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Wortwinter

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Trauerbegegnung und -begleitung

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Theorie und Praxis in Hospizarbeit und Palliative Care

Der Einbruch einer schweren und möglicherweise unheilbaren Erkrankung bringt die Alltagssprache an ihre Grenzen. Es gibt kaum ein Gespräch, das Menschen so schwer fällt wie das über das bevorstehende Lebensende. Was sagen, wenn ein Mensch Wörter wie „später“,
„irgendwann“, „ein anderes Mal“ nicht mehr in der Unbeschwertheit nutzen kann, wie wir das gewöhnt sind. Wie reagieren, wenn Fragen aufkommen, die einer uns fremden Erfahrungswelt entspringen, Fragen, die den Tod nicht nur thematisieren, sondern sozusagen aus ihm erwachsen? Vielfach bricht der „Wortwinter“ ein.

Hilflosigkeit, Ohnmacht, Nichtwissen und Scheu lassen nicht nur Angehörige und Freunde, sondern auch Ärzte und Pflegepersonal – sowie den sterbenden Menschen selbst – davor zurückschrecken, den Gefühlen „Worte zu schenken“. In dieser begegnungsarmen Zeit brauchen die Betroffenen Menschen, die da sind, Menschen, die dazu beitragen, dass aus dem Wortwinter ein Wortfrühling erwächst, auch wenn das Leben begrenzt ist und Endlichkeit aufscheint.

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