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Tag der Erinnerungen

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Datum: Samstag, 14. Oktober 2017

 

„Wichtiger als die konkreten Erinnerungen zu behalten, ist, die Halt gebenden Beziehungen zu anderen zu bewahren.“ (Ursula von der Leyen)

„Emotionen, die ein zentrales Moment von Erinnerungen sind, gehen auch dementen Menschen nicht verloren. Erinnerungen sind mehr als Gedächtnis. Sie sind erfahrenes Leben, das uns Menschen ausmacht und prägt. Demente und Nicht-Demente. Dementen fehlt Gedächtnis, aber Erinnerungen haben sie. Wir sollten sie also pflegen, die Erinnerungen, denn ohne sie gäbe es keine Vergangenheit und keine Zukunft fürs Menschsein.“ (Franz Müntefering) (http://www.erinnerung-demenz.de)

 

Idee: Demenz wird hauptsächlich mit Vergessen assoziiert. Erinnerungen machen uns aus – zugleich aber scheinen sie in unserer schnelllebigen, zukunftsorientierten Welt gar nicht viel wert zu sein und höchstens in der Nostalgieecke des Nachmittagsfernsehens einen Platz zu haben. Erinnerungen sind aber schillernd, vielschichtig, wertvoll: Sie beziehen sich nicht nur auf Fakten, sondern auch auf Gefühle. Sie bringen uns in Kontakt mit uns selbst und mit anderen. Nicht nur die Erinnerung an das Mittagessen vom Vortag macht unsere Lebensqualität aus, sondern auch die Wertschätzung dafür, wie wir gelebt haben, was wir erlebt haben, was uns wichtig war und ist. 

Am Tag der Erinnerungen wollen wir an vielen Orten in Hietzing in vielen kleinen und größeren Formaten Erinnerungen pflegen, austauschen, fördern, feiern. Wir wollen damit zeigen: Erinnerungen sind für uns alle wichtig, ob Jung oder Alt, mit oder ohne Demenz. Sie brauchen Raum und Wertschätzung in der Gesellschaft, um ihre Kraft für den Zusammenhalt zu entfalten.

 

Die Liste der Orte und Veranstaltungen wird laufend ergänzt.
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Mit teilen / Zuhause und doch fremd

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Baum der Potentiale / Malen im öffentlichen Raum
10-12 Uhr, EKAZENT

Ort: wird bekanntgegeben

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MIT TEILEN 
Was bewegt mich?

Die Künstlerin Cornelia Bast geht mit ihrem Kunstobjekt Baum der Potentiale zu Menschen in den öffentlichen Raum. Was ist mir persönlich wichtig? Welche Interessen, Leidenschaften und Wünsche haben Menschen mit und ohne Demenz? Gibt es Gemeinsamkeiten? Wie unterscheiden sie sich? Gibt es Anknüpfungspunkte?

Ziel der Kunstaktion ist es, mehr Verständnis und Wissen für das Leben von Menschen mit Vergesslichkeit zu schaffen. Das Selbstbewusstsein der Menschen, die mit Demenz  leben, soll gestärkt und eine neue Sicht auf ihre Potentiale erreicht werden. Die Kunstaktion bietet die Möglichkeit, ein neues Interessens-Netzwerk mit und um die Menschen mit Demenz zu knüpfen.

 

ZUHAUSE UND DOCH FREMD
Public Drawing

Die Künstlerin Ruth Mateus-Berr thematisiert  die Diskriminierung des Alters (Ageism), im Besonderen geht sie auf die soziale Stigmatisierung ein, mit der Menschen mit Demenz konfrontiert sind. Der Workshop zielt darauf ab, Empathie zu wecken und zu einer Sprache des Verständnisses und des Miteinanders zu finden. 

Wir alle kennen Momente der Verwirrung und Desorientierung wie auch der Ordnung, das Gefühl des vertraut Seins und des Befremdens – in jedem Alter. Zeichnungen im öffentlichen Raum dokumentieren Bilder der Verwirrung und stellen das Thema »Desorientierung« in verschiedenen Facetten zur Diskussion. Die Beiträge zum »Archiv der Verwirrungen« werden als musikalische Notation live von einer/m MusikerIn interpretiert.

 

Cornelia Bast ist Teil des künstlerischen Forschungsteams Dementia. Arts. Society., das von Prof. Ruth Mateus-Berr geleitet wird und an der Universität für angewandte Kunst beheimatet ist.

Aktuell ist das Forschungsteam nach einem erfolgreichen Wettbewerb bei der Vienna Designweek im Programmfeld Stadtarbeit vertreten. Unter dem Titel LEBENSWELTEN finden vom 30.9.2017 bis 8.10.2017 in Zusammenarbeit mit dem Pflegeheim Fünfhaus/Ingrid Leodolter Haus Kunstaktionen und Workshops im öffentlichen Raum rund um den Kardinal-Rauscher-Platz und Leopold-Mistinger-Platz im 15. Bezirk in Wien statt.

Am 10.10.2017 veranstaltet das Forschungsteam das Symposium DNEMEZ WELTNE mit internationalen Expert/innen zum Thema Demenz aus den unterschiedlichsten Bereichen. Die Veranstaltung findet im Angewandte Innovation Laboratory AIL statt.

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Maria Theresia - Erinnerungen an eine lebenslustige Kaiserin

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Führung
11-12 Uhr, Wagenburg

Treffpunkt: Kaiserliche Wagenburg, Schloss Schönbrunn, bei der Ticketkontrolle in der Eingangshalle

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Die Wagenburg nimmt den 300. Geburtstag der Kaiserin zum Anlass, um einen völlig neuen Blick auf sie zu werfen: Nicht Politik und Kriege stehen im Zentrum der Schau, sondern Maria Theresias Lebensfreude, ihre Feste und ihre Selbstdarstellung im Spannungsfeld zwischen weiblicher Identität und „männlicher“ Herrschermacht. Während sich andere Herrscherinnen der Zeit als „Ersatzmänner“ präsentierten, betonte Maria Theresia stets ihre Weiblichkeit und gewann gerade dadurch die Herzen ihrer Untertanen. Das Volk bewunderte die schöne junge Frau, die nicht nur unermüdlich arbeitete und Jahr für Jahr ein Kind zur Welt brachte, sondern auch gerne und ausgelassen tanzte, feierte, Lustfahrten oder lange Ausritte unternahm. In der Ausstellung lassen Gemälde, Prunkfahrzeuge, kostbare Gewänder und Reitgeschirre in Kombination mit neuen Medien den Glanz ihrer Epoche wieder auferstehen. 

Anmeldung ist erforderlich, bitte melden Sie sich bei Christine Hafner unter hafner@kardinal-koenig-haus.at bis 11. Oktober 2017 an. 
Die Führung ist kostenlos, der Eintritt in die Wagenburg ist vor Beginn der Führung zu entrichten. Die aktuellen Eintrittspreise sowie Ermäßigungsbestimmungen entnehmen Sie bitte der Website der Wagenburg

Die Führung ist auch speziell für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen geeignet. Die Zugänge zu den Ausstellungsräumen sind barrierefrei, diese liegen auf einer Ebene und sind rollstuhlgerecht. Nähere Informationen zur Barrierefreiheit der Wagenburg finden Sie hier

Informationen zur Anreise finden Sie hier.

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Mein Hietzing damals und heute

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Erinnerungstheater
14-15 Uhr, Bezirksmuseum Hietzing

Ort: 1130 Wien, Am Platz 2

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Erinnern Sie sich noch an früher? An Schulwege, Straßenbahnfahrten und Tanzabende? An versteckte Küsse, wilde Raufereien und sonntägliche Ausflüge in den Zoo? Und was hat sich alles verändert, mit dem Erwachsenwerden, dem Weggehen und Zurückkommen, mit Kindern und Enkelkindern an der Hand?  Es sind die alltäglichen und besonderen Erlebnisse, die aus einem Stück Topografie Heimat machen. Die Straßen Hietzings sind gesäumt von unzähligen persönlichen Geschichten - erzählen Sie uns davon und tauchen Sie ein in eine theatrale Zeitreise mit dem SOG Theater.

Erinnerungstheater verbindet in besonderer Weise die Erzählungen älterer Menschen mit der Gegenwart. Man trifft sich in Gemeinschaftsräumen, um persönlich erlebte Geschichten zu erzählen, zu hören und zu sehen. Kaum ist eine Erinnerung hervorgelockt – oft auch nur eine kleine Passage einer Geschichte – kann sich der Erzähler bereits zurücklehnen und sofort erleben, was die SchauspielerInnen daraus improvisatorisch hervorzaubern. Die Darstellung auf der Bühne wird zu einer gemeinsamen Reise in die Vergangenheit und zu einer unterhaltsamen Form der Erinnerungsarbeit.

Playback Theater
Auf der Bühne sitzen vier Schauspieler/innen vom SOG. THEATER auf Stühlen, am linken Bühnenrand befindet sich ein Musiker, die Moderatorin bewegt sich zwischen Publikum und der Bühne. Aus dem Publikum werden Personen eingeladen, eine persönlich erlebte Geschichte zu erzählen. Die Spielleitung fasst die Geschichte in eine Spielform und übergibt sie an die Schauspieler/innen. Diese richten ohne Absprache die Bühne ein und die eben gehörte Geschichte wird spontan zurückgespielt (=play back). Realistisch und zauberhaft, fließend zwischen Worten und Symbolik. Die Essenz der Geschichte bekommt ein Gesicht. Was Menschen alltäglich bewegt, ist ein kraftvoller Stoff, der beglückt und berührt, wenn er auf der Bühne noch einmal sichtbar wird. 

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"Herr Ober, einen kleinen Braunen" - zur Historie Hietzinger Kaffeehäuser

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Erinnerungscafé
15-16 Uhr, Bezirksmuseum Hietzing

Ort: 1130 Wien, Am Platz 2

Anmeldung per SMS an 0676/54 88 5 88 mit Kennwort "Cafe" und Personenzahl. 

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Auf den Spuren Hildegard Burjans in Hietzing

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geführter Spaziergang
15-16 Uhr, Bezirksmuseum Hietzing - Kardinal König Haus

Treffpunkt: vor dem Bezirksmuseum Hietzing, Am Platz 2

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Hildegard Burjan (1883 – 1933)
Verheiratet, Mutter, Akademikerin mit wachem Blick für gesellschaftliche Entwicklungen. Tatkräftig, innovativ und mutig beschritt sie neue Wege der Hilfe - als erste christlichsoziale weibliche Abgeordnete im Parlament, als Gründerin der Caritas Socialis (CS). Kraft für ihren Einsatz schöpfte sie aus dem Glauben. Als Jüdin ließ sie sich nach schwerer Erkrankung taufen und wirkte nach dem Motto „Die Liebe Christi drängt uns …“ (2 Kor 5,14). Am 29. Jänner 2012 wurde Hildegard Burjan seliggesprochen.

Hildegard Burjan lebte mit ihrem Mann Alexander Burjan und ihrer Tochter Elisabeth in Hietzing. Ein Spaziergang wird vom Bezirksmuseum zur Hietzinger Kirche, den Wohnorten bis ins Kardinal König Haus führen, wo ein Saal nach Hildegard Burjan benannt ist. 
Hinter dem Kardinal König Haus erinnert ein Weg an Sr. Hildegard Teuschl CS, Hospizpionierin und Schwester der Caritas Socialis.

Auf dem Weg zu den Stationen der Erinnerung begleiten Sie Sr. Karin Weiler CS und Sr. Sieglinde Ruthner CS. 


Ein Teil der Wegstrecke kann eventuell mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück gelegt werden.
Der Spaziergang ist für Personen mit Mobilitätseinschränkung bedingt geeignet, mit Rückfragen wenden Sie sich bitte an Christine Hafner, 01/804 75 93-615 oder hafner@kardinal-koenig-haus.at. 

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Erinnerungs.Räume

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Erinnerungsstationen
16-18 Uhr, Kardinal König Haus

Ort: 1130 Wien, Kardinal-König-Platz 3

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Das Kardinal König Haus öffnet seine Türen für alle Interessierten. Besuchen Sie unsere Seminarräumlichkeiten und unseren Park und erfahren Sie, nach wem unser Haus, unsere Räume, unsere Wege benannt sind und warum. An mehreren „Erinnerungsstationen“ können Sie Interessantes, Launiges, Nachdenkliches über die Namenspatron/innen erfahren:

Hildegard Burjan (Karin Weiler CS)

Franz und Franziska Jägerstätter (Christian Marte SJ, ab 17 Uhr)

Kardinal Franz König (Annemarie Fenzl)

Herlinde Pissarek-Hudelist (Anna Pissarek)

Cicely Saunders (Klaus Schweiggl SJ)

Hildegard Teuschl CS (Karin Weiler CS)

Mary Ward (Ingeborg Kapaun CJ)

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