücken zu den Erfahrungen anderer Menschen und anderer Lebensbereiche. In der sokratischen Tradition werden oft floskelhaft über die Lippen gehende Begriffe untersucht und mit Erfahrungsbeispielen verlebendigt – um anders, neu, differenzierter zu sehen und als Voraussetzung für eine konzentrierte und gemeinschaftlichere Lebenspraxis.

„Wie wollen wir …?“
Gesellschaftliche Fragen rund um das Thema Pflege lehren uns beispielhaft und beispiellos: Politik und aktuelle Diskurse basteln zu viel an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Das gilt auch in anderen Gesellschaftsbereichen (Ökologie …). Aber das kann einfach nicht alles sein! Im „Wie wollen wir …?“-Format sollen Räume für größere Visionen freigelegt werden, frei vom Reflex der schnellen Antworten. Unsere eigene und die Zukunft unserer Kinder hat das verdient …

Zeit: 18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus
Ort: Bibliothek des Kardinal König Hauses
Moderation: Patrick Schuchter („Was ist …?“), Petra Rösler / Patrick Schuchter („Wie wollen wir…?“)
Eintritt: „Unfreiwillige Spende“ (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack – Minimum 1 Cent)
Verpflegung: rein geistig.
Anmeldung: erwünscht (eventuell wird vor dem jeweiligen Termin ein Text zugeschickt).

Für alle, die ein kritisch-kultiviertes Vorabendprogramm suchen.
12.3. Was ist … … ein ‚gelungenes‘ Leben?

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

"unfreiwillige Spende" (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack - Minimum 1 Cent) Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18.00 bis 20.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

16.4., 14.5., 17.6.2020


va0029342
Sa. 21.03.2020
9.00 Uhr
Da sind uns vor Lachen die Tränen gekommen
Humor am Ende des Lebens
Sa. 21.03.2020 (29342)
Tagung
29342

Tagung

Darf man über den Tod lachen? Kann man ohne Humor überhaupt gut pflegen und betreuen? Oder ist Lachen überhaupt die beste Medizin?

Die Meinungen zum Humor am Lebensende sind wohl so vielfältig wie die Menschen selbst. Dennoch wollen wir an diesem bunten Seminartag einen kritisch-konstruktiven Blick auf den "Einsatz" von Humor in Hospiz, Palliative Care und Demenzbegleitung werfen.

Wie sah und sieht die Philosophie den Humor im menschlichen Leben? Wie (er)leben Pflegende, Ärztinnen*Ärzte, Therapeut*innen und Ehrenamtliche den eigenen Humor und den der betreuten Personen? Darf man auch in der Trauerbegleitung lachen?

Mit Impulsen, Erfahrungsberichten und Diskussionen über den eigenen Zugang nähern wir uns dem Thema aus verschiedenen Richtungen. Ernsthaft und leichtfüßig in Balance.

Referierende

Referierende:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler
Dipl.-Psych.in Margit Schröer, Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin, Supervisorin und Ethikerin im Gesundheitswesen
Hannes Urdl, Erwachsenenbildner, Liedermacher, ROTE NASEN Clowndoctor seit 1993 - Regionale Künstlerische Leitung Steiermark
Dr. Susanne Hirsmüller, Leiterin des Hospiz des Evangelischen Krankenhauses Düsseldorf, Fachärztin für Gynäkologie & Geburtshilfe und Psychoonkologin

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich. Spezialfolder anfordern

Dauer

Dauer:

9.00 bis 16.00 Uhr

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Folder Tagung: Humor am Ende des Lebens 2020

va0025888
Mo. 23.03.2020
19.00 Uhr
Mut zur Endlichkeit.
Alter und Sterben in der Gesellschaft der Sieger.
Mo. 23.03.2020 (25888)
Vortrag
25888

Vortrag

Wir sind in Krankheit, Alter und Sterben nicht unabhängig von der Gesellschaft, in der wir leben und von den Vorstellungen, die in ihnen selbstverständlich geworden sind. Die Endlichkeit und die Sterblichkeit hat sie am meisten vergessen. Was macht dies mit uns als alten und kranken Menschen? Was macht dies auch mit den Pflegenden? Mit welchen der christlichen Traditionen und Bildern kann man dem herrschenden Unendlichkeitszwang begegnen?

Referierende

Referierende:

Fulbert Steffensky, geb. 1933, Studium der katholischen und evangelischen Theologie, bis 1998 Professor für Religionspädagogik am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg, Arbeitsschwerpunkte Religionspädagogik und Homiletik

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

19.00 bis 21.00 Uhr


va0028769
Di. 24.03.2020
9.00 Uhr
Die Bedeutung der Gnade in einer ungnädigen Welt.
Di. 24.03.2020 (28769)
Seminar
28769

Seminar

Eine der charmantesten Traditionen im Christentum sind Geschichten und Aussagen darüber, dass niemand sich bei sich selbst bergen muss, sondern dass der Menschen geborgen ist im fremden Blick; im Blick Gottes und im Blick der Güte der Menschen. Gnade befreit den Menschen von dem verzweifelten Versuch, Meister und Gott seiner selbst zu sein. Erlösung von den Götzen und vom Götzendienst verspricht diese Tradition. Wo Gnade ist, da ist Freiheit.
Im Rahmen des Seminars wollen wir uns der Schönheit des alten Begriffes neu vergewissern; wir werden uns um die Geschichte des Missbrauchs der Gnadenaussagen kümmern. Wir werden überlegen, in welche Zwänge die Subjekte und die Gesellschaft geraten und welche Freiheit verloren geht, wo Gnade die Selbstauffassung der Menschen und die Bilder und das Handeln der Gesellschaft nicht mehr prägen.
Arbeitsformen: Vortragsähnliche Zwischenstücke, Diskussionen, Gruppenarbeit

Leitung

Leitung:

Fulbert Steffensky, geb. 1933, Studium der katholischen und evangelischen Theologie, bis 1998 Professor für Religionspädagogik am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg, Arbeitsschwerpunkte Religionspädagogik und Homiletik

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0029238
Sa. 28.03.2020
9.00 Uhr
Lebensraum Bett
Lebensqualität und Lebendigkeit ermöglichen
Sa. 28.03.2020 (29238)
Seminar
29238

Seminar

Bettlägerigkeit verändert das Leben von Pflegebedürftigen.
Das gilt für multimorbide und an Demenz erkrankte Menschen ebenso wie für temporär eingeschränkte Patient*innen.
Für gesunde Menschen ist das Bett ein Ort der Erholung und Entspannung und des Schlafes. Für Pflegende, Ärzt*innen und Therapeut*innen ist das Bett eine Arbeitsfläche.
Für Pflegebedürftige ist das Bett der verbliebene Lebensraum für die ihnen verbleibende Lebenszeit.
Der bettlägerige Mensch hat nur noch rund 1,9 Quadratmeter "Wohnfläche" - das Bett wird zum allumfassenden Lebensraum.

Diese Fortbildung befasst sich mit der Bettlägerigkeit und den damit verbundenen Begleitumständen sowohl von jungen als auch betagten Erkrankten.
Wie können wir verstehen und nachempfinden, was Bettlägerigkeit für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld bedeutet? Welche Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung um den Pflegebedürftigen Lebensqualität und Lebendigkeit zu ermöglichen, sie in dieser Situation zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern? Wie gelingt es, die
Pflegebedürftigen im besten Fall in diese Gestaltung mit einzubeziehen?

Unter den folgenden Gesichtspunkten vermittelt Ihnen das Seminar Inhalte, die zu einem besseren Verständnis helfen und zu neuen Ideen anregen können:

o Der Mensch, der im Bett lebt - Wahrnehmung und Funktionen des menschlichen Daseins
o Was führt zu Bettlägerigkeit - Aus der Sicht eines Patienten vs. aus der Sicht von
Pflegenden, Betreuenden und Therapeutinnen
o Helfen, sich Zeit nehmen, loben und mobilisieren - Kognitive Fähigkeiten fördern, Bewegung schmackhaft machen & Hilfestellungen anbieten
o Geborgenheit im Zimmer ermöglichen - Verlust des "Zuhause-Gefühls"
o Sprechen und berühren - Berührungen ermöglichen und am aktuellen sozialen Geschehen teilhaben lassen

Zielgruppe:
Alle, die Menschen im eingeschränkten Lebensraum begleiten, betreuen, behandeln: Angehörige, freiwillig Engagierte, "Profis" in Pflege, Therapie und Seelsorge

Leitung

Leitung:

Sabine Baumbach, Dozentin Geriatrie, Palliative Care, Validationsanwenderin. Berlin (D)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0029249
Di. 31.03.2020
9.00 Uhr
Demenz und Schmerz
Erkennen, behandeln, vermeiden
Di. 31.03.2020 (29249)
Seminar
29249

Seminar

Was wissen wir über das Schmerzerleben von Menschen mit fortgeschrittener Demenz, die uns keine Auskunft mit Worten darüber geben? Erstaunlicherweise wird immer noch angezweifelt, dass sie überhaupt Schmerzen haben. Gerade multimorbide, hochaltrige Menschen leiden jedoch häufig unter Schmerzen - nicht nur körperlich! Sie drücken den Schmerz auch aus, aber nicht in für uns gewohnter Form.

Das Erleben von Schmerz beeinflusst das physische, psychische und auch das soziale Befinden eines jeden Menschen - mit und ohne Demenz. Wir haben den Auftrag, den Schmerz bei Bewohner*innen und Klient*innen aufzuspüren, zu verstehen und zu behandeln. Und wo immer möglich Schmerzen zu vermeiden.

Im Seminar beschäftigen uns Fragen wie:
Was bedeutet das Konzept "Total Pain" für Menschen mit Demenz?
Wie sieht das Konzept des Schmerzmanagements aus?
Wie nehmen wir ein Schmerzproblem wahr?
Welche Möglichkeiten der Vermeidung und der Therapie haben wir?

Leitung

Leitung:

Sabine Baumbach, Dozentin Geriatrie, Palliative Care, Validationsanwenderin. Berlin (D)

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


va0030090
Do. 02.04.2020
13.00 Uhr
Autonomes Leben. Amyotrophe Lateralsklerose? Multiple Sklerose? -
Angehörige und Kommunikation - Ressourcen und Verluste
Do. 02.04.2020 (30090)
11. Wiener Hospiz- und Palliative Care Tag
30090

11. Wiener Hospiz- und Palliative Care Tag

Moderation: Harald Retschitzegger
12:00 Begegnung und Information
13:00 Begrüßung
Sandra Frauenberger – Wien
Waltraud Klasnic – DVHÖ
Gudrun Kreye – OPG
13:30 ALS Forum: Unsere Herausforderungen bei ALS
Physische, Psychische, Mentale - Wie schafft man das?
Brigitte Bach (DGKP), Klaus Brückner (Reha Techniker), Ernestine Hirschl (Angehörige), Heinz Lahrmann (Neurologe), Petra Strohmayer (DGKP), Alexander Urschl (Physiotherapeut), Monika Wild (Pulmologin)
14:45 Pause
15:00 Podiumsdiskussion mit ExpertInnen und Angehörigen
15:45 Palliative Care im Kontext der Begleitung von Menschen mit der Diagnose MS.
Die palliative Haltung als ergänzendes Behandlungskonzept im MS Tageszentrum
Ramona Rosenthal (DGKP)
16:15 Pause
16:30 Offenes Singen mit dem Hospizchor
16:45 Impulse für Hoffnung bei existenziellen Fragestellungen.
Erfahrungen aus den "logophilosophischen" Gesprächsrunden im Tageshospiz der Caritas, Manuela Straub (DGKP)
17:15 Lebensqualität durch Physiotherapie bei ALS
Angelika Schneider (Physiotherapeutin)
17:45 Abschluss und Ausklang
18:00 Ende der Veranstaltung

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

Eintritt frei

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

13.00 bis 18.00 Uhr


va0027590
Do. 16.04.2020
10.00 Uhr
ÜbungsRaum Krise - Leid - Trauer
Methodenvielfalt zur Beratung und Begleitung
Do. 16.04.2020 (27590)
Seminar
27590

Seminar

Die Herkunft des Begriffs Methode geht zurück auf das Griechische me´thodos, was so viel heißt wie "Weg zu etwas hin". Die Methode ist demnach die Art und Weise, wie ein begleitender, beratender Mensch etwas tut, um mit dem*der Patient*in, Zugehörigen und/oder Trauernden definierte gemeinsame Ziel zu erreichen.
Auch wenn die Haltung der Zuwendung, des Interesses, des Respekts und der Ermutigung als Hauptwirkfaktor zwischenmenschlicher Sterbe- und Trauerbegleitung genannt werden will, ist der Einsatz anderer Methoden – ergänzend zum Zuhören – wünschenswert und sinnhaft. Die Fähigkeit, sich selbst (wieder) bewusst wahrzunehmen, die veränderte Realität zu erkennen, den anflutenden Impulsen von innen oder außen nicht (länger) ausgeliefert zu sein, bedarf der Übung, die – wenn sie erfahrungsbasiert ist – eine deutliche Auswirkung hat. Das Üben trägt auf dem Boden von Wahrnehmen und Erkennen, von Annehmen und gestaltendem Erproben dazu bei, dass der individuelle Mensch (wieder) eigene Steuerungsfähigkeit entwickelt und sich dadurch als selbstwirksam erfährt.
In diesem Seminar werden zahlreiche Methoden vorgestellt und etliche auf ihre Wirkung überprüft.

Leitung

Leitung:

Monika Müller M.A., Therapeutin, Supervisorin, Fachbuchautorin, Seminar- und Kursleiterin in Palliative Care, Trauer und Spiritual Care, war langjährig Leiterin von ALPHA Rheinland
Dr.in Sylvia Brathuhn, Diplom-Pädagogin, Fachreferentin im Bereich existentieller Krisen (Lebensbedrohliche Erkrankungen, Sterben, Tod, Trauer), Fachbuchautorin, Geschäftsführende Herausgeberin von Leidfaden - Fachmagazin für Krise, Leid, Trauer. Bochumer Gesundheitstrainerin, Kommunikationstrainerin, Trainerin für persönlichkeitsorietierte Entwicklung, Trauerbegleiterin

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 440,- inkl. Mittagessen, Pausengetränke und Fachbuch "ÜbungsRaum Krise - Leid - Trauer"

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

16. bis 18.4.2020, Do. 10:00 - 17:00, Fr. und Sa. 9:00 - 17:


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Do. 16.04.2020
18.00 Uhr
Philosophicum
Begriffe und Fragen von innen her verkosten
Do. 16.04.2020 (28440)
Philosophischer Abend
28440

Philosophischer Abend

Im Feld von Palliative Care und Hospizarbeit stellen sich philosophische Fragen oft wie unter einem Brennglas: dringlich, verdichtet aus der Grenzsituation heraus. Aber immer wieder wird klar, dass das nie nur „letzte“ Fragen sind, sondern die „bleibenden“ Fragen des Lebens und der Gesellschaft.
Das Philosophicum ist ein Ort, in dem wir aktuelle, grundsätzliche und zukunftsrelevante Fragen aus der Palliative Care- und Hospizlandschaft aufgreifen, aber wir werden diese in einer Weise diskutieren, wie sie sich für alle Gesellschaftsbereichen und Lebensphasen stellen.
Deswegen – ganz nach dem Motto Epikurs, wonach weder die Jungen zögern noch die Alten aufhören sollen zu philosophieren – richtet sich das Philosophicum an alle „Geborenen und Sterblichen“, die geistige Nahrung, das Hören anderer Perspektiven und philosophisches Gespräch als wesentlichen Baustein für persönliches Glück und soziale Verantwortung sehen.
Wir etablieren das neue Format in zwei Formen:
„Was ist …?“
Richtig „verkostet“ sind Begriffe nicht abstrakt – sondern Fenster in die Tiefe wesentlicher Phänomene und Brücken zu den Erfahrungen anderer Menschen und anderer Lebensbereiche. In der sokratischen Tradition werden oft floskelhaft über die Lippen gehende Begriffe untersucht und mit Erfahrungsbeispielen verlebendigt – um anders, neu, differenzierter zu sehen und als Voraussetzung für eine konzentrierte und gemeinschaftlichere Lebenspraxis.

„Wie wollen wir …?“
Gesellschaftliche Fragen rund um das Thema Pflege lehren uns beispielhaft und beispiellos: Politik und aktuelle Diskurse basteln zu viel an fantasielosen Lösungen in der bloßen Verlängerung und Optimierung des Bestehenden. Das gilt auch in anderen Gesellschaftsbereichen (Ökologie …). Aber das kann einfach nicht alles sein! Im „Wie wollen wir …?“-Format sollen Räume für größere Visionen freigelegt werden, frei vom Reflex der schnellen Antworten. Unsere eigene und die Zukunft unserer Kinder hat das verdient …

Zeit: 18 bis 20 Uhr und vielleicht darüber hinaus
Ort: Bibliothek des Kardinal König Hauses
Moderation: Patrick Schuchter („Was ist …?“), Petra Rösler / Patrick Schuchter („Wie wollen wir…?“)
Eintritt: „Unfreiwillige Spende“ (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack – Minimum 1 Cent)
Verpflegung: rein geistig.
Anmeldung: erwünscht (eventuell wird vor dem jeweiligen Termin ein Text zugeschickt).

Für alle, die ein kritisch-kultiviertes Vorabendprogramm suchen.
16.4. Wie wollen wir betreut und gepflegt werden?

Leitung

Leitung:

Dr. Patrick Schuchter MPH, Philosoph, Krankenpfleger, Gesundheitswissenschaftler, stellvertretender Leiter des Bereichs Palliative Care am Kardinal-König-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

"unfreiwillige Spende" (Spende muss sein, Höhe nach Geschmack - Minimum 1 Cent) Verpflegung: rein geistig

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18.00 bis 20.00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

14.5., 17.6.2020


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Di. 21.04.2020
9.00 Uhr
Wählen mit kognitiver Einschränkung
Rechtslage und praktische Umsetzung
Di. 21.04.2020 (29505)
Seminar
29505

Seminar

In Österreich haben Personen unabhängig von einer kognitiven Behinderung das Wahlrecht (anders als in vielen anderen EU-Staaten).
Sowohl in der Alten- und Behindertenarbeit bei politischen Wahlen als auch in Ordensgemeinschaften und Klöstern bei ordensinternen Wahlen taucht immer wieder die Frage auf, wie und mit welcher Unterstützung das Wahlrecht von Menschen wahrgenommen werden kann, wenn eine kognitive Einschränkung vorliegt.

Am Vormittag wollen wir behandeln:
- Grundsätze und Besonderheiten des Wahlrechts in Österreich- Das neue Instrument der Erwachsenenvertretung
- Praxisbericht "Selbstvertretung wählen"
- Praxisbericht "Klienten auf Wahlen vorbereiten"
- Praxisbericht Wählen im Orden
- Praxisbericht PROMENZ: Warum ich trotz Demenz ein politischer Mensch bin

Am Nachmittag vertiefen wir die Thematik in getrennten Workshops für Demenzbegleitung und für Ordensgemeinschaften.

Der Tag wird in Kooperation des Bereichs Hospiz, Palliative Care und Demenz und des Bereichs Ordensentwicklung durchgeführt.

Referierende

Referierende:

Albert Brandstätter, Generalsekretär Lebenshilfe Österreich
Stefan Kleiner BSc, DGKP, "Pflege bei Demenz" Fachberatung Pflege; HABIT - Haus der Barmherzigkeit Integrationsteam GmbH
Sr. Mag. Ruth Pucher MC, Leiterin des Bereichs Ordensentwicklung
Dr. Christoph Konrath MSc (LSE), Jurist und Politikwissenschaftler in der Parlamentsdirektion; Mitglied: www.unsereverfassung.at
Mag. Clemens Fritsch, Notar und Erwachsenenvertreter

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 95,- inkl. Mittagessen

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr


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Mo. 27.04.2020
9.00 Uhr
Beziehung als Medikament?!
Beziehungsgestaltung als Pflegeaufgabe
Mo. 27.04.2020 (29245)
Seminar
29245

Seminar

Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick prägte den Satz "Man kann nicht nicht kommunizieren!". In Anlehnung an diesen Satz möchte ich formulieren: "Man kann nicht nicht in Beziehung zueinander treten."Es ist also in diesem Sinne keine Frage, ob wir mit an einer Demenz erkrankten Person in Beziehung treten sollten. Das tun wir in jedem Fall! Die Frage, die sich stellt, ist eher die Frage nach der Qualität der Beziehung. Und dieses Thema ist nicht theoretisch, sondern ausgesprochen praxisrelevant.

Beziehungsarbeit ist der Kern pflegerischer Tätigkeit im Bereich der Pflege von Menschen mit Demenz. Es gibt keine pflegerische Tätigkeit ohne Beziehung. Insofern ist die zu gestaltende Beziehung das Fundament jeglicher psychosozialer aber auch beispielsweise medizinisch/technischer Hilfestellung.

Diese Ansicht hat in den letzten 20 Jahren - vor allem seit den Schriften Tom Kitwoods und Naomi Feils - längst Einzug in eine innovative und kreative Praxis gefunden und ist zuletzt im "Demenzstandard" des Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (2019) zum Stand der Künste in der Pflege Demenzerkrankter erhoben worden.

Welchen Hintergrund hat diese Entwicklung? Welchen Einfluss und welche Verantwortung hat die Organisation auf die Kernelemente pflegerischen Handels? Wie konkretkann Beziehungsgestaltung in der Praxis aussehen und welche Probleme bringt eine solche Vorgehensweise mit sich? Und last but not least:Was in aller Welt bedeutet die Anwendung einer "Verstehenshypothese" oder der "verstehenden Diagnostik" als wesentliches Instrument der geforderten Beziehungsgestaltung für die Praxis? Diesen Fragen werden wir in diesem Seminar praxisbezogen - ohne die Theorie zu vergessen - nachgehen.

Der Internist und Demenzexperte Erich Grond schrieb vor vielen Jahren vom "Menschen als bestes Medikament". In diesem Seminar kümmern wir uns um die Zusammensetzung, die Darreichungsformen sowie um Wirkungen und Nebenwirkungen dieses Medikamentes.

Leitung

Leitung:

Detlef Rüsing, examinierter Altenpfleger, Pflegewissenschaftler und Publizist. Mitgründer "Dialogzentrum Leben im Alter" an der Hochschule Osnabrück

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr