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Gesellschaft im Dialog

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Bildungsprogramm

Wir führen Veranstaltungen aus dem bisherigen Bereich „Flucht, Migration und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ weiter und greifen Themen zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen auf. Zudem haben kreative und meditative Weisen der Auseinandersetzung mit der Welt hier ihren Ort.

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Mo. 06.05.2019
9.00 Uhr
"Wie Traumata weiter wirken …" Grundlagenseminar
Transgenerationale Traumaweitergabe
Mo. 06.05.2019 (27670)
Seminar
27670

Seminar

"Jedes Wasser hat seine Quelle, jeder Baum seine Wurzel."

Wie können Menschen, die selbst keinen Krieg und keine Gewalt erlebt haben, an Traumafolgestörungen leiden? Mittlerweile belegen Forschungsergebnisse, dass in einer Generation erlebte Traumata in die nächsten Generationen fortwirken. Es zeigen sich dann von der Großmutter bis zum Enkel ähnliche Verhaltensmuster. Nicht das Trauma selbst wird weitergegeben, sondern oftmals die Stressverarbeitungsfähigkeit und die Atmosphäre in der Familie. Die Familiengeschichte selbst kann nicht mehr geändert werden, wohl aber der Umgang damit. Hier kann Beratung betroffener Menschen ansetzen. So ist es etwa ein Trugschluss, anzunehmen, dass Schweigen die zweite Generation schützt. Das Gegenteil ist üblicherweise der Fall.
In diesem Seminar lernen Sie die Wege zu verstehen, auf denen Traumata an die nächste Generation weitergegeben werden. Auf der Handlungs- und Interventionsebene wird besprochen, wie Sie Traumata und die Folgesymptome auf leicht verständliche Weise erklären können und wie Eltern und auch Unterstützer/innen mit Kindern auf hilfreiche Weise über die Vergangenheit sprechen können.

Inhalte des Seminars:
• Modell zur einfachen Erklärung von Traumatisierung und Traumafolgestörungen
• Bindungsverhalten
• Auf welche Weise können sich transgenerationale Traumata auswirken?
• Verhaltensweisen und Merkmale von Traumafolgestörungen in der ersten und zweiten Generation erkennen
• Selbsterfahrungsübungen

Ziel:
• Mechanismen der Weitergabe von Traumata verstehen und bei den eigenen Klient/innen erkennen

Zielgruppe:
Mitarbeiter/innen im Bereich Betreuung, Beratung und Pflege traumatisierter Menschen, Interessierte

Dieses Seminar ist für Psychotherapeut/innen als Fortbildung anrechenbar (7,5 Unterrichtseinheiten).

Referierende

Referierende:

Mag.a Sonja Brauner, Sozialpädagogin, Psychotraumatologin und Psychotherapeutin bei Hemayat und in freier Praxis

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen, Pausenverpflegung und Skripten

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

von 9:00 bis 16:30 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

Am 13.5.2019, 9:00 bis 16:30 Uhr wird eine Vertiefung zu diesem Seminar angeboten.

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Mo. 06.05.2019
18.00 Uhr
Liebgewonnen
Szenische Lesung mit Heidi Rossak und Rahmat Hossaini
Mo. 06.05.2019 (28084)
Lesung & Gespräch
28084

Lesung & Gespräch

Aus Afghanistan geflüchtete Menschen sind häufig mediales Thema. Doch selten kommen sie und einheimische Menschen, die mit ihnen schöne und traurige Erlebnisse teilen, selbst zu Wort. An diesem Abend stehen sie mit vielfältigen künstlerischen und persönlichen Darstellungen im Mittelpunkt: Mit einer Lesung aus Fabio Gedas Besteller „Im Meer schwimmen Krokodile“ und Ausschnitten aus Heidi Rossaks Textsammlung „Liebgewonnen“, die Einblicke in berührende Begegnungen gewährt. Rahmat Hossaini ergänzt die Lesung mit Erzählungen über seine Jugend in Afghanistan und seine Erfahrungen als hiesiger Asylwerber. Vielleicht kann auch Ezat Ezati wieder dabei sein, dessen Abschiebung nach Bulgarien Anlass eines sechsminütigen Kurzfilm des Wiener Filmemachers Heinrich Chini war, der gezeigt wird.

Zur Vorgeschichte: Heidi, Rahmat und Ezat lernten sich im Frühjahr 2017 in Eberschwang kennen. Beim Vorlesen von „Im Meer schwimmen Krokodile“ entstand eine besondere Freundschaft, die ihnen schöne und traurige Momente beschied. Im Oktober 2018 wurde Ezat verhaftet und nach Bulgarien abgeschoben, obwohl er nie zuvor dort gewesen war. Heidi Rossak und der Wiener Filmemacher Heinrich Chini hatten im Vorfeld intensiv versucht, diese Abschiebung zu verhindern und begleiteten Ezat kurzentschlossen nach Sofia. Drei Wochen lang bemühten sie sich vor Ort, den gemeinsamen Freund wieder zurück nach Österreich, in seine liebgewonnene neue Heimat, mitzunehmen…

Referierende

Referierende:

Heidi Rossak
Rahmat Hossaini
Ezat Ezati

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

ab 18:00 Uhr

va0027629
Di. 07.05.2019
18.00 Uhr
Asylrechts-Werkstatt
Di. 07.05.2019 (27629)
Jour-fixe
27629

Jour-fixe

Im Betreuungs- und Beratungsalltag mit geflüchteten Menschen zeigt sich das österreichische Asylgesetz als sehr komplex und starken Veränderungen ausgesetzt. Der Asylrechts-Jour-fixe bietet einen neuen Rahmen, sich über Neuerungen im Asylrecht zu informieren und eigene Fälle zu besprechen. Die Teilnehmer/innen sind eingeladen, aktuelle Fragestellungen aus ihrem Arbeitskontext mitzubringen und diese mit der Referentin zu besprechen.

Ziele des Seminars:
Durch die Komplexität der Fälle lernen die Teilnehmer/innen unterschiedliche rechtliche Situationen und Asylverfahren kennen und diese richtig einzuordnen.

Referierende

Referierende:

Mag.a Katrin Hulla

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 25,- pro Termin

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18:00 bis 20:00 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

4.6.2019, 18:00 bis 20:00 Uhr

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Mo. 13.05.2019
9.00 Uhr
"Wie Traumata weiter wirken..." Vertiefungsseminar
Transgenerationale Traumaweitergabe
Mo. 13.05.2019 (27671)
Seminar
27671

Seminar

Dieses Vertiefungsseminar wendet sich an Teilnehmer/innen des Grundlagenseminars „Wie Traumata weiter wirken …“ sowie an Kolleg/innen aus dem psychosozialen Kontext mit fundiertem Grundlagenwissen in Psychotraumatologie.

Wie können Menschen, die selbst keinen Krieg und keine Gewalt erlebt haben, an Traumafolgestörungen leiden? Mittlerweile belegen Forschungsergebnisse, dass in einer Generation erlebte Traumata in die nächsten Generationen fortwirken. Es zeigen sich dann von der Großmutter bis zum Enkel ähnliche Verhaltensmuster. Nicht das Trauma selbst wird weitergegeben, sondern oftmals die Stressverarbeitungsfähigkeit und die Atmosphäre in der Familie. Die Familiengeschichte selbst kann nicht mehr geändert werden, wohl aber der Umgang damit. Hier kann Beratung betroffener Menschen ansetzen. So ist es etwa ein Trugschluss, anzunehmen, dass Schweigen die zweite Generation schützt. Das Gegenteil ist üblicherweise der Fall.

In diesem Vertiefungsseminar wenden wir uns der Handlungs- und Interventionsebene zu. Wie kann in psychosozialen Arbeitsfeldern mit diesen Traumata und Folgesymptomen umgegangen werden? Wie können sie auf leicht verständliche Weise erklärt werden? Wie können Eltern und auch Unterstützer/innen mit Kindern auf hilfreiche Weise über die Vergangenheit sprechen? Mittels unterschiedlicher Methoden werden konkrete Hilfestellungen für den Beratungs-, Betreuungs- und therapeutischen Kontext erarbeitet. Der Fokus liegt auf transkulturellen und transgenerationalen Sichtweisen mit der Entwicklung von praktischen Lösungsansätzen. Fallbeispiele können gerne mitgebracht werden.

Inhalte des Seminars:
• Spezifischer Umgang mit Kriegsüberlebenden und Folteropfern der 1., 2., und 3. Generation
• Transkulturelle Bezugnahme in der Generationentraumatisierung
• Umgang mit Bindungstraumatisierungen und ihren Auswirkungen
• Die Weitergabe von Gewalt

Ziele
• mehr Sicherheit in der Beratung und Intervention gewinnen
• Erweiterung transkultureller und transgenerationaler Sichtweisen
• Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte
• Hilfs-und Lösungsstrategien erarbeiten, anhand von bewährten Modellen

Zielgruppe:
Mitarbeiter/innen im Bereich Betreuung, Beratung und Pflege traumatisierter Menschen, Interessierte mit Vorwissen zu Psychotraumatologie, Absolvent/innen des Grundlagenseminars

Dieses Seminar ist für Psychotherapeut/innen als Fortbildung anrechenbar (7,5 Unterrichtseinheiten).

Referierende

Referierende:

Sonja Brauner, Sozialpädagogin, Psychotraumatologin und Psychotherapeutin bei Hemayat und in freier Praxis

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen, Pausenverpflegung und Skripten

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

von 9:00 bis 16:30 Uhr

Weitere Termine

Weitere Termine:

Am 26.3.2019, von 9:00 bis 16:30 Uhr findet das Grundlagenseminar zu diesem Seminar statt.

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Mi. 22.05.2019
9.00 Uhr
Shalom - Salam - Grüß Gott
Chancen des interreligiösen Dialogs in einer pluralistischen Gesellschaft
Mi. 22.05.2019 (26207)
Workshop
26207

Workshop

Der Workshop bietet die Begegnung mit den drei großen monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden erkundet, Verbindungen zwischen den Religionen wahrgenommen. Damit wird auch ein Beitrag zu Prävention von Rassismus, Antisemitismus und Islamophobie geleistet. Zudem werden mögliche Konsequenzen von unterschiedlichen kulturell-religiösen Zugängen auf die Gesellschaft und je spezifische Arbeitsfelder thematisiert.
Methodisch geht das Seminar praxisnah vor: über Betrachten, Begreifen und Schmecken nähern wir uns den kulturell-religiösen Erfahrungen; die Konzeption eines interreligiösen Events wird angedacht.

Zielgruppe: Fachkräfte und Interessierte, die sich in ihrem (beruflichen) Alltag mit dem Thema praxisnah auseinandersetzen möchten.

Referierende

Referierende:

Mag. Kathrin Ruth Lauppert-Scholz, Soziologin und zertifizierte Kulturvermittlerin, Masterstudium zu Interreligiösem Dialog

Veranstalter

Veranstalter:

Workshop

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Mittagessen, Pausengetränke und Skripten

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9:00 bis 17:00 Uhr