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Hospiz und Palliative Care

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Bildungsprogramm

Die Angebote richten sich an ehren- und hauptamtlich Tätige in Hospiz- und Palliativeinrichtungen, Angehörige von schwerkranken Menschen und am Thema Interessierte.

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Mi. 11.10.2017
9.00 Uhr
Ein gutes Lied verkürzt den Weg
Menschen mit Demenz musikalisch einfühlsam begleiten
Mi. 11.10.2017 (21938)
Seminar
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Seminar

Menschen mit Demenz brauchen Musik! Musik ist ein Stück Identität. Wie ein roter Faden begleitet sie uns unser Leben lang und ist untrennbar an unsere Emotionen geknüpft. Inzwischen ist wissenschaftlich erwiesen, dass Musik Nervenbahnen miteinander vernetzt, als ein Auslöser für neuronale Reorganisationsprozesse wirksam wird und in allen Lebensaltern die Plastizität des Gehirns fördert (auch bei Menschen mit Demenz!).
Gezielt eingesetzt ermöglicht Musik Begegnung auch dann, wenn Sprache nicht mehr zur Verfügung steht. Sie besitzt einen hohen Aufforderungscharakter und schafft Verbindung zu Gefühlen und Erinnerungen. Musik ermöglicht Menschen mit Demenz, sich
auszudrücken.
Doch wann ist der Einsatz von Musik sinnvoll? Wie kann ich durch Musik Alltagssituationen wie bspw. das Essen und Trinken, sicheres Gehen und Laufen, unterstützen?
Im Seminar erhalten Sie Informationen und praktische Tipps für den
gezielten und sinnstiftenden Einsatz von Musik in der
Begegnung mit Menschen mit Demenz.
Zielgruppe: Alle, die Menschen mit Demenz begleiten: Angehörige,
Pflegefachkräfte, Seniorenbetreuer/innen, Therapeut/innen, Seelsorger/innen u.a.

Leitung

Leitung:

Simone Willig, Dipl.-Musiktherapeutin, Neurologische Musiktherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, arbeitet seit ca. 20 Jahren in ihrem Traumjob rund um ihre Schwerpunktarbeitsgebiete Demenz, Neurologie und Palliative Care und setzt sich für eine potentialorientierte Sichtweise auf Menschen mit Demenz ein. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen angrenzenden Berufsgruppen im Team ist ihr großes Steckenpferd. Simone Willig ist dazu weltweit als Referentin und Seminarleiterin unterwegs und arbeitet unter anderem für Alzheimer Disease international und Alzheimer Europe.

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Verpflegung

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr

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Mi. 11.10.2017
16.00 Uhr
Bunt sind schon die Wälder
Singnachmittag für Alt und Jung
Mi. 11.10.2017 (21939)
Singnachmittag
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Singnachmittag

Gemeinsam mit der Singrunde der Pfarre Lainz unter Leitung von Edith Gerstbach laden wir herzlich zu einem bunten Musiknachmittag.
Wir singen gemeinsam bekannte Lieder rund um den Herbst, plaudern bei Sturm und Maroni und lassen uns vom Ensemble ART anno (U. Gerstbach, A. Reifert) in die Zeit des Tonfilmschlagers entführen.
Jung und Alt, Sänger und Zuhörer - willkommen sind alle, die Freude an und mit Musik haben!

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

Eintritt frei

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erbeten

Dauer

Dauer:

16.00 bis 18.00 Uhr

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Do. 12.10.2017
9.00 Uhr
Sexualität und Demenz
Wahrnehmen - Verstehen - organisatorisch-strukturelle Rahmenbedingungen entwickeln
Do. 12.10.2017 (21941)
Führungswerkstatt
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Führungswerkstatt

Jeder Mensch ist einzigartig. Das gilt auch beim Thema Sexualität - und zwar bis ins hohe Alter, ja bis zum Tod. Die Aktualisierung der Sexualität berührt viele Themen, die uns bei der Betreuung, Begleitung und Pflege wichtig sind: Bedürfnisorientierung, Lebensqualität, Freiheit. Bei Menschen mit demenziellen Veränderungen stellen sich zusätzliche Herausforderungen: Setzen von Grenzen, Schutz von Dritten, Dialog mit Angehörigen, aber auch Unterstützungsmaßnahmen .
Untersuchungen zeigen, dass die Möglichkeiten zum Leben von Sexualität ebenso wie der Umgang mit Grenzen stark von der individuellen Einstellung der Pflegekräfte abhängen. Führungskräfte sind also gefragt, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen die Bedürfnisse und Anliegen der Bewohner/innen bzw. Klient/innen ebenso wie der Mitarbeitenden und Angehörigen berücksichtigt werden.
In der Führungswerkstatt macht Gunvor Sramek auf Basis ihrer langjährigen Praxis einen Dialograum auf. Anhand gemeinsamer Beobachtungen und Erfahrungen wollen wir zusätzliche Wege finden, wie wir selbst und unsere Mitarbeiter/innen respektvoll und unbefangen mit den sexuellen Bedürfnissen und Wünschen von hochaltrigen, demenziell veränderten Menschen umgehen können. Dazu hilft es, die Situation und den Hintergrund der Menschen besser kennenzulernen. Die Validation bietet hier einen hilfreichen Zugang. Wichtig wird uns auch sein, die unterschiedlichen Reaktionen der Betreuenden und Angehörigen zu verstehen, wertzuschätzen und in das Finden guter Lösungen für alle mit einzubeziehen.

Leitung

Leitung:

Gunvor Sramek, Validationslehrerin/Master nach Naomi Feil, Ausbildung als Sexualpädagogin für den Behindertenbereich, Autorin, Vortragende, Demenzberatugen

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 170,- inkl. Mittagessen und Pausengetränke

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr

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Do. 12.10.2017
9.00 Uhr
Das Recht auf Sinnlichkeit
Do. 12.10.2017 (21940)
Seminar
21940

Seminar

Stellen wir uns doch eine Welt vor ohne Farben, ohne Klänge, ohne Duft, ohne Geschmack, ohne Gespür. Schon dieses kleine Gedankenexperiment zeigt, wie sehr Freude und Glück mit unseren Sinnen verknüpft sind.

Stellen wir uns nun ein Lebensumfeld vor, in dem wir nur zu funktionalen Pflegehandlungen berührt werden, in dem die Klänge, die wir hören, von anderen bestimmt werden, in dem auf Gerüche kein Wert gelegt wird und weiße Pflegekittel und Bettwäsche mit der Decke über unserem Bett um die Wette strahlen. Keine Frage: Sinnliches Erleben hat mit Lebensqualität sehr viel zu tun.

Hochaltrige Menschen wollen genau wie wir das Leben durch ihre Sinne wahrnehmen und genießen. Sie haben es aber doppelt schwer, denn das Alter schränkt die Möglichkeit dazu verschiedentlich ein. Das Leben in einer Institution bzw. auch mit einer Demenz macht es womöglich schwerer, selbst zu bestimmen, wie sie ihre Sinnlichkeit gestalten können: was sie sehen, hören, schmecken, wer sie berührt und wie.

Detlef Rüsing geht im Seminar auf Basis des sozialpsychologischen Modells der Demenz (T. Kitwood) auf folgende Aspekte ein:
- Lebensqualität bei Demenz
- Wahrnehmen ist leben
- Das "Recht" auf Sexualität

In einer Mischung aus Impulsen und Fallarbeit blicken Sie durch die Brille der Sinnlichkeit auf den Alltag in Pflege und Betreuung.

Leitung

Leitung:

Detlef Rüsing, Leiter Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) Fakultät für Gesundheit Universität Witten/Herdecke

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 150,- inkl. Verpflegung

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

9.00 bis 17.00 Uhr

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Do. 12.10.2017
18.00 Uhr
Ja, geht denn das?
Zärtlichkeit, Zuwendung und Sexualität & Demenz
Do. 12.10.2017 (21942)
Lesung
21942

Lesung

Sexualität im Alter ist immer noch ein Tabuthema. Das gilt umso mehr für das sexuelle Verhalten bei Menschen mit Demenz, die unkonventionelle Grenzüberschreitungen vornehmen können. Die begleitenden Personen fühlen sich oft unwohl, überfordert und ratlos. Das neue Buch von Brigitta Schröder bearbeitet dieses Thema. Sie versucht Tabuthemen Raum zu geben und in den Alltag zu integrieren.

Sie regt feinfühlig, kompetent und professionell einen Blickrichtungswechsel an, weg von der Tabuisierung hin zu einer sich selbst schützenden und akzeptierenden Haltung diesen Menschen gegenüber.

Der Blick der Autorin über den Tellerrand ermuntert nicht nur für ein offenes, unkonventionelles Miteinander, sondern plädiert auch für eine mutige, achtsame, wertschätzende Haltung.

Referierende

Referierende:

Brigitta Schröder, Autorin, Supervisorin, Lebens- und Trauerbegleiterin www.demenz-entdecken.de

Teilnahmebeitrag

Teilnahmebeitrag:

€ 10,-

Anmeldung

Anmeldung:

Anmeldung erforderlich

Dauer

Dauer:

18.00 bis 20.00 Uhr


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