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Hoffnung - ein Drahtseilakt

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Der Begriff „Prinzip Hoffnung“ (Ernst Bloch) ist zu einem geflügelten Wort geworden. Dass Menschen nicht ohne Hoffnung leben können oder dass die Hoffnung zuletzt stirbt, sind gern verwendete Floskeln.

Doch was bedeutet das für den Arbeitsalltag mit kranken, sterbenden und trauernden Menschen? Mit Patient/innen und Klient/innen, die ihre Hoffnung verloren haben oder eine aussichtslose Hoffnung leben? Unser Dasein zwischen Resignation und Verzweiflung auf der einen Seite und Illusion und Utopie auf der anderen mutet wie ein Drahtseilakt an.

Diese existenzielle Fragestellung ist bei der diesjährigen Sommerakademie unter der Leitung von Monika Müller und Matthias Schnegg aufgenommen und erkundet worden. Es wurde ein Spiel-Raum angeboten, wie Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Utopie erlebt und kommuniziert werden können. Das Mit-Teilen von Hoffnungserfahrungen wie auch von Hoffnungen, die (vermeintlich?) gestorben sind, hat belebt und Hoffnung wider alle Hoffnung geweckt.

Es kommt in erster Linie darauf an, entsprechende Frei-Räume und Bedingungen zu schaffen und zu halten, so dass Hoffnung aufkommen kann. Infundieren und einimpfen lässt sich Hoffnung jedenfalls nicht. Eher ist es ein Weg des anwaltschaftlichen Mitgehens, bisweilen des stellvertretenen Hoffens.

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Monika Müller, M. A., war Leiterin von ALPHA Rheinland, der Ansprechstelle in NRW zur Palliativversorgung, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung mit Sitz in Bonn. Sie ist Dozentin und Supervisorin im Bereich Trauerbegleitung und Spiritual Care. Geschäftsführende Herausgeberin von »Leidfaden – Fachmagazin für Krisen, Leid, Trauer«.

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Matthias Schnegg ist katholischer Pfarrer, dzt. Caritas-Diözesanpfarrer und Pfarrer zweier Kölner Altstadtkirchen. Er ist auch Mitbegründer des Hospizes in Frechen e.V., Psychodramaleiter und Psychotherapeut (HP), Dozent, u.a. am Palliativzentrum des Malteserkrankenhauses Bonn.

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