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2010

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Symposium bildung & aesthetik

6. und 7. Mai 2010

"Es ist … Es war“
Resümee des Organisationsteams

Am 6. und 7. Mai 2010 fand im Kardinal König Haus in Wien-Hietzing ein Symposium zum Thema „Bildung und Ästhetik“ statt. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz erlebten ein spannendes und abwechslungsreiches Vortrags- und Workshopprogramm sowie eine abschließende Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten. Ein künstlerisches Rahmenprogramm rundete die Veranstaltung ab. ...mehr



Sebastian Prantl, Tänzer und Choreograph, Gründer und Leiter des Tanz Atelier Wiens, gestaltete den Beginn. Zwischen den interaktiv ausgerichteten Sesselreihen, tanzte Prantl die Anwesenden in das weite Spektrum der Thematik. In einer mit eigens komponierten Musikflächen und signifikanten Gegenständen unterlegten  Bewegungsimprovisation liess er visuelle, taktile, akustische und emotional-spirituelle Berührungsflächen zwischen den Anwesenden und dem Gefüge des vorgegebenen Raumes spürbar werden um in der Folge daraus für kognitive Reflexionsvorgänge zu sensibilisieren.

Im ersten Eröffnungsvortrag bezeichnete der Schriftsteller und Kulturkritiker Franz Schuh die Eigengesetzlichkeit von Kunst als eine der wichtigsten Aufgaben ästhetischer Bildung. Konrad Paul Liessmann erläuterte in der zweiten Eröffnungsrede seine These vom „Schönen“ als Gegenbegriff zum „Nützlichen“ und beschrieb das Schöne als Symbol für Autonomie, Selbstbestimmung und Freiheit.

Eine Open-Air-Bewegungsimprovisation zu einer Installation aus teils stehenden, teils schwebenden Skulpturen und einer musikalischen Klangwolke, gestaltet von Studierenden der KPH Wien/Krems, rundete den Nachmittag ab.

Eine Video-Installation von Rainer A. Schneider und Jazzmusik, die zum Tanzen anregte, bereiteten weiteren Kunstgenuss bis spät in die Nachtstunden hinein.

Der zweite Symposiumstag, wieder von Prantl körperlich-sinnlich einbegleitet, begann mit einer Serie von vier Vorträgen. Bernd Ruping knüpfte an Liessmanns Rede vom Vortag an und widersprach dessen These von der Zweckfreiheit der Kunst. Der ästhetische Wert eines Kunstwerkes erschließt sich laut Ruping aus der Qualität der Kommunikation, die das Kunstwerk auslöst. Kunst wird somit zu einer sozialisierenden Instanz.

Joachim Kettel sprach über den „Mythos des Anfangs“ und erörterte den Bildungsauftrag ästhetischer Fächer anhand eigener Hochschularbeit mit Studierenden.

Annegret Huber analysierte elektronische Musikprogramme und ihre pädagogische Sinnhaftigkeit.

Christian Wiesmüller sprach über die ästhetischen Implikationen der Technik im allgemeinen und bestimmter zweckdienlicher Objekte im besonderen. Er diskutierte die Frage, ob Technik als Werkzeug und Maschine – miteinander zu Systemen verbunden – als schön bezeichnet werden kann.

Nach dem Mittagessen standen neun, in ihrer thematischen Ausrichtung völlig unterschiedliche, 90-minütige Workshops zur Wahl. Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten in kleinen Arbeitsgruppen theoretisches und praktisches Wissen erwerben und durch aktive Mitarbeit sinnliche Erfahrungen machen. Die vielfältigen Themen reichten von Raumwirkung, Ornament in der Kunst, Ästhetik im Musikunterricht über verschiedene Aspekte von Theater, Tanz und Körpererfahrung, Geruchstraining bis zu Kunst- und Kulturvermittlung.

Die abschließende Podiumsdiskussion mit namhaften Vertreterinnen und Vertretern aus Bildung und Kunst, moderiert von Barbara Rett, mündete in eine sehr kontroversielle Debatte über Möglichkeiten und Grenzen ästhetischer Bildung und die Berücksichtigung moderner Medien im gegenwärtigen Schulsystem.

Georg Nuhsbaumer moderierte beide Symposiumstage mit hoher fachlicher Kompetenz und starkem Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse sowohl der Referentinnen und Referenten als auch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Bei einem alkoholfreien Cocktail in den Symposiumsfarben, der zum Abschied serviert wurde, gab es noch die Möglichkeit eines abschließenden Gedankenaustausches.

Ein herzlicher Dank allen Referentinnen und Referenten, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kardinal König Hauses, des BMUKK und der KPH Wien/Krems, die zum Gelingen dieses Symposiums beigetragen haben.

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Vortrag Br. David Steindl-Rast:
Credo, ein Glaube, der alle verbindet

Mi, 27. Okt 2010

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Fachtagung „Demenz und Palliative Care. Das Recht Demenzkranker auf palliative Versorgung.“

Di, 9. November 2010

Demenz ist eine palliativwürdige Krankheit – und es ist hoch an der Zeit, dass den Betroffenen palliative Betreuung zugute kommt. So lautete der Tenor der Fachtagung „Demenz und Palliative Care“ des Forum Palliative Praxis Geriatrie am 9.11.2010 in Wien. Die Botschaft wurde aus dem Blickwinkel der unterschiedlichsten Fachdisziplinen – von der Gerontologie über Medizin, Pflege, Phsyiotherapie bis zur Seelsorge – beleuchtet und untermauert. Menschen mit Demenz und ihr Umfeld haben demnach ein Recht auf medizinisch kompetente und menschlich kompetente Therapie und Betreuung. Und dabei, so stellte Prof. Borasio (IPZ München) unmissverständlich klar, „gehört Palliative Care nicht in die Mauern spezieller Stationen, sondern in die Köpfe aller Ärzte und Pflegenden.“

PDF-Datei: Forschungsprojekt (153 KB)

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PDF-Datei: Glaube und Demenz (70 KB)

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PDF-Datei: Vortrag Schmidl - Unheilbar dement (37 KB)

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PDF-Datei: Vortrag Borasio (739 KB)

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PDF-Datei: Praxisrunde Akutkrankenhaus (5 MB)

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PDF-Datei: Seminar Kunz - Schmerz und Demenz (730 KB)

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PDF-Datei: Tagungsbericht (137 KB)

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